Krisen Hassrede, Hassrede, Hass im Interent, Krisen Social Media

Im Internet: Krisen lösen Hassrede aus – und Hass verschlimmert Krisen

Fabian Peters
Unsplash.com/ Gwendal Cottin

Krisen können Hassrede im Internet auslösen und Hassrede kann Krisen verschlimmern. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Lenkungsausschusses für Antidiskriminierung, Vielfalt und Integration (CDADI), die klare Gegenmaßnahmen fordert. 

Ob Klimawandel, Ukraine-Krieg oder Corona: Der Lenkungsausschusses für Antidiskriminierung, Vielfalt und Integration (CDADI) hat im Rahmen einer aktuellen Studie die Entwicklung von Hassrede im Internet in Krisenzeiten untersucht.

Das Ergebnis: Krisen können demnach Hassreden verschärfen, die sich gegen bestimmte Menschen und Gruppen richten, die verantwortlich gemacht werden. Andersherum könne Hassrede Krisen aber auch verschlimmern, indem bestehende diskriminieren oder hasserfüllte Narrative aufgebauscht oder neue Narrative ausgelöst werden.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Apple AirPods gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Formen von Hassrede im Internet

Die Studie zeigt auf der Grundlage von Daten, die sowohl in den sozialen Medien gesammelt als auch in Form von Fragebögen und Interview erhoben wurden, zwei Fallbeispiele von Hassrede im Internet auf. Den Untersuchungsschwerpunkt bildeten dabei die Länder Albanien, Deutschland, Italien, Lettland, Rumänien, die Slowakei und Großbritannien.

Als erstes Beispiel führen die Forscher die Covid-19-Pandemie an, die sich auch als „Infodemie“ bezeichnet. Ein Informationsüberfluss über die Gesundheitskrise – einschließlich falscher oder irreführender Informationen – habe dabei zu „einem enormen Anstieg von Hassreden gegen Einzelpersonen und Gruppen geführt“.

Darunter: Menschen asiatischer Abstammung, Migranten und eine neue Form von Antisemitismus in Form von Verschwörungserzählungen. Der zweite Fall betrifft Online-Hassrede im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Den Studienergebnissen zufolge hätte in den sozialen Medien dazu eine „entmenschlichende Rhetorik“ gegen ukrainische Staatsangehörige und Flüchtlinge aus der Ukraine stattgefunden.

Eine Form von nationalistischer Hassrede im Internet haben wiederum dazu beigetragen, den Konflikt anzuheizen. Den Forschern zufolge stelle das vor allem eine Herausforderung für Online-Medien dar, die gefordert seien, Hasserzählungen zu entflechten und objektive Informationen zu liefern.

Hassrede im Internet: Studie fordert Gegenmaßnahmen

Um Hassreden in Krisenzeiten zu bekämpfen und darauf vorbereitet zu sein, empfehlen die Forscher klare Gegenmaßnahmen wie eine Änderung der rechtlichen Rahmenbedingungen. Die Strafverfolgungsmaßnahmen sollten demnach verstärkt und die Zusammenarbeit zwischen Medien, nationalen Menschenrechtsinstitutionen und Gleichbehandlungsstellen ausgebaut werden.

Menschen, die von Hassreden betroffen sind, müssten außerdem mehr Unterstützung erhalten. Die Herausforderungen im Umgang mit Hassreden in Krisenzeiten sind jedoch zahlreich. Die Unterscheidung zwischen freier Rede und Hassrede sei laut Studie dabei essentiell.

Die Forscher betonen jedoch, dass es wichtig ist, Schritte einzuleiten, um den sozialen Zusammenhalt zu stärken und gezielt Reaktionsmechanismen auf Hassreden zu etablieren. Dafür seien aber auch Investitionen in eine bessere Bildung und Ausbildung vonnöten.

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

Auch interessant: 

Du möchtest nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 smarte Leser bekommen jeden Tag UPDATE, unser Tech-Briefing mit den wichtigsten News des Tages – und sichern sich damit ihren Vorsprung. Hier kannst du dich kostenlos anmelden.

STELLENANZEIGEN
Social Media Manager (m/w/d)
trendtours Touristik GmbH in Eschborn
Social Media Content Creator (m/w/d)
KOS GmbH & Co. KG in Schönefeld
Marketing and Social Media Manager (m/w/d)
Solida Holz GmbH in Gießen
Werkstudent Social Media & Community Mana...
Landhaus Walter in Hamburg
Content Manager (w/m/d) Blog – Teilzeit...
1&1 in Montabaur
Referent (m/w/d) Marketing und Social Media
NORDMETALL Verband der Metall- und Elektr... in Hamburg
Praktikant (m/w/d) Online Marketing
Merz Consumer Care GmbH in Frankfurt am Main
Content Creator m/w/d
SPIE SAG GmbH GB High Voltage in Weinheim bei Mannheim
Teile diesen Artikel
Chefredakteur
Folgen:
Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).