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Wenig Besucher: Ein Touriblog

PR-Blog-World fragt „Wo sind meine Besucher“ und bezieht sich auf das Touriblog St. Anton am Arlberg.

Wieviele Besucher hat das Blog?
Siehe Sitemeter >>, sind also ungefähr 15 Besucher und 25 Seitenaufrufe.

Was sagt Google?
Unter dem Suchbegriff St. Anton finde ich das Blog nicht unter den ersten 3 Trefferseiten.
Incoming Links scheint das Blog lediglich 3 zu haben.

Und Technorati?
Ich sehe lediglich 3 Links.

Optik & Erstorientierung?
Als Erstbesucher sieht man das typische Linkslut-Szenario: Links wohin das Auge blickt. Doch die entscheidenden Fokussierungen finden nicht statt. Es fehlt eine Angabe, was und wen das Blog ansprechen soll (zumal es ja sogar ein offizielles Blog von St. Anton sein soll).
Wer ist der Schreiber? Ist er kompetent? Ist es ein Touri? Ist es ein Hotelier? Wer schreibt ist wichtig! Über was wird geschrieben? Was finde ich auf der Webseite? Worum geht es im Einzelnen? Worauf soll ich besonders achten? Ich kann mitkommentieren? Wo steht das? Kann ich etwa mitschreiben? Leider nicht, oder etwa doch?

Im Großen und Ganzen läßt mich diese Webseite als Besucher völlig alleine. Meines Erachtens reicht es bei Weitem nicht aus, einfach nur das typische Bloglayout und die Blogfunktionen auf einer Touri-Blog Seite abzubilden. Einfach nichts zu erklären, ist mE auf so einer Seite eines der größten Schwachpunkte. Stattdessen verteilen sich die Info kunterbunt über die Seite in vielen Links. Wozu brauche ich aber zB ein zeitliches Archiv? Mich interessieren die Topics! Die Kategorien!!! Die finden sich halb unsichtbar auf der linken Seite mittig: Aktuelles, Jobs, Nightlife, Sport und Abenteuer, Veranstaltungen, Wetter. Nicht schlecht schon mal die Auswahl. Aber viel prominenter platzieren! Weg mit dem Monatsarchiv ins Nirvana oder irgend wohin, wo es nicht stört. Rechts unten zB. Und bei den Kategorien? Was braucht ein Touri? Wie man bucht? Wo man übernachtet? Was man alles erleben und nutzen kann? Gebildetere interessieren sich auch vielleicht über Geschichtliches. Zeig Gesichter, Menschen, die die Region ausgemacht haben. Und wo informiere ich mich, wenn ich Fragen habe? Rufnummer? Mail? Kontaktformular? Ich bin durchaus der Meinung, daß ein Blog ein Hybrid sein darf. Ein Hybrid aus Blog und Touri-Infoelementen as usual.

Was ist mit modernen Webservices/Medialeren Eindrücken?
Was will ich als Touri sehen? Bilder Bilder Bilder! Menschen sind haptisch-visuell in der überwiegenden Mehrheit. Bilder von allen möglichen Locations. Flickr? Eine Flickr-Group? Warum nicht? Wie wärs mit Songs = Podcasts? Habt Ihr keine oder will man das nicht hören? Wie wärs mit Videos? Habt Ihr keine? Karten? Google-Map? Google-Earth? Siehe weitere Möglichkeiten auf Companice, externe und beliebte Services in sein Blog/Webseite zu integrieren.

Zielgruppe?
Klar, es hängt davon ab, wen ich ansprechen möchte. Wenn es mehr der Blogger ist, ok, aber dafür ist das Blog null vernetzt in der Blogosphäre. Anscheinend mangels Akzeptanz bzw. vielmehr 99.999% aller Blogger werden diesen Blog nicht kennen. Doch ich denke, daß die Zielgruppe des Blogs der Kunde = Tourist sein soll. Geht ja klar hervor, wenn man sich den Betreiber anschaut (versteckt im Über-Link): Der Tourismusverband von St. Anton am Arlberg.

