Sonstiges

Deutsche Blogparade 7

Das sind laut Technorati momentan die meistverlinkten Blogs im deutschsprachigen Raum September 2005 (s.u.): Sortiert nach verweisenden Quellen=“€?Sites“€? (verschiedene Blogs) „€¦ habe diejenigen gelistet, die mehr als 200 verweisende Domains aufweisen.

Zugleich habe ich versucht zuzuordnen, wie die beruflichen Verhältnisse des Bloggers/Bloggerin aussehen (angestellt, also eher privat oder unternehmerische Verhältnissen). Es bleibt alles beim Alten: Die meisten haben kommerzielle Hintergründe, sprich die Top-Blogbetreiber sind nahezu allesamt selbstständig. Damit kann ich nur die Worte von Jörg (Kommentarlink No. 9) zur letzten Blogparade No.6 wiederholen:

Bei den Nummern 20-40 sind es noch weniger reine „€œHobbyblog“€?. Ich hatte schon vor ein paar Jahren in meinem damaligen blog mir Gedanken um „€œProfis“€? und „€œAmateure“€? gamacht. Damals schon zeichnete sich ein grosser Teil der „€œfrühen“€? blogger“€? durch unternehmerische/freiberufliche Tätigkeit oder Jobs rund ums Internet „€œtexten, designen, programmieren,“€¦“€? aus. Zwar bloggen jetzt mehr normale Privatleute, aber um gehört zu werden, muss man eine Menge Zeit investieren. Fürs blog und fürs network rundherum. Die Unterschiede haben sich durch die Professionalisierung des „€œblogbusiness“€? noch manifestiert und werden sich weiter manifestieren. Von der publizistische Revolution „€œJeder kann seine Meinung veröffentlichen“€?, die gerne beschworen wird, bleibt in der Praxis wenig, da Verlinkungen, möglichst häufige postings, Suchmaschinenoptimeirung, usw. zählen. Die Zukunft gehört meiner Meinung Communities wie myblog oder livejournal, wo den bloggern Unterstützung beim netzwerken gegeben wird. Dass man nur in dieser Community gelesen wird, kann man verschmerzen, da die Alternative wäre, nicht gesehen zu werden. Was trotzdem bleibt, ist das Zeitproblem. Der Juniormanager bei BMW mit 12 Stundentag und Familie wird wohl nie ein blogger werden.

Update: Anläßlich des Kommentars von Martin Röll (Kommentar No. 3) möchte ich gerne auf einen englischsprachigen Beitrag namens „Power Laws, Weblogs, and Inequality“ verweisen. Dort findet man exakt das widergespiegelt, was man auch in der Entwicklung der deutschen Blogosphären beobachten kann: Das Herauskristallisieren ganz weniger Blogs, die einen überproportional hohen Linkanteil aufweisen (momentan Bildblog und Spreeblick).

Zu den Zahlen (in Klammern die Incoming Links aus den vorigen Blogparaden, s.u.):
Wenn welche fehlen… kann sein… einfach kommentieren. Also, endlich auf zur Liste:

