Energie, Mikrochips

Forscher erzielen Durchbruch bei Speicherung von Energie auf Mikrochips

Felix Baumann
Marilyn Sargent/Berkeley Lab

Forscher haben einen Mikrokondensator mit einer rekordverdächtigen Energie- und Leistungsdichten entwickelt. Energie soll damit direkt auf Mikrochips gespeichert werden können. 

Wissenschaftler vom Berkeley Lab in den USA haben einen Mikrokondensator entwickelt, der die Energiespeicherung auf Mikrochips erheblich verbessern soll. Die Ergebnisse markieren einen großen Schritt in der Mikroelektronik. Denn sie könnten die Art und Weise, wie wir Energie in elektronischen Geräten speichern, grundlegend verändern.

Die neuen Kondensatoren zeigen rekordverdächtige Energie- und Leistungsdichten, was sie ideal für die Integration in winzige elektronische Komponenten macht. Forscher arbeiten daran, elektronische Geräte kleiner und energieeffizienter zu machen, indem sie Energie direkt auf den Mikrochips speichern.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Apple AirPods gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Die Methode birgt den Vorteil, dass sie Energieverluste minimieren kann. Schließlich muss bei einer direkten Speicherung auf dem Chip weniger Energie zwischen verschiedenen Komponenten eines Geräts übertragen werden. Bestehende Technologien erfüllen diese Anforderungen bisher nicht.

Neue Methode eliminiert Schwächen bisheriger Ansätze

Die Kondensatoren bestehen aus dünnen Filmen aus Hafniumoxid und Zirkoniumoxid. Der leitende Wissenschaftler am Berkeley Lab betonte, dass die Forschung erstmals demonstriert, inwieweit elektronische Geräte Energie in Mikrokondensatoren aus dünnen Filmen speichern können. Damit übertrifft der Ansatz bisher eingesetzte Methoden.

Kondensatoren sind grundlegende Komponenten von elektrischen Schaltungen und haben dadurch auch das Potenzial, Energie zu speichern. Im Gegensatz zu Batterien speichern sie Energie in einem elektrischen Feld zwischen zwei Metallplatten, die durch ein dielektrisches Material getrennt sind.

Sie können schnell entladen werden und degradieren nicht durch wiederholte Lade- und Entladezyklen. Das verleiht den Kondensatoren eine längere Lebensdauer als Batterien. Allerdings haben sie eine niedrigere Energiedichte.

Forscher speichern Energie durch Kondensatoren auf Mikrochips

Zusammen mit Partnern am MIT Lincoln Laboratory integrierten die Forscher die Filme in dreidimensionale Mikrokondensator-Strukturen, die das Team zuvor anhand von tiefen Gräben in das Silizium schnitten. Die Strukturen können eine viel höhere Kapazität pro Flächeneinheit erreichen, was eine größere Miniaturisierung und Designflexibilität ermöglicht.

Die resultierenden Geräte zeigen im Vergleich zu den besten heutigen elektrostatischen Kondensatoren eine neunmal höhere Energiedichte und eine 170-mal höhere Leistungsdichte.

Diese Hochleistungs-Mikrokondensatoren könnten die Nachfrage nach einer effizienteren Energiespeicherung in Mikrogeräten wie IoT-Sensoren und KI-Prozessoren decken. Im nächsten Schritt möchten die Forscher die Technologie skalieren und in vollwertige Mikrochips integrieren. Außerdem sind noch weitere Forschungen rund um die richtige Materialwahl notwendig.

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

Auch interessant:

Du möchtest nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 smarte Leser bekommen jeden Tag UPDATE, unser Tech-Briefing mit den wichtigsten News des Tages – und sichern sich damit ihren Vorsprung. Hier kannst du dich kostenlos anmelden.

STELLENANZEIGEN
Social Media Manager (m/w/d)
Matratzen Concord GmbH in Köln
Head of Online Marketing & Growth (m/w/d)
LaVita GmbH in Kumhausen
Praktikum Social Media Marketing (all genders)
Roland Berger Holding GmbH & Co. KGaA in München
Social Media Specialist (w/m/d)
Personalwerk GmbH in Karben
Sachbearbeitung (m/w/d) Social Media und Digi...
Staatliches Baumanagement Niedersachsen in Hannover
Leiter Marketing (m/w/d) Head of Marketing &a...
Theo Klein+Partner Unternehmensbe... in Aschaffenbur...
Werkstudent (w/m/d) – Marketing & C...
1&1 in Montabaur, Düsseldorf
Content Creator / Content Designer / Grafikde...
Ypsilon GmbH Steuerberatungsgesellschaft in Wuppertal
Teile diesen Artikel
Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.