Suchmaschinen?
Wie oben kurz geschildert ist die Seite schlecht positioniert. Gefunden werden, aber wie? Wonach suchen denn Touris? Nur nach St. Anton? Sicherlich gibt es noch viele andere Keywords. Welche sind das? Spiegeln sich diese in den Artikeln wieder?

Artikelfrequenz und Typen?
Die Artikelfrequenz ist mE viel zu niedrig. Im Juli waren es lediglich 16 Artikel. Welche Subjects? Nightlife startet, Jobs in St. Anton, Montafon Arlberg Marathon, St. Anton Fans gesucht (warum steht das nicht prominenter plaziert?????), Montafon Arlberg Marathon, St. Anton Spot, Herrliches Wetter, Dorffest St. Anton 2005, Dorffest St. Anton 2005, Rafting und Canyoning Tour, Sportliches St. Anton, Dorffest St. Jakob 2005, Arlberger Jakobilauf / St. Jakober Dorffest, Neubau der Valfagehrbahn, MRC Arlberg veranstaltet 7. Bikerparty, Hoppls Kinderprogramm. Wie man merkt, handelt es sich hautpsächlich um eine Aneinanderreihung von Events. Etwas zuviel Monokulturen mE. Besteht das Zielgebiet St. Anton nur aus Events? Was suchen die Touris? Entspannung, Action, Kultur, Zweisamkeit, Spaß, Einsamkeit…? Touris wollen etwas. Eltern zB wollen ebenso etwas wie Jugendliche. Nur, das unterscheidet sich eben oftmals. Das kann man in Motivationsgruppen unterteilen. Und den Content daran anpassen. Die Artikel selbst sind gerade bei Events mE viel zu wenig medial. Nur Text. Und der ist kurz, aber fast schon pressetechnisch. Aber das ist Geschmack. Mir ist der Text noch irgendwie zu werblich, zu unpersönlich.

Inhaltliche Ausbaufähigkeit?
Mehr Autoren einbinden
Kommentarfunktion ist eklig (Registrierung!)
Mehr Pics, Videos, Podcasts
Mehr unterschiedliche Themen
Viel mehr Artikel
Gewinnspiele (?)
Mitschreibende Touris (Reduktion der Übernachtungskosten?)
Mehr Infos zu St. Anton im Sinne von „wo geht man tagsüber hin“, „wohin abends“, „wo kann man gut essen“, „was sind die teuersten Hotels“, „der älteste Einwohner“, more faces stories visuals von Menschen

Das so schnell runtergeschrieben, was mir aufgefallen ist. Auch hier nochmals die Empfehlung:
ProBlogger 31 Days = massig Tipps
Wie macht man ein Blog bekannt?

Resumee?
Es ist ein Missverständnis, daß man nebenbei mit einem Blog einfach so einen Treffer landet. Es kann sein, wenn das Thema wirklich passt, doch meistens ist es eben nicht so. Da hilft nur stetiges Werkeln, verbessern, rackern, analysieren des Traffics, Feedback der Leser, etc… hey, wir reden ja nicht von einem privaten Blog. Das Blog da oben betrachte ich als Businessblog. Und dafür wurde an den richtigen Stellen zu wenig getan bei dem obigen Beispiel. Ergebnis ist klar: Konstant niedriger Traffic. Aber es geht was. Viel mehr. Das Thema (Urlaub) und das Zielgebiet ist doch schon mal super per se.

Weitere Links zu dem Thema:
1. Moe, PlasticThinking: Weblog-Promotion (Verzeichnisdienste nutzen) und zentrale Aussage: blogs leben doch davon, dass sie wertend und subjektiv sind 😉 Ich denke ein bisschen davon sollte man auch in einem Bizz-Blog wiederfinden. Bingo… mE mit eines der wichtigsten Vorteile von Blogs, daß man sie als Mensch-Maschine-Mensch Kanal super nutzen kann
2. Medienpraxis.ch: Orientierung am Blogformat (für jeden Nagel einen Hammer? sehr interessante Frage, die angerissen wird, wann sich eigentlich ein Blog überhaupt eignet … neue Idee für einen weiteren Artikel, habe ich mir schon zig mal überlegt, wann es passt mit einem Blog)


