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Spielzeug von Temu gefährdet die Sicherheit von Kindern

Fabian Peters
Temu

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Spielzeug der chinesischen Billig-Plattform Temu stellt ein Sicherheitsrisiko für Kinder dar. Das ist das Ergebnis eines Tests des Spielzeugverbands Toys Industries of Europe. Keines von 19 bestellten Spielzeugen entsprach demnach geltenden EU-Vorschriften.

Wer für seine Kinder Spielzeug auf Temu kauft, setzt sie in den meisten Fällen einem Sicherheitsrisiko aus. Das ist das Ergebnis eines Tests des Spielzeugverbands Toys Industries of Europe (TIE). Demnach würden 95 Prozent der Spielwaren der chinesischen Billig-Plattform sogar eine Gefahr darstellen.

Spielzeug von Temu stellt Sicherheitsrisiko für Kinder dar

Der Verband hatte laut eigenen Angaben Ende 2023 19 Spielzeuge über Temu erworben. Das Ergebnis: Keines davon entsprach den geltenden EU-Vorschriften für Spielwaren. Allein 18 davon würden nicht den Sicherheitsbestimmungen der EN 71-Reihe entsprechen.

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Bei einem sogenannten Schleim-Spielzeug habe der Gehalt des Halbmetalls Bor etwa elfmal höher gelegen als gesetzlich erlaubt. Andere Spielwaren hätten sogar das Risiko offenbart, dass sich Kinder verletzen oder an Kleinteilen ersticken könnten.

Der Spielzeugverband TIE hat Temu laut eigenen Angaben über seine Erkenntnisse informiert. Die Billig-Plattform teilte daraufhin mit, dass Maßnahmen ergriffen worden und die entsprechenden Spielzeuge nicht mehr auf der Plattform zu finden seien. Das sei zwar erfreulich, doch dem Verband zufolge reichen diese Maßnahmen nicht aus.

Temu: Die EU ist gefordert

Das Problem: Laut TIE gibt es für jedes unsichere Spielzeug, das auf Temu gefunden wird, unzählige weitere Spielwaren, die nicht entdeckt werden. Viele davon würden sich jedoch bereits in den Händen von Kindern in der EU befinden.

Schuld daran sind Drittanbieter, die ihre Produkte über die Billig-Plattform anbieten, aber nicht für die Sicherheit der Spielzeuge in Verantwortung gezogen werden können. Denn die rechtlichen Rahmenbedingungen der EU decken diese Situation nicht ab. Catherine Van Reeth, Generaldirektorin von Toy Industries of Europe, sagte dazu:

Die EU hat die weltweit strengsten Sicherheitsvorschriften für Spielzeug, doch Online-Plattformen erlauben weiterhin den Verkauf von Spielzeug von Verkäufern aus Nicht-EU-Ländern, die Kinder gefährden. Die Verbraucher sollten darauf vertrauen können, dass das, was in der EU zum Verkauf angeboten wird, den EU-Vorschriften entspricht.

Ihre Forderung lautet deshalb, dass „Online-Plattformen das Vertrauen der EU-Verbraucher nicht missbrauchen“ sollten. Außerdem müsse die EU bessere Regeln gegen den Verkauf von gefälschtem und unsicherem Spielzeug entwerfen – und auch durchsetzen.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).