Ein österreichisches Start-up hat ein Straßenkraftwerk entwickelt, das Strom erzeugt, wenn Fahrzeuge darüberfahren. Allein schwere Lkw könnten im Hamburger Hafen jedes Jahr 40.000 Kilowattstunden generieren.
Im Rahmen der Energiewende entwickeln Forscher und Unternehmen immer wieder neue Konzepte. Ein neuer Ansatz demonstriert, wie Straßen, auf denen schwere Lastwagen unterwegs sind, zu sogenannten Straßenkraftwerken werden können.
Für diese Art der Stromerzeugung nahm die österreichische Firma Road Energy Production Systems (REPS) eine Anlage am Hamburger Hafen in Betrieb. Das Straßenkraftwerk funktioniert wie eine Bremsschwelle. Sobald schwere Fahrzeuge darüberfahren, drücken sie Segmente in der Straßendecke ein.
Die dabei entstehenden Impulse leitet das System mechanisch von der Straße zu einem Energiekonverter weiter. Dieser Konverter basiert auf dem weltweit ersten Permanent-Magnetlager, das durch eine patentierte magnetische Federung fast keine Reibung bei der Umwandlung von mechanischer in elektrische Energie erzeugt.
Straßenkraftwerk erzeugt Strom auf Straßen
Einfach gesagt wandelt das System damit auf Umwegen Bremsenergie in Strom um. Die erzeugte Elektrizität wird zwischengespeichert und kann je nach Bedarf entweder in ein Speichersystem geleitet oder direkt in das Stromnetz eingespeist werden.
Das System benötigt nur eine Eindringtiefe von acht bis zehn Zentimetern in den Boden, was eine schnelle und einfache Installation ermöglicht. Alle beweglichen Komponenten, wie die Auslöser, sollen austauschbar sein. Zudem kann die Straßenmeisterei alle kritischen Bauteile außerhalb der Fahrbahn warten. Das führt zu mehr Sicherheit sowie einer hohen Effizienz und Lebensdauer.
Der Hamburger Hafen könnte Kleinstadt mit Energie versorgen
Die Technologie ist besonders für Orte geeignet, an denen schwere Fahrzeuge mit geringer Geschwindigkeit fahren. Ein Beispiel ist das Erprobungsgebiet auf dem Hafengelände in Hamburg. Andere mögliche Orte sind Kreuzungsbereiche, Autobahnauffahrten oder Mautstellen mit einem hohen Güterverkehr.
Das erste System im Hamburger Hafen ist zwölf Meter lang und soll bereits Strom im Kilowattbereich liefern. Laut Schätzungen des Start-ups reichen 16 Lastwagen aus, um eine Kilowattstunde (kWh) Energie zu erzeugen. Durch das hohe Verkehrsaufkommen im Hamburger Hafen erwartet das Unternehmen, dass das erste System allein jährlich knapp 40.000 kWh Strom liefern kann.
Sollten alle der über 200 geeigneten Standorte im Hafen genutzt werden, könnte die jährliche Stromproduktion bei zehn Gigawattstunden liegen. Das entspricht in etwa dem Strombedarf einer Kleinstadt. Road Energy Production Systems geht davon aus, dass sich eine solche Anlage spätestens nach zehn Jahren amortisieren wird. Weltweit sollen bereits 40 Häfen Interesse an den Anlagen bekundet haben.
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Die blödsinnigste Erfindung seit langer Zeit. Dir Energie bekommt man nicht geschenkt, sie wird dem auf dem Belag fahrenden Fahrzeug entnommen. Dieses hat dann einen Mehrverbrauch. Der Betreiber wird sich freuen (wenn er es durchschaut). Einen Nutzen kann das System nur haben, wenn sicher ist, dass jedes passierende Fahrzeug genau dort verzögern möchte. Bei E-Fahrzeugung mit Rekuperation ist die Erfindung grundsätzlich kontraproduktiv.