Dänemark CO2 speichern Emissionen Klimaziele Klimawandel Energiewende

Dänemark will unterirdischen CO2-Speicher in der Nordsee bauen

Maria Gramsch
Project Greensand

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Dänemark will CO2 künftig unter dem Meeresboden in der Nordsee speichern. Ab Sommer soll das erste Projekt auf einer alten Ölplattform starten und so dabei helfen, Emissionen in Dänemark, aber auch in ganz Europa, dauerhaft zu senken.

Für die Begrenzung der Erderwärmung ist eine deutliche Reduktion der CO2-Emissionen entscheidend. Kohlendioxid das zentrale menschengemachte Treibhausgas, das über Jahrzehnte in der Atmosphäre bleibt und so die globale Temperatur weiter ansteigen lässt.

Reduzierte Emissionen könnten diesen Prozess verlangsamen und so dazu beitragen, die im Pariser Klimaabkommen vereinbarten Ziele einzuhalten. Doch dafür müssen alle Staaten ihren Ausstoß rasch und dauerhaft senken, um so die Folgen des Klimawandels wirksam einzugrenzen.

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Das Land Dänemark will hierfür die Speicherung von CO2 unter der Nordsee etablieren. Hier soll künftig Kohlendioxid in tiefen geologischen Gesteinsschichten eingelagert werden, um die Menge CO2 zu reduzieren, die in die Atmosphäre gelangt.

Dänemark will zur Erreichung der Klimaziele CO2 speichern

Die dänische Regierung sieht in diesem Weg eine Möglichkeit, um die Emissionen aus Industrieprozessen zu mindern. Denn diese lassen sich bisher nur schwer vermeiden.

„Die CO₂-Abscheidung und -Speicherung ist ein wichtiges Instrument, um die Herausforderungen des Klimawandels zu bewältigen und Dänemarks Klimaziele zu erreichen“, erklärt Peter Christian Baggesgaard Hansen, stellvertretender Generaldirektor der Dänischen Energieagentur. „Jede Tonne CO2, die wir der Atmosphäre entziehen, reduziert Dänemarks Klimabelastung.“

Langfristig soll die unterirdische Speicherung dazu beitragen, nicht nur den CO2-Ausstoß zu senken, sondern gleichzeitig auch nationale sowie europäische Klimaziele zu erreichen. Laut Hansen sei das Potenzial hierbei ist enorm.

Jährlich sollen acht Millionen Tonnen CO2 gespeichert werden

Die erste CO₂-Speicheranlage im Rahmen des Project Greensand soll in der dänischen Nordsee kommerziell betrieben werden. Zunächst ist eine Speicherkapazität in Höhe von 400.000 Tonnen CO2 pro Jahr geplant.

Ziel der Anlage ist es allerdings, bis zum Jahr 2030 die Kapazität schrittweise zu erweitern. Dann sollen jährlich bis zu acht Millionen Tonnen CO2 dauerhaft unter dem Meeresboden gespeichert werden.

„Greensand Carbon Storage ist eine weitaus bessere Möglichkeit, Europa zu dekarbonisieren als die Deindustrialisierung“, findet Jim Ratcliffe, Vorstandsvorsitzender von INEOS, dem operativen Betreiber von Greensand Future. „Dadurch wird das Problem nur verlagert, nicht gelöst und Arbeitsplätze werden vernichtet. Unsere Investition in Greensand trägt dazu bei, eine nachhaltige Zukunft für den Planeten und die Wirtschaft zu sichern.“

Wie soll das CO2 unter der Nordsee gespeichert werden?

Für die dauerhafte Speicherung von Kohlendioxid soll ein erschöpftes Ölfeld in der dänischen Nordsee zum Einsatz kommen. Da das Ölaufkommen hier nahezu erschöpft ist, könne der Platz nun für die Einlagerung von CO2 genutzt werden.

In der ersten Phase von Greensand Future soll das CO2 in dänischen Biomethan-Produktionsanlagen aufgefangen und verflüssigt werden. Das geschieht beispielsweise bereits ion der Stadt Horsens. Hier werden in einer Biogasanlage unter anderem die Abfälle aus Bauernhöfen verarbeitet.

Das dabei entstehende CO2 wird nun nicht mehr wie früher in die Atmosphäre entlassen, sondern in Tanks aufbewahrt. Ab dem Sommer sollen die gespeicherten Vorräte dann zum Hafen von Esbjerg transportiert werden. Von hier aus gelangen sie per Schiff zum Nini-Feld rund 240 Kilometer vor der dänischen Nordseeküste.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.
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