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Energiespeicher: Flüssigbatterien als Schlüssel zur Energiewende?

Maria Gramsch
CMBlu Energy AG

Energiespeicher gelten als entscheidender Faktor für das Gelingen der Energiewende. Neuartige organische Flüssigbatterien sollen sie vorantreiben und werden nun erstmals in einem Kraftwerk getestet.

Ohne leistungsfähige Energiespeicher wird die Energiewende nicht funktionieren. Weltweit arbeiten Experten mit Hochdruck daran, neue Speichertechnologien zu entwickeln oder bestehende Systeme effizienter zu gestalten.

Das ausgesprochene Ziel ist es, Strom aus erneuerbaren Energien in Zeiten der Überproduktion aufzufangen und umweltverträglich zu speichern. In den Zeiten, in denen Sonne und Wind gerade nicht ausreichend Energie liefern, sollen Energiespeicher die „alte“ Energie wieder zuverlässig verfügbar machen.

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Neben Lithium-Ionen-Batterien gewinnen dabei alternative Ansätze wie organische Flow-Batterien, Wasserstoffspeicher oder innovative Wärmespeicher immer mehr an Bedeutung. Auch ein Unternehmen aus Unterfranken arbeitet an Lösungen für diese Problematik und hat eine Speichertechnologie entwickelt, bei der kein teures Lithium zum Einsatz kommt.

Die sogenannten Organic-Solid-Flow-Batterien des Alzenauer Batteriebauers CMBlu Energy werden nun erstmals in Deutschland getestet. Der Energieversorger Uniper hat hierfür 36 Großspeicher an seinem Kraftwerk Staudinger in Betrieb genommen.

Können organische Flüssigbatterien die Energiewende sichern?

Bereits im Jahr 2022 hatten die beiden Unternehmen ihre Kooperation für den „den Aufbau eines innovativen, umweltfreundlichen Großstromspeichers im Megawattbereich“ bekanntgegeben. Dabei kommen organische Solid-Flow-Batterien zum Einsatz.

Diese werden fast komplett mit Materialien aus der Region hergestellt und bieten so enorme Vorteile, beispielsweise gegenüber Lithium-Ionen-Batterien. Die organische Solid-Flow-Batterien sind außerdem nicht entflammbar und können komplett recycelt werden.

CMBlu Energy setzt für seine organischen Flüssigbatterien auf Elektrolyte aus Kohlenstoff, die als flüssige Komponente zum Einsatz kommen. Im Tank befindet sich außerdem ein Feststoff – eine Kombination aus Flüssig- und Feststoff, die laut CMBlu Energy weltweit einmalig ist.

Die Verwendung organischer Elektrolyte ermöglicht eine besonders effiziente, haltbare und nachhaltige Stromspeichertechnologie.

Organic-SolidFlow-Batterien speichern die elektrische Energie dabei in flüssigen Elektrolyten statt mit festen Elektroden. Das Unternehmen hat sich dabei nach eigenen Angaben an der Speicherung von Energie in der Natur orientiert. auch hier wird Energie nicht in Metallen, sondern in organischen Molekülen verwendet.

Wie hoch ist die Leistung von Solid-Flow-Batterien?

Im Kraftwerk Staudinger soll nun die Leistungsfähigkeit der CMBlu-Batterien getestet werden. Zunächst wird die Anlage dabei mit einer Leistung von einem Megawatt ausgestattet, die Kapazität liegt bei einer Megawattstunde.

„Die 36 Batterien, die wir nun aufstellen, können drei Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgen. Später werden es Tausende und Zehntausende sei“, erklärt CMBlu Geschäftsführer Constantin Eis gegenüber dem BR. Nach einem erfolgreichen Abschluss der Pilotphase soll die Anlage im Kraftwerk Staudinger auf einen Großstromspeicher im zweistelligen MW-Bereich erweitert werden. Auch weitere Standorte sollen dann folgen.

Die Batterien von CMBlu Energy sind vor allem für den stationären Gebrauch gedacht. Vor allem in der Industrie, also beispielsweise direkt in Unternehmen, oder in Kraftwerken sollen sie zum Einsatz kommen. Die Lebensdauer wird mit zehn Jahren angegeben.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.