mobile Work Klima Umwelt Homeoffice

Wie Homeoffice und mobile Work Klima und Alltag verändern

Felix Baumann
Bild: Adobe Stock / jchizhe

Anzeige

Mobiles Arbeiten verändert nicht nur unseren Alltag, sondern auch den Umgang mit Rohstoffen und Energie. Doch wie nachhaltig sind Homeoffice und mobile Work wirklich? Ein Blick auf Chancen, Risiken und das Klima. 

Workation, Coworking-Spaces oder die heimische Arbeit am Küchentisch gehört für viele Menschen mittlerweile zum Alltag. Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen die enorme Dynamik dieses Wandels. Während im Jahr 2019 lediglich 12,9 Prozent der Erwerbstätigen im Homeoffice arbeiteten, stieg dieser Anteil im ersten Coronajahr 2020 bereits auf 21 Prozent.

Aktuell arbeitet bereits jeder vierte Berufstätige – das sind rund 10,5 Millionen Menschen – ausschließlich von zu Hause aus. Eine deutliche Mehrheit von 71 Prozent der Befragten glaubt zudem an einen weiteren Siegeszug dieser Arbeitsform. Besonders Führungskräfte, Wissenschaftler, Bürokräfte und Selbstständige treiben diese Entwicklung voran, wobei Männer das Homeoffice etwas häufiger nutzen als Frauen.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 10.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Beats-Kopfhörer gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Simone Kimpeler vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI untersuchte im Auftrag des Umweltbundesamtes in der Studie „Mobile Arbeit in der Zukunft“, wie sich dieser Trend auf das Klima auswirkt. Ihre Abteilung suchte mittels Horizon Scanning nach frühen Signalen des Wandels und analysierten gesellschaftliche Treiber. Das Umweltbundesamt lässt prüfen, ob der Staat nationale Klimaziele aufgrund des mobilen Arbeitens nachjustieren muss.

Homeoffice und mobile Work: Der negative Einfluss auf das Klima

Ein zentrales Problem für den Klimaschutz stellt die Doppelausstattung von Arbeitsplätzen dar. Da viele Beschäftigte sowohl im Büro als auch zu Hause technische Geräte vorhalten, steigt der Bedarf an kritischen Rohstoffen für die IT-Ausrüstung massiv an.

Auch beim Heizen entstehen Zielkonflikte: Arbeitgeber beheizen ihre Bürogebäude oft weiter, um Bauschäden wie Schimmel zu verhindern, selbst wenn viele Räume täglich leer stehen. Gleichzeitig heizen die Beschäftigten ihre privaten Wohnungen den ganzen Tag über zusätzlich auf, was die energetische Bilanz belastet.

Ein weiterer Trend ist die sogenannte Workation, bei der Arbeit und Urlaub miteinander verschmelzen. Dies führt häufig zu weiten Fernreisen, die durch den Siedlungsausbau und die nötige Infrastruktur die Umwelt an den Zielorten belasten.

Beliebte Städte wie Lissabon reagieren bereits mit strikten Vorgaben, da mobil Arbeitende die Preise so stark nach oben treiben, dass die Stadt die Einheimischen verdrängt. Ein bewusster Umgang mit diesen Ressourcen ist daher entscheidend für eine nachhaltige Arbeitswelt.

Verlassene Innenstädte: Wenn das Homeoffice die Gastronomie verdrängt

Pendler und Büroangestellte prägen das Stadtbild maßgeblich durch ihre Mittagspausen: Lokale Fast-Food-Anbieter und Geschäfte richten ihr Angebot auf diese Kundschaft aus. Wenn diese Menschen jedoch im Homeoffice bleiben, verlieren die Gastronomen ihre Abnehmer, was oft zu Leerständen führt.

Stattdessen übernehmen Lieferdienste die Versorgung, indem sie Essen und Pakete direkt an die Haustür bringen, was wiederum Emissionen durch den Transport verursacht. Dennoch bietet das mobile Arbeiten deutliche Chancen für den persönlichen ökologischen Fußabdruck.

Wer das Auto in der Garage lässt und stattdessen das Fahrrad für Besorgungen in der Nachbarschaft nutzt, reduziert die physische Mobilität spürbar. Zudem ersetzen virtuelle Online-Workshops zunehmend internationale Dienstreisen, was signifikante Mengen an Treibstoff einspart. Im Baugewerbe macht der virtuelle Raum zudem die Planung effizienter, da Simulationen physische Begehungen vor Ort ersetzen.

Homeoffice und mobile Work: Der positive Einfluss auf das Klima

Um die Vorteile für das Klima optimal zu nutzen, müssen Kommunen und Unternehmen die Gestaltung der Arbeitsplätze hinterfragen. Politische Anreize können dabei helfen, Vororte besser an den öffentlichen Nahverkehr anzuschließen und Leerstände in Innenstädten sinnvoll zu behandeln.

Ziel ist es, die Arbeitswelt zu Hause nicht nur ökonomisch, sondern auch ressourcenschonend und gesundheitsfördernd aufzubauen. Am Ende liegt es in der Verantwortung jedes Einzelnen, das eigene Verhalten und die damit verbundenen Konsequenzen zu reflektieren.

Menschen entscheiden durch ihr Handeln täglich über die Klimabilanz, indem sie etwa den Arbeitsweg antreten oder digital kommunizieren. Klimafreundliche Modelle benötigen kluge Stadtplanung und verantwortungsvolle Unternehmen. Zudem hängen sie von bewussten, individuellen Entscheidungen ab.

Auch interessant:

🤝 25 Euro geschenkt!

Eröffne jetzt dein kostenloses NIBC Tagesgeld und erhalte bis zu 2,75 Prozent Zinsen auf dein Geld! Und obendrauf gibt's sogar noch 25 Euro geschenkt!


Jetzt Zinsen sichern

Voraussetzungen gelten, Anzeige

STELLENANZEIGEN
Senior SAP Consultant FI/CO (f/m/div.)
Bosch Gruppe in Wetzlar
Intern (m/f/d) in Digital Marketing
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Vertriebsingenieur (Ingenieur Maschinenbau / ...
a2tec GmbH in Hamburg
Digital Marketing Manager (m/w/d)
Schwer Fittings GmbH in Denkingen
Personalberater (m/w/d)
Ratbacher GmbH - Karriere bei Rat... in Stuttgart, M...
Organizational Integration Manager (m/f/d)
Clarios Germany GmbH & Co. KG in
Vehicle Testing Lead (m/f/d)
Clarios Germany GmbH & Co. KG in
Sales Manager (m/w/d) Online Marketing
Sellwerk GmbH & Co. KG in Düsseldorf, Meerbusch, Kaa...
Teile diesen Artikel
Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.
Keine Kommentare