Airnergy wandelt WLAN-Signale in Strom um

André Vatter

airnergy

Ab-ge-fah-ren! Also, ich glaube es ja erst, wenn ich es mit eigenen Augen sehe – auf der anderen Seite müsste ein OhGizmo-Blogger, der live bei der CES vor Ort war, eine ausreichend vertrauenswürdige Quelle sein. Es geht um den Airnergy Charger des Herstellers RCA. Es handelt sich dabei um eine kleine, unscheinbare Kunststoffkiste, in der schier Unglaubliches steckt. Es gibt bereits zig Lösungen für Solarzellen-betriebenes Akku-Aufladen, aber WLAN-Kollektoren, die Drahtlossignale automatisch in Energie umwandeln – das ist mir neu. Im vergangenen Sommer wurde diese Technologie jedenfalls beinahe noch als Zukunftsträumerei bezeichnet, „frühestens in drei bis vier Jahren“ sei man soweit. Doch Airnergy ist jetzt schon da, beziehungsweise soll im Sommer auf den Markt kommen.

Der portable Auflader sammelt sämtliche WLAN-Signale ein – verschlüsselt oder unverschlüsselt – und macht aus ihnen nutzbaren Strom. Der Akku in seinem Inneren wird auf diese Weise immer wieder automatisch neu aufgeladen, sobald das Gerät in die Nähe von Hotspots kommt. Laut OhGizmo wurde auf der CES demonstriert, wie der Airnergy Charger die Akku-Energie eines BlackBerry in nur 90 Minuten von 30 Prozent auf 100 Prozent aufpumpte. Man stelle sich vor, wie klasse das dann eigentlich zu Hause funktionieren müsse. Das Handy auf den Küchentisch gelegt (der Router läuft eh die ganze Nacht) und am Morgen ist das Ding aufgeladen – wesentlich bequemer als die bisherigen Drahtlos-Lösungen.

Was kostet der Spaß? Noch einmal ein Knaller: aller Voraussicht nach 40 Dollar, also nicht einmal 30 Euro.

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Update:

Heise hat sich das Ding noch einmal genauer angesehen. Fazit: „Unterm Strich reicht die mit Airnergy auffangbare Energie vielleicht, um einen genügsamen Taschenrechner zu betreiben.“ Schade eigentlich. Aber warten wir mal ab, vielleicht können wir es bald selbst einmal testen.

(André Vatter)

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André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.