Body Count: Spiel mir das Lied vom Tod
Der übermäßige Konsum von Zigaretten, Drogen und Alkohol kann tödlich enden. Das sagt jedenfalls unsere Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. Die britische Regierung geht jetzt sogar noch einen Schritt weiter. Sie warnt in einer aktuellen Aufklärungskampagne vor übermäßigem Konsum von Videospielen. Denn auch sie können ein tödliches Ende haben.
Dass der Gaming-Szene diese Aussage überhaupt nicht gefällt, dürfte nicht verwunderlich sein. Hinzu kommt, dass auch das Kampagnenmotiv auf der Insel für Entrüstung sorgt. Ein kleiner Junge im Alter von fünf oder sechs Jahren sitzt mit einem Game-Controller gelangweilt auf der weißen Wohnzimmer-Coach. Daneben der Slogan “Risk an early death, just do nothing”. Er wird also bald sterben, wenn er den Controller nicht zur Seite legt und mit dem Zocken aufhört. Könnte man jedenfalls so verstehen.
Auch ich habe es schon immer vermutet, wollte es aber bis heute nicht wahrhaben. Nun habe ich die traurige Gewissheit, ganz offiziell, schonungslos und nicht durch die rosarote Brille. Ich werde sterben. Hoffentlich nicht heute, aber vielleicht schon bald. Kann ich meinen Tod verhindern, wenn ich meiner geliebten Wii-Konsole mit all den Spielen den Rücken zukehre und sie einem Freund Feind schenke? Und soll ich stattdessen lieber zum x-ten Mal die Wiederholung der kompletten Dr. House-Staffel anschauen? Ich bin gespannt auf die nächste Hiobsbotschaft, die besagt, dass auch übermäßiger TV-Konsum tödlich enden kann.
Mittlerweile haben sich auch die Macher der Aufklärungskampagne zu Wort gemeldet. Das Ziel der Aktion sei es, die Bevölkerung über die Entstehung von Krankheiten aufzuklären und vor Risiken zu warnen. Und Bewegungsmangel sei eben ein Risiko mit schwerwiegenden Folgen für die Gesundheit.
Via: Gamesdienst
(Michael Friedrichs)
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Mir würde auch eine Aktion gefallen die da lautet: “Zu viel Twittern verursacht Pickel!” ;)
Wie man’s macht, macht man’s verkehrt ^^
René / http://twitter.com/rrrene
Der Prozentsatz der Verstorbenen die am Computer/an der Konsole gezockt haben dürfte dem gegenüber verschwindend gering sein. Vielleicht sollte man dahingehend einmal aufklären?!?
Vermutlich ist sogar die Anzahl der von besoffenen Fahrern über den Haufen gefahrenen Leute höher. Die Anzahl der Leute die aber ernsthaft glauben “nach 2 Maß Bier” noch Autofahren zu können steigt aber weiterhin – wo bleiben hier die wirksam schockierenden Aufklärungskampanien? Immerhin überlebt bei Alkohol induzierten Unfällen nicht selten als einziger die Alkoholleiche, beim Zocken sterben wenigstens außer mir vielleicht nur meine pixeligen Feinde…
In Anbetracht des am 22. März stattfinden Welt Tag des Wassers ist dazu nur noch zu sagen: “Man kann die Erkenntnisse der Medizin auf eine knappe Formel bringen: Wasser, mäßig genossen, ist unschädlich.”
Mark Twain ~ Amerikanischer Schriftsteller (1835 bis 1910)
@Jan: Habe ich früher schon mal öfters verwendet, aber so toll ist die Performance da auch nicht. Du fragst sicherlich wegen des Links, oder? Das ist meine Dr. House-Seite im Netz mit einem Haufen Infos zur Serie.
[...] läuft in England auch eine Kampagne gegen die Spielesucht in der es provokativ heißt “zu viele Videospiele töten Dich“. Im glaube fast das sich auch in diesem aktuellem Fall herausstellen wird das der Täter ein [...]
Ist ja typtisch das es wieder auf die Games abzieht. Man bewegt sich beim TV und Buchkonsum sicherlich sehr viel mehr. Ich sehe schon die Mutter die ihren Jungen rausjagt, weil er sonst an Videospielen stirbt um sich dann un ruhe irgend einen Kitschroman hingibt. Ansonsten ist es ja keine neue Erkenntniss das Bewegungsmangel nicht besonders gut ist. Gestern hab ich mir auf BET mal das Publikum genauer angeschaut was da im Stuido rumsaß und es sah irgendwie eher nach einem Treff für übergewichtige aus. Wenn die Normalgewechitgen kaum zu sehen sind, ist schon irgendwas falsch. Zum Glück ist es in Deutschland noch nicht so schlimm wie in den Staaten.