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Plagiatsvorwürfe: 11 Prozent der Studenten nutzen KI für ihre Arbeiten

Fabian Peters
Adobe Stock/ Summit Art Creations

Millionen Studenten nutzen KI-Tools wie ChatGPT, um ihre Studienarbeiten zu schreiben. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung der Anti-Plagiats-Plattform Turnitin hervor. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz ist jedoch nicht automatisch Betrug. 

Die Anti-Plagiats-Plattform Turnitin hat im Rahmen einer Studie über 200 Millionen Studienarbeiten hinsichtlich der Verwendung von Künstlicher Intelligenz untersucht. Das Ergebnis: Mehr als 22 Millionen Studenten haben eine KI eingesetzt, die  für mindestens 20 Prozent der jeweiligen Texte verantwortlich ist.

Immer mehr Studenten nutzen KI

Da immer mehr Studenten KI im Studium nutzen, hat Turnitin hat vor Kurzem ein Tool zur Erkennung von entsprechenden Plagiaten für Lehrkräfte herausgebracht. Denn der Online-Dienst hat seit April 2023 derweil selbst Millionen Studienarbeiten überprüft und festgestellt, dass rund 11 Prozent davon teilweise mittels KI erstellt wurden. Annie Chechitelli, Chief Product Officer von Turnitin, sagte dazu:

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Sowohl Pädagogen und die entsprechenden Gesetzgeber in den USA bemühen sich aufgrund von Betrugs- und Plagiatsvorwürfen aktuell darum, den Einsatz von KI im Bildungswesen zu regeln.

Einsatz von KI im Studium nicht automatisch Betrug

Die fünf US-Bundesstaaten West Virginia, Oregon, North Carolina, Kalifornien und Washington haben etwa bereits Richtlinien für den Einsatz von KI in Schulen eingeführt. Einige Colleges und Universitäten haben wiederum ihre eigenen Richtlinien entwickelt.

Viele Dinge befinden sich aber noch in der Schwebe und selbst die den bisherigen Richtlinien mangelt es an Klarheit. Das  North Carolina Department of Public Instruction erklärte im Januar 2024 derweil:

Es ist vielleicht kurzsichtig, jeden Einsatz von KI automatisch als ‚Betrug‘ zu betrachten. Pädagogen müssen ihre Vorstellungen davon, was in der heutigen Welt als Plagiat und Betrug gilt, überdenken und ihren Unterricht, ihre Aufgaben und ihre Erwartungen an diese neue Realität anpassen.

Laut einer aktuellen Studie aus Stanford seien die Befürchtungen, dass KI Schülern und Studenten beim Schummeln hilft übertrieben. Denn demnach sei der Anteil derjenigen, die bei Aufgaben betrügen, im Jahr 2023 sogar gesunken, während das Thema Künstliche Intelligenz an Fahrt aufgenommen hat.

Die Befürchtungen, dass KI Schülern beim Schummeln hilft, sind jedoch übertrieben, wie eine aktuelle Studie aus Stanford zeigt. Der Prozentsatz der Schüler, die bei Aufgaben schummeln, sinkt im Jahr 2023, wenn ChatGPT an Fahrt aufnimmt, so die Forscher.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).