Claude Artefakte Einsteiger Anfänger Tools

Claude Artefakte Anleitung: So baust du eigene Apps ohne Code

Tobias Gillen

In unserem neuen Video zeigen wir dir, wie du mit Claude Artefakten eigene Apps und Tools bauen kannst – ganz ohne eine einzige Zeile Code. Dafür erstellen wir einen Budgetrechner, ein Aufgaben-Board und einen KI-gestützten Vokabeltrainer. Abonniere jetzt den YouTube-Kanal von BASIC thinking, um kein weiteres Video zu verpassen.

Was sind Claude Artefakte?

Claude Artefakte sind interaktive Apps und Tools, die unabhängig vom eigentlichen Chat funktionieren. Du findest sie gesammelt in der Seitenleiste und kannst sie genau an deine persönlichen Bedürfnisse anpassen – sowohl für private Zwecke als auch für die Arbeit.

Das Besondere daran: Du musst die Anwendungen nicht selbst programmieren. Stattdessen beschreibst du Claude möglichst genau, was dein Tool können soll. Auf dieser Grundlage erstellt Claude ein Artefakt, das du anschließend testen und über den zugehörigen Chat weiterentwickeln kannst.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Apple AirPods gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Beispiel 1: Budgetrechner mit Claude Artefakten erstellen

Als erstes Beispiel eignet sich ein einfacher Budgetrechner. Dafür kannst du dein monatliches Nettoeinkommen und verschiedene Ausgaben eintragen, etwa für Miete, Versicherungen oder Lebensmittel. Das Artefakt berechnet anschließend die Gesamtausgaben und zeigt dir, wie viel Geld übrig bleibt.

Zusätzlich kann der Rechner eigene Kategorien unterstützen und die Ausgaben visuell aufteilen. Eine Warnung weist darauf hin, wenn die Ausgaben das Einkommen übersteigen. Ein möglicher Start-Prompt lautet:

Baue mir einen interaktiven Budgetrechner als Artefakt. Er soll folgendes können: Eingabefelder für monatliches Nettoeinkommen und Ausgaben, die Möglichkeit, eigene Kategorien hinzuzufügen oder zu entfernen, die automatische Berechnung von Gesamtausgaben und verbleibendem Betrag, eine visuelle Aufteilung der Ausgaben, die live aktualisiert wird, eine klare Warnung, wenn die Ausgaben das Einkommen übersteigen und ein aufgeräumtes, modernes Design.

Das Ergebnis kannst du danach über die Chat-Funktion anpassen. So lassen sich beispielsweise zwei getrennte Einkommensfelder für einen gemeinsamen Haushalt ergänzen. Auch eine Unterscheidung zwischen gemeinsamen Ausgaben wie der Miete und persönlichen Ausgaben wie Hobbys ist möglich.

Je genauer du deine Wünsche beschreibst, desto eher entspricht die erste Version deinen Vorstellungen. Wenn dir das Formulieren von Prompts schwerfällt, kannst du Claude auch zunächst bitten, aus deinen eigenen Erklärungen einen passenden Änderungs-Prompt zu erstellen. Dafür kannst du ganz einfach die Diktierfunktion nutzen.

Beispiel 2: Ein Aufgaben-Board (Trello-Alternative) bauen

Das zweite Beispiel ist ein Aufgaben-Board für die Arbeit. Es ähnelt einem klassischen Kanban-Board oder Trello und besteht zunächst aus den drei Spalten „Offen“, „In Arbeit“ und „Erledigt“. Aufgabenkarten lassen sich per Maus zwischen den Spalten verschieben.

Bei komplexeren Artefakten lohnt es sich, nicht sofort mit dem Bau zu beginnen. Ein Artefakt zu erstellen, verbraucht mehr Credits als eine normale Antwort im Chat. Deshalb sollte Claude zuerst Fragen stellen und einen Funktionsumfang vorschlagen.

Ein geeigneter Prompt dafür lautet:

Ich möchte ein Aufgaben-Board als Artefakt bauen. Es soll eine Art Trello werden, mit drei Spalten ‚Offen‘, ‚In Arbeit‘ und ‚Erledigt‘. Stell mir vorher alle Fragen, die du brauchst, und schlag mir eine Liste mit Funktionen vor. Bau noch nichts.

Nach den Rückfragen kannst du Claude das Startsignal geben. Wenn du zusätzlich echte Beispielaufgaben vorgibst, lässt sich schneller erkennen, ob das Board zu deinem Arbeitsalltag passt. So vermeidest du Tests mit leeren Platzhaltern und reduzierst unnötige Korrekturschleifen.

Das fertige Projekt-Board lässt sich anschließend weiter an den eigenen Job anpassen. Karten können verschoben und bearbeitet werden. Zusätzlich sind To-do-Listen pro Karte, einzelne Projekte und weitere Zwischenstufen möglich.

Tipp: Speicher und gemeinsame Nutzung bei Artefakten

Aufgaben müssen nicht verschwinden, sobald du ein Artefakt schließt. Claude Artefakte können Daten speichern, sodass die Einträge auch bei der nächsten Nutzung noch vorhanden sind. Diese Anforderung solltest du bereits im ersten Prompt festhalten.

