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Deutsches Start-up baut Windrad und Rechenzentrum in einem

Felix Baumann
Siemens Gamesa

Das deutsche Unternehmen Windcores bietet ein System an, das Windrad und Rechenzentrum zugleich ist. So soll Ökostrom dort entstehen, wo er verbraucht wird.

Die Digitalisierung bringt neben wachsendem Komfort und dem einfachen Zugriff auf viele Ressourcen auch einige Herausforderungen mit sich. Denn mit immer größer werdenden Datenmengen benötigt es unter anderem auch zusätzliche Standorte für neue Rechenzentren. Folglich nimmt die Nachfrage nach Energie in diesem Sektor zu.

Der Branchenverband Bitkom rechnet allein in Deutschland etwa mit einem Verbrauch von bis zu 18 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr. Es ist daher nicht verwunderlich, dass viele Unternehmen in Zeiten des Klimawandels auch das Thema Nachhaltigkeit bei der Standortwahl berücksichtigen. Das deutsche Unternehmen Windcores entwickelte daher eine Lösung, die Windrad und Rechenzentrum zusammenbringt.

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Dieses Windrad beheimatet ein Rechenzentrum

Das System hat den Vorteil, dass Rechenzentren überschüssige Energie direkt vor Ort verbrauchen können. Dann müssten die Netzbetreiber die Kapazitäten nicht in teuren Energiespeichern stecken. Windcores rechnet vor, dass bereits ein Drittel aller Rechenzentren in Deutschland durch Windräder versorgt werden könnten.

Neben dem Verbrauch von teils überschüssiger Energie fällt der Aufbau eines Standorts für Rechenzentren weg. Schließlich sind die Säulen von Windkraft-Anlagen überwiegend hohl und können so relativ einfach die benötigte Infrastruktur aufnehmen. Der Anschluss an das Internet erfolgt derweil mit einer Glasfaserverbindung mit bis zu 400 Gigabit pro Sekunde.

Energie zu 100 Prozent aus Ökostrom

Neben der Infrastruktur bietet Windcores auch einen Service rund um die Wartung und Reparatur der Systeme an. Bis zu 85 Prozent der für das Rechenzentrum benötigten Energie stammen dabei aus der Anlage selbst. In windstillen Zeiten können andere nachhaltige Energieträger einspringen. Das System läuft also zu 100 Prozent auf Ökostrom.

Mit dem Ansatz hofft das Unternehmen zeitnah mit bereits bestehenden Strukturen das Problem der Nachhaltigkeit zu lösen. Möglicherweise verbinden sich unsere Computer in Zukunft also nicht mehr mit einem Gebäude, sondern mit einem beliebigen Windrad in der unmittelbaren Umgebung.

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.