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US-Justiz erwägt Aufspaltung von Google nach Monopol-Urteil

Fabian Peters
unsplash.com/ Alex Dudar

Google hat ein Monopol bei der Internetsuche und seine Marktmacht missbraucht, um diese Stellung zu festigen, so ein US-Gericht. Nun erwägt das Justizministerium offenbar eine Aufspaltung des Unternehmens. Es kommen aber auch andere Optionen in Betracht. 

Das US-Justizministerium zieht allem Anschein nach eine Aufspaltung von Google in Betracht. Das geht aus einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider hervor. Die Zerschlagung des Unternehmens ist eine mögliche Reaktion auf das Urteil eines US-Gerichts vom 5. August 2024.

Richter Amit Mehta hat Google darin nicht nur ein Monopol bei der Internetsuche bescheinigt, sondern auch geurteilt, dass das Unternehmen seine Marktmacht missbraucht hat, um diese Stellung zu festigen. Der US-Konzern zahlt beispielsweise viel Geld dafür, um auf Apple-Geräten als Suchmaschine voreingestellt zu sein. Gleiches gilt für den Firefox-Browser.

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Droht Google die Aufspaltung?

Um die Marktmacht von Google einzuschränken, kommt laut Bloomberg am ehesten eine Abspaltung des Betriebssystems Android infrage. Auch das Werbesystem Google Ads oder der Chrome Browser könnten dem Bericht zufolge veräußert werden.

Das Justizministerium erwägt allem Anschein nach aber auch weniger drastische Maßnahmen. So könnte der Suchmaschinen-Gigant etwa auch dazu gezwungen werden, Daten mit Wettbewerbern zu teilen.

Unabhängig davon dürfte die US-Regierung vermutlich ein Verbot anstreben, das Google exklusive Verträge mit anderen Unternehmen wie Apple untersagt.

Nach Monopol-Urteil: So gehts es jetzt weiter

Bislang ist noch unklar, ob es überhaupt zu entsprechenden Maßnahmen kommen wird. Denn diese müssten zunächst in einem weiteren Urteil von Richter Amit Mehta angeordnet werden. Google hatte zuvor bereits angekündigt, in Berufung gegen das ursprüngliche Urteil gehen zu wollen und dürfte das auch bei einem weiteren tun.

Eine erste Anhörung zu möglichen Reaktionen soll laut Bloomberg im September stattfinden. Bislang haben sich jedoch weder Google noch das US-Justizministerium zu dem Bericht geäußert.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).