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Japan: Mobile Mauer soll Tsunamis abwehren und dabei Strom erzeugen

Felix Baumann
unsplash.com/ Ilona Froehlich

Japanische Forscher entwickeln derzeit eine mobile Mauer, die vor Tsunamis schützen und gleichzeitig Strom erzeugen soll. Wir erklären dir, wie ein solches Gezeitenkraftwerk funktioniert. 

Jedes Land ist aufgrund seiner geographischen Lage mit anderen Herausforderungen konfrontiert. Während wir hierzulande häufiger Hochwasser und Überschwemmungen erleben, kommt es an der japanischen Küste etwa oftmals zu Tsunamis und Sturmfluten. Dabei treffen unglaubliche Kräfte auf die betroffenen Gebiete. Doch lässt sich daraus auch Energie gewinnen?

Diese Frage stellten sich Forscher des Instituts für Technologie in Tokio. Sie präsentierten kürzlich eine neue Entwicklung, die die Energieversorgung des asiatischen Landes auf ein neues Level heben könnte.

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Dabei handelt es sich um den weltweit ersten selbst-generierenden, beweglichen Seedeich, der sogenannte Tidenhubenergie nutzt. Der Ansatz kombiniert dabei Küstenschutz und Energiegewinnung, indem sich das System Energie aus den Gezeiten zunutze macht.

Gezeitenkraftwerk: Japan setzt auf Schutzmauer für Häfen

Durch die Untersuchung von 56 Häfen in Japan wollten die Forscher ihre These überprüfen. Dort zeigte sich ein großes Potenzial zur Energieerzeugung. Denn 23 der Häfen befinden sich in Gebieten, die von Tsunamis bedroht werden. Angesichts der daraus resultierenden hohen Risiken ist es auch das Ziel, Häfen vor solchen Naturkatastrophen zu schützen.

Gleichzeitig eröffnet sich eine nachhaltige Energiequelle. Die Forschung beinhaltet die Entwicklung eines Modells zur Schätzung der Energieerzeugung durch den beweglichen Seedeich. Dieses Modell berücksichtigt verschiedene Faktoren wie Gezeitenmuster, Hafengröße und -tiefe sowie die Anzahl der Tore und Turbinen.

Beispiel zeigt, welche Kräfte auf unseren Planeten wirken

Die Ergebnisse zeigen, dass einige Häfen in der Lage wären, nicht nur den Betrieb des Seedeichs selbst sicherzustellen, sondern auch überschüssige Energie an das Hinterland zu liefern. Besonders hervorzuheben ist, dass diese Technologie auch in Gebieten mit relativ geringen Gezeitenunterschieden, wie sie in Japan vorherrschen, effektiv sein kann.

Im nächsten Schritt planen die Wissenschaftler, die Technologie weiterzuentwickeln und zu testen, um ihre Effizienz und Wirksamkeit in der Praxis zu beweisen. Angesichts der zunehmenden Bedrohung durch Klimawandel und Naturkatastrophen könnten Deich-Kraftwerke eine wichtige Rolle beim Schutz von Küstenregionen und bei der Bereitstellung erneuerbarer Energie spielen.

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.