Solarparks Regen KI Wüste

Mit KI und Solarparks: Emirate wollen in der Wüste mehr Regen erzeugen

Felix Baumann
Symbolbild: DepositPhotos

Die Vereinigten Arabischen Emirate setzen auf ungewöhnliche Methoden, um in der Wüste mehr Regen zu erzeugen. Darunter Solarparks, Nanomaterialien und Künstliche Intelligenz. Im sechsten Förderzyklus des staatlichen Forschungsprogramms UAEREP erhalten drei internationale Teams jeweils bis zu 1,5 Millionen US-Dollar. Besonders spannend: Ein deutscher Wissenschaftler untersucht, ob großflächige Solarpanels Wärmeblasen erzeugen können, die Niederschläge auslösen.  

Das Forschungsprogramm zur Regensteigerung (UAEREP) hat die Gewinner seines sechsten Förderzyklus vorgestellt. Bei einer Pressekonferenz im Nationalen Zentrum für Meteorologie (NCM) in Abu Dhabi präsentierten die Verantwortlichen die Projekte. Jeder Empfänger erhalte drei Jahre lang bis zu 1,5 Millionen US-Dollar. Die jährliche Maximalsumme belaufe sich dabei auf 550.000 US-Dollar.

Projekt RAINLAND: Wie Solarparks Regen auslösen sollen

Ein prämiertes Projekt namens RAINLAND stammt vom deutschen Forscher Oliver Branch. Er untersucht, wie der Ausbau von Solarparks zu mehr Regen führen kann. Dadurch, dass in der Wüste das auftretende Licht durch den Sand stark zurück reflektiert wird, könnte der Aufbau von Solarpanels dazu führen, dass mehr Energie am Boden verbleibt.

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Das führt zu Wärmeblasen, die zu einer Kondensation von Luftfeuchtigkeit und daraus resultierend zu Niederschlägen führen. Eine Studie aus dem Jahr 2024 zeigt das Potenzial, dass in solchen Regionen bis zu zehn Prozent mehr Regen fallen könnte.

Wolkenimpfung 2.0: Was KI und Nanomaterialien leisten sollen

Daneben fördern die Emirate fortschrittliche Methoden der Wolkenimpfung. Der US-Forscher Dixon Michael verbessere bisherige Ansätze durch Radar und künstliche Intelligenz. Seine Forschung ziele darauf ab, mikrophysikalische Prozesse zu messen und Unsicherheiten dabei einzubeziehen. Gleichzeitig wolle das NCM lokale Kapazitäten für den Erhalt dieser Systeme aufbauen.

Linda Zou aus Australien arbeitet laut der Meldung an Nanokomposit-Materialien für die Eiskeimbildung. Durch Analysen mit Künstlicher Intelligenz und eine mobile Wolkenkammer wolle das Team deren Leistung optimieren. Diese Kammer komme später für Schulungen am NCM zum Einsatz. Zuvor wählte das Programm aus 140 Einreichungen zunächst 16 innovative Vorentwürfe zur Qualifikation für diese Förderung aus.

Emirate wollen zum Zentrum der Regenforschung werden

Die Initiative etabliert die Emirate als globalen Knotenpunkt für meteorologische Forschung. Das NCM stelle dafür eine moderne Infrastruktur und notwendige Expertise bereit.  Die prämierten Ansätze demonstrieren laut den Verantwortlichen höchste Standards der wissenschaftlichen Innovation.

Forscher könnten fortan auf das angesammelte Wissen und das breite Netzwerk zurückgreifen. Dadurch ließen sich die Projektziele der Beteiligten deutlich effizienter erreichen. Alya Al Mazrouei, Direktorin des UAEREP, dazu:

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Die Preisträger werden vom angesammelten Wissen, den technischen Ressourcen und dem umfangreichen Netzwerk an globalen Kooperationen des UAEREP profitieren, um ihre Projektziele zu erreichen. Dies wird es ihnen ermöglichen, praktische, wissenschaftlich fundierte Lösungen zu entwickeln, die greifbare Ergebnisse liefern und zu den weltweiten Bemühungen um Wassersicherheit und Klimaresilienz beitragen.

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.
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