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Nach Irreführung: Neue EU-Regeln für Temu – das ändert sich jetzt

Beatrice Bode
© 2024 WhaleCo Inc.

In Kooperation mit europäischen Verbraucherschutzbehörden geht das Umweltbundesamt gegen irreführende Geschäftspraktiken des chinesischen Billiganbieters Temu vor. Die EU-Kommission hat der Plattform außerdem neue Regeln auferlegt. Wir verraten dir, was sich jetzt ändert. 

Das Umweltbundesamt hat gemeinsam mit europäischen Verbraucherschutzbehörden ein Schreiben an Temu aufgesetzt. Darin fordert die Behörde die chinesische Billigplattform auf, sich an europäisches Verbraucherrecht zu halten.

Wie sowohl die deutsche Umweltbehörde als auch die Europäische Kommission offiziell erklärten, setze Temu die Menschen bei ihrer Kaufentscheidung unter Druck. Deshalb gibt es nun neue Regeln für die Plattform.

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Neue Regeln für Temu: Das ändert sich jetzt

Seit Temu im Frühjahr 2023 seine Plattform in Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien, Großbritannien und den Niederlanden an den Start brachte, ist das Unternehmen stetig gewachsen. Mittlerweile hat die EU den Händler gemäß dem Gesetz über digitale Dienste als sehr große Online-Plattform eingestuft.

Damit gehen strenge Verpflichtungen einher, denen das Unternehmen bisher offenbar nicht nachkommt. Ende Oktober 2024 hatte die Europäische Kommission deshalb bereits ein förmliches Verfahren eingeleitet. Temu steht Seite, unter Beobachtung und muss dem EU-Behördennetzwerk CPC (Consumer Protection Cooperation) stetig Informationen übermitteln.

Die Forderung: Einhaltung der EU-Verbraucherschutzregeln. Das Unternehmen muss demnach Rabatte transparent und korrekt anzeigen, für authentische Produktbewertungen sorgen und vollständige Kontaktinformationen bereitstellen. Außerdem soll der Onlinemarktplatz gewährleisten, dass die Kundschaft weiß, ob sie von Unternehmen oder Privatpersonen kaufen.

Eine neue Produktsicherheitsverordnung verlangt außerdem, dass in der EU ansässige Verantwortliche die Sicherheit der angebotenen Produkte garantieren und unsichere Produkte auf Anordnung der Marktüberwachungsbehörden entfernen.

Diese Vorwürfe erheben die Behörden

Bereits im Juli 2024 hatte das CPC-Netzwerk eine koordinierte Aktion gegen Temu eingeleitet. Vorausgegangen war eine Warnmeldung der Verbraucherschutzbehörde aus Irland, wo das chinesische Unternehmen seinen europäischen Firmensitz hat.

Die CPC-Behörden werfen der chinesischen Billigplattform unter anderem vor, Falschinformationen über die Dauer von Rabattaktionen oder die Anzahl der noch verfügbaren Produkte zu verbreiten. Außerdem erschwere die Plattform seiner Kundschaft die Ausübung des Widerrufsrechts unnötig.

Gleichzeitig richtet sich die Aktion auch gegen mutmaßlich gefälschte Verbraucherbewertungen, aggressives Marketing mit Glücksspielelementen und irreführende Informationen zu Mindestbestellwerten und Preisermäßigungen. Diese „aggressiven und irreführenden Geschäftspraktiken“ sind in der EU allerdings verboten.

Temu hat etwa einen Monat Zeit, um auf die Ergebnisse der Untersuchung durch das CPC-Netz zu antworten und darzulegen, wie es die ermittelten verbraucherrechtlichen Probleme beheben will. Sollte das Unternehmen die geäußerten Bedenken nicht ausräumen, können verschiedene Durchsetzungsmaßnahmen folgen, um die Einhaltung der Vorschriften sicherzustellen – zum Beispiel Geldbußen.

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Beatrice ist Multi-Media-Profi. Ihr Studium der Kommunikations - und Medienwissenschaften führte sie über Umwege zum Regionalsender Leipzig Fernsehen, wo sie als CvD, Moderatorin und VJ ihre TV-Karriere begann. Mittlerweile hat sie allerdings ihre Sachen gepackt und reist von Land zu Land. Von unterwegs schreibt sie als Autorin für BASIC thinking.