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Imageverlust durch Elon Musk: Immer mehr Unternehmen distanzieren sich von Tesla

Maria Gramsch
Mit freundlicher Genehmigung von Tesla Inc.

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Elon Musk polarisierte zuletzt vermehrt mit rechtspopulistischen Äußerungen. Sein Verhalten könnte der Marke Tesla schaden. Denn immer mehr Unternehmen distanzieren sich nicht nur von Musk, sondern auch von seinen Firmen. 

Tesla war einst der Stern am Himmel der Elektromobilität. Bereits im Jahr 2008 brachte der US-Konzern mit dem Roadster das weltweit erste E-Auto mit Lithium-Ionen-Batteriezelle in Serie auf den Markt.

Inzwischen haben sich weitaus mehr Elektroauto-Hersteller etabliert. Dennoch spielt Tesla noch immer eine große Rolle. In Deutschland waren im Jahr 2024 insgesamt rund 1,59 Millionen Elektroautos zugelassen. Mit 164.300 Fahrzeugen hatte Tesla daran einen Anteil von circa zehn Prozent.

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Doch die Eskapaden von CEO Elon Musk könnten dem Image der Marke deutlich schaden. Denn immer mehr Unternehmen distanzieren sich nicht nur von Musks Plattform X (ehemals Twitter), sondern auch von Tesla.

Wegen Elon Musk: Unternehmen distanzieren sich von Tesla

Elon Musk tritt häufiger mit rechtspopulistischen Äußerungen in Erscheinung. In den USA hat der Tesla-Chef seine Nähe zu US-Präsidenten Donald Trump manifestiert. In Deutschland ist er unter anderem mit Wahlwerbung für die AfD aufgefallen.

Für viele deutsche Unternehmen ist das ein Grund, sich von Tesla und seinem Chef loszusagen. Bereits im August 2024 hat sich beispielsweise die Drogeriekette Rossmann von dem US-Konzern abgewandt.

In einer Erklärung heißt es, dass das Unternehmen künftig keine E-Autos von Tesla mehr für den Fuhrpark erwerben wolle. Die Nähe von Musk zu Trump und Co. stehe im Widerspruch zu den Werten von Tesla

„Elon Musk macht keinen Hehl daraus, Donald Trump zu unterstützen. Trump hat den Klimawandel wiederholt als Schwindel bezeichnet – diese Haltung steht in krassem Gegensatz zur Mission von Tesla, durch die Produktion von Elektroautos einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten“, erklärt Raoul Roßmann, Sprecher der Geschäftsführung.

Rückzug deutscher Unternehmen wegen Nähe zu Trump

Doch nicht nur Rossmann stellt sich gegen Tesla. Auch das niedersächsische Hausbauunternehmen Viebrockhaus hat Anfang des Jahres angekündigt, keine Produkte mehr von Tesla in seinen Häusern zu verbauen und auch den Fuhrpark nicht mehr mit Tesla-Fahzeugen auszustatten. Eigentlich hatte das Unternehmen geplant, die Energiespeicher des Unternehmens als Hausbatterien zu verbauen.

Das gilt ebenso für den baden-württembergische Energieversorger Badenova sowie den Hamburger Ökostromanbieter Lichtblick. „Das Handeln von Elon Musk, nun quasi in Regierungsfunktion, hat uns aufhorchen lassen“, erklärt Badenova-Vorstand Hans-Martin Hellebrand. Und weiter: „Die politische Parteinahme ist dabei nur die Spitze des Eisbergs. Mit seinem Wirken wird der Wirtschaftsstandort Deutschland geschwächt. Das werden wir nicht akzeptieren.“

Badenova werde die vorhandenen Tesla-Fahrzeuge noch bis zum Ende der Leasing-Verträge nutzen und dann auf Alternativen umsatteln. Das gilt auch für Lichtblick, das alle noch laufenden Verträge mit Tesla-Fahrzeugen nach Vertragsende nicht verlängern werde.

Tesla: Welche Folgen hat das Verhalten von Musk?

Welche wirtschaftlichen Folgen die politische Nähe von Elon Musk zu Donald Trump für Tesla haben wird, ist konkret noch nicht absehbar. Der Imageschaden könnte für das Unternehmen jedoch immens sein.

Denn vor allem in den USA wenden sich derzeit immer mehr Kunden vom Unternehmen ab, wie der Spiegel aus einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens Caliber zitiert. Eine wichtige Rolle bei dem Abwärtstrend spiele auch CEO Elon Musk.

Hingegen spielen „Einzelentscheidungen vergleichsweise kleiner Unternehmen“ keine große Rolle, so Wirtschaftsethiker Michael Aßländer gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Ein Verbraucherboykott und rückläufige Verkaufszahlen würden ein Unternehmen jedoch zum Handeln zwingen.

Der Ökostromanbieter Lichtblick gibt in einem Statement auf LinkedIn selbst zu bedenken, dass die Entscheidung des Unternehmens „keine weitreichenden wirtschaftlichen Folgen für Tesla haben wird“. Dennoch wolle das Unternehmen zeigen, dass „jedes Unternehmen und jeder Mensch in kleinen Schritten Verantwortung übernehmen und Haltung zeigen“ kann.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.