  1. http://www.bildblog.de/
    1.916 sites
    (1,204)
    Background: Journalistisch tätige Profischreiber
  2. http://spreeblick.com/
    829 sites
    (459)
    Background: Commercial Blogger, Spreeblick Verlag
  3. http://www.industrial-technology-and-witchcraft.de/
    678 sites
    (613 – 390 – 357 – 339 – 309 – 243)
    Background: Inhaber von Textlab, Media-Agentur + Betreiber von MacEssentials (einem Commercial Blog: Apple-Evangelisten+Shop)
  4. http://schockwellenreiter.de/
    645 sites
    (521 – 263 – 142 – 77)
    Background: Angestellter, IT Leiter
  5. http://weblog.plasticthinking.org/
    613 sites
    (570 – 427 – 338 – 316 – 280 – 241)
    Background: Student
  6. http://www.bloghaus.net
    608 sites
    (274 – 274)
    Background: Thomas Gigold, Aufbau eines kommerziell ambitionierten Blognetzwerks
  7. http://don.antville.org/
    458 sites
    (272 – 272 – 168 – 137 – 156 – 137)
    Background: Freier Journalist, dient der Old Media
  8. http://lumma.de/
    454 sites
    (383 – 225 – 153 – 110 – 105 – 96)
    Background: angestellt, verantwortlich für Blogg.de, PKW.de, etc…
  9. http://www.argh.de/
    438 sites
    (386 – 249 – 172 – 153 – 148 -146)
    Background: Unbekannt
  10. http://www.medienrauschen.de
    433 sites
    (358 – 72)
    Background: Herausgeber Thomas Gigold, der den Aufbau eines Blognetworks Space42 plant und vorantreibt
  11. http://www.roell.net/weblog
    420 sites
    (410 – 291 – 246 – 194 – 186 – 167)
    Background: Freiberufler, E-Commerce Berater für Blogs, Knowledge Management…
  12. http://lawblog.de/
    418 sites
    (298 – 148 – 115 – 125 – 117 – 110)
    Background: Rechtsanwalt mit eigener Kanzlei
  13. www.ankegroener.de
    397 sites
    (343 – 186 – 134 – 130 – 127)
    Background: angestellt, Werbetexterin
  14. http://couchblog.de/webpropaganda
    395 sites
    (415 – 179 – 123 – 125 – 96 – 88)
    Background: ehemals Webworker bei Blogg.de, PKW.de (Orangemedia) nun bei ZEIT
  15. http://wirres.net/
    385 sites
    (295 – 59 – 46)
    Background: Webworkender Freelancer
  16. http://vowe.net/
    350 sites
    (326 – 236 – 189 – 150 – 177 – 145)
    Background: IT Unternehmer und Freier Journalist (u.a. für Heise etc…)
  17. http://www.shopblogger.de/blog
    342 sites
    Background: Inhaber eines SPAR Marktes
  18. http://www.m-e-x.de/blog
    320 sites
    (312 – 130 – 118 – 118 – 93 – 69)
    Background: Selbstständige, im Rahmen ihrer Juniorenmitgliedschaft für MEX schreibend, Blog außer Betrieb gestellt
  19. http://www.cult7.de/
    295 sites
    (314)
    Background: Thomas Gigold, Space42-Blognetwork Betreiber
  20. http://uckan.info/
    285 sites
    (256 – 164 – 131 – 119 – 113 – 106)
    Background: Webworkender Freelancer
  21. http://www.dienstraum.com
    258 sites
    (254 – 196 – 132 – 184 – 113)
    Background: Unbekannt
  22. http://www.lyssas-lounge.de/peepshow
    257 sites
    (158 – 161 – 79 – 71 – 62)
    Background: Autorin
  23. http://www.werbeblogger.de/
    255 sites
    (182)
    Background: Angestellter in Werbebranche
  24. http://rebellmarkt.blogger.de/
    250 sites
    (217 – 122)
    Background: Freier Journalist, dient der Old Media
  25. http://praegnanz.de/
    249 sites
    (186)
    Background: Student, Macher vom Loudblog, bekannter Podcaster
  26. http://www.hebig.com
    248 sites
    (223 – 188 – 181 – 128 – 117 – 107)
    Background: SixApart Angestellter
  27. http://www.das-netzbuch.de
    244 sites
    (216 – 154 – 118 – 102 – 84)
    Background: IT Angestellter
  28. http://www.sixtus.net/
    241 sites
    (213 – 82 – 50 – 47)
    Background: Freier Journalist
  29. http://www.mehrzweckbeutel.de/
    237 sites
    (216 – 163 – 132 – 125)
  30. http://www.blogbar.de/
    231 sites
    (201 – 100)
    Background: Schreibende Journalisten
  31. http://www.moving-target.de
    221 sites
    (221 – 155 – 95 – 99 – 96)
  32. http://randgaenge.net/
    217 sites
    (208 – 170 – 212 – 146 – 182)
  33. http://www.perun.net/
    211 sites
    (192)
    Backgroudn: Webworkender Freelancer
  34. http://alo.antville.org/
    198 sites
    (206 – 180 – 153 – 140 – 130 -118)

Blogparaden 1-6
Blogparade 6 vom 18.06.05
Blogparade 5 vom 16.11.04
Blogparade 4 vom 07.07.04,
Blogparade 3 vom 01.06.2004,
Blogparade 2 vom 18.04.04 und
Blogparade 1 vom 25.03.04

Jobs in der IT-Branche


Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

26 Kommentare

  • was der obige Autor (Jörg) ja genau sagt, so wie es zB auch in Deiner Quelle steht:

    Meanwhile, the long tail of weblogs with few readers will become conversational. In a world where most bloggers get below average traffic, audience size can’t be the only metric for success. LiveJournal had this figured out years ago, by assuming that people would be writing for their friends, rather than some impersonal audience. Publishing an essay and having 3 random people read it is a recipe for disappointment, but publishing an account of your Saturday night and having your 3 closest friends read it feels like a conversation, especially if they follow up with their own accounts. LiveJournal has an edge on most other blogging platforms because it can keep far better track of friend and group relationships, but the rise of general blog tools like Trackback may enable this conversational mode for most blogs.

    In between blogs-as-mainstream-media and blogs-as-dinner-conversation will be Blogging Classic, blogs published by one or a few people, for a moderately-sized audience, with whom the authors have a relatively engaged relationship. Because of the continuing growth of the weblog world, more blogs in the future will follow this pattern than today. However, these blogs will be in the minority for both traffic (dwarfed by the mainstream media blogs) and overall number of blogs (outnumbered by the conversational blogs.)

  • Und Jeder dieser „Ich blogge für mich und meine Freunde“ erlebt, dass sich wildfremde Stammleser einfinden. Nicht immer ist man über diese Stammleser und ihre Kommentare wirklich glücklich. Die Eigendynamik die ein Blog entwickeln kann ist erschreckend und faszinierend zugleich.

    Eine starke Vernetzung heißt allerdings nichts über die Leserschaft. Es heißt teilweise nur, dass man bei der Wahl der Blockroll starke Marken zeigt und so wie beim Markenturnschuh sich seiner vermeintlichen Peergroup anschließt oder aber dass man alles und jeden mit einem Trackback bedenkt, wordurch man selbst steuert, wie vernetzt man ist. Allerdings der Linkgeber das nun „vernetzte“ Blog nicht öfter liest als der flüchtige Google-Leser, der irritiert auf den Blogeintrag stößt.

  • @Silke, ich habe den letzten Satz nicht verstanden: Allerdings der