Dabei ist wichtig, zwischen persönlichem und geteiltem Speicher zu unterscheiden. Beim persönlichen Speicher sieht jeder nur die eigenen Daten. Beim geteilten Speicher greifen alle Beteiligten auf denselben Datenbestand zu. Für private To-do-Listen eignet sich daher persönlicher Speicher, während ein Team-Board den geteilten Speicher nutzen kann.

Bei geteilten Artefakten solltest du außerdem vorsichtig mit sensiblen Informationen sein. Bevor du private oder vertrauliche Daten einträgst, solltest du prüfen, welche Art von Speicher verwendet wird und wer auf die Inhalte zugreifen kann.

Beispiel 3: Ein KI-Vokabeltrainer, der sich anpasst

Im dritten Beispiel wird das Artefakt deutlich dynamischer. Der Vokabeltrainer erstellt auf Basis eines Themas und einer ausgewählten Sprache passende Lerninhalte. Gibst du beispielsweise Urlaub in Spanien ein, kann die App daraus zehn Vokabeln generieren und dich anschließend abfragen.

Die Abfrage erfolgt im Zufallsmodus. Richtige Antworten wandern auf den „Richtig“-Stapel, während falsche Antworten im offenen Stapel bleiben und später erneut abgefragt werden. Bei Fehlern erklärt der Vokabeltrainer kurz, warum die Antwort nicht korrekt war.

Der Prompt für dieses Artefakt kann so aussehen:

Bau mir einen Vokabeltrainer. Ich gebe ein Thema und eine Sprache ein und die App erstellt mit KI 10 passende Vokabeln und fragt mich im Zufallsmodus ab. Bei falschen Antworten erklärt sie mir kurz, warum ich falsch geantwortet habe. Richtige Antworten sortierst du auf den ‚Richtig‘-Stapel. Falsche Antworten kommen zurück in den noch offenen Stapel und werden zufällig wieder abgefragt. Wenn alle 10 Vokabeln korrekt gelernt sind, gib mir die Option, den Stapel zu wiederholen oder neue Vokabeln zu generieren. Führe eine Statistik über meinen Fortschritt. Speichere meinen Zwischenstand und die Ergebnisse für die nächste Nutzung.

Nach den ersten Tests kannst du den Vokabeltrainer weiterentwickeln. Denkbar sind zum Beispiel Einstellungen für das Sprachniveau, damit sich die Aufgaben an Anfänger mit keinen oder wenigen Vorkenntnissen ebenso anpassen lassen wie an fortgeschrittene Lernende.

Claude Artefakte teilen und weiterentwickeln

Artefakte sind zunächst nur für dich sichtbar. Über die Teilen-Funktion kannst du jedoch einen Link erstellen und die Anwendung an Freunde, Familienmitglieder oder Kollegen schicken. So wird aus einem persönlichen Tool bei Bedarf eine gemeinsam nutzbare Anwendung.

Auch der Vokabeltrainer muss nicht auf Sprachen beschränkt bleiben. Das Grundprinzip lässt sich auf viele Themen übertragen. Statt Vokabeln kann ein Artefakt beispielsweise Fragen zu KI, Fachwissen oder anderen Lerninhalten erstellen und die Ergebnisse speichern.

Die drei Beispiele zeigen, wie unterschiedlich Claude Artefakte eingesetzt werden können: als praktischer Rechner für den Alltag, als digitales Aufgaben-Board für die Arbeit oder als interaktiver Lerntrainer. Entscheidend ist, die gewünschte Funktion möglichst konkret zu beschreiben und komplexere Projekte vor dem eigentlichen Bau zu planen.

Unser Zins-Tipp

Eröffne jetzt dein kostenloses Myntro Festgeld und erhalte 3,3 Prozent Zinsen auf dein Geld – und das garantiert für 12 Monate!


Jetzt Zinsen sichern

Anzeige

Abonniere jetzt den YouTube-Kanal von BASIC thinking, um kein weiteres Video zu verpassen.

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

STELLENANZEIGEN
Sales Manager B2B für Stellenanzeigen und Soc...
Recruiting Excellence GmbH in Düsseldorf
Client Success Manager – Digital Campaigns (m...
media group westfalen GmbH & Co. KG in Dortmund
Servicetechniker Sicherheitstechnik (m/w/d)
BAUER Elektroanlagen Süd GmbH in Traunreut
Content Creator Digital First -Video, Social ...
Studio 100 International GmbH in München
(Senior) Risk Manager – IT & Data R...
Lloyds Bank – Bank of Scotland in Berlin
Paid Search Manager München (m/w/d)
netzeffekt GmbH in München, Mobile Office
Werkstudent (m/w/d) YouTube, Wedium & Com...
Landesanstalt für Medien NRW in Düsseldorf
Social-Media-Redakteur (m/w/d) mit Tiktok- un...
WWF Deutschland in Berlin
Teile diesen Artikel
Folgen
Tobias Gillen ist Geschäftsführer der BASIC thinking GmbH und damit verantwortlich für BASIC thinking und BASIC thinking International. Seit 2017 leitet er zudem die Medienmarke FINANZENTDECKER.de.
Keine Kommentare