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

6 Kommentare

  • Tja! Ein populäres und dankbares Thema sowie ein Blog allein sind keine Garantie für Erfolg. Eine Website – ob Blog oder nicht – steht und fällt mit dem Content. Er muss die Besucher anmachen, sonst lockt man Niemanden hinter dem Ofen hervor. Zudem muss der Schreiberling Biss haben und den Besuchern zeigen, dass es Spass macht. Ein Blog darf nicht zur einer zähen Pflichtveranstaltung werden. Der Shopblogger vereint alle diese positiven Eigenschaften.

    Ich möchte hier noch auf das Mensa-Blog der Uni Augsburg verweisen. Es wurde Anfang 2004 innerhalb eines Uni-Seminars gestartet, ließ sich gut an: „Was wird wie von wem zubereitet!“ Eigentlich toller Stoff, der Lust auf mehr macht. Nur die Besucher fehlten. Die Schreiberin beendete dann ihr Seminar, und nun dümpelt das Mensa-Blog und liegt brach.

    Mein Fazit:
    Ein Blog als Mittel zum Zweck (hier Seminar, beim Tourist-Blog ’ne Diss) bringt es nicht. Der Schreiber muss am Ball bleiben, zäh sein, sonst wird das Blog zäh und verliert schnell an Reiz für Schreiber und Leser.

    In deinem Posting steht Alles drin, was man braucht. Klasse Posting, Robert. Du solltest Beraterhonrar nehmen. 😉

  • …oje das war jetzt wirklich ein bisschen viel auf einmal. Aber wirklich unvergleichliche Tipps für die ich dir wirklich danken möchte. Ja es stimmt, vieles von dem du gesagt hast, aber ich bin noch in der Anfangsphase, ich weiß dass ich manchmal unpersönlich schreibe, aber immer wertfrei und objektive zu schreiben ist gar nicht so einfach… glaube mir. Zu den guten Restaurants… ja ich kenne viele gute Restaurants in St. Anton… doch erwähne eines und das Andere nicht! Kannst dir eh vorstellen, in welch einer Misere das dann landet! Aber ich werde auf jeden Fall vieler deiner Tipps befolgen und gleich versuchen umzusetzten… Auf jeden Fall vielen Dank für deine Hilfe!

  • >aber immer wertfrei und objektive zu schreiben ist gar nicht so einfach

    Ja aber blogs leben doch davon, dass sie wertend und subjektiv sind 😉
    Ich denke ein bisschen davon sollte man auch in einem Bizz-Blog wiederfinden.

  • Das versuch ich auch ständig in den Artikeln, aber wie es scheint gelingt mir das nicht wirklich… aber ich werde wohl so schnell nicht aufgeben und meinen Stil (nach eurem guten Rat) versuchen zu verbessern 🙂

  • tu mal so, als gebe es keine politisch-wirtschaftlichen Interessen zu wahren. Vergiss mal den Touriverband, die Hotels, Restaurants etc.. wem auch immer du gegenüber Dein Projekt vorgestellt hast. Stelle Deine Person in den Vordergrund. Ich rede gerne mit Dir und nicht mit einem unpersönlichen Text oder Speaker: Wir führen eben ein Gespräch, von Mensch zu Mensch.

    Und Du kannst nicht Restaurants empfehlen? Weil andere nicht genannt werden? Dann stell den Chefe vor, stell deren Hausspezialitäten vor. Mach Fotos wenns geht (ohne daß die rummaulen, wie mies die Fotos uU sind?). Umgeh das Empfehlungsproblem, nenn es nicht so. Zähl auf und zeig, was die zu bieten haben/wollen.

  • Öhm … apropos Empfehlung zum Blog und deren Gestaltung … manche Sachen kann man sich auch schenken. ;o) z.B. die Kalenderleiste am unteren Seitenrand, bei der Link- und Textfarbe kaum zu unterscheiden sind und dann will man das da unten nicht wirklich mehr wissen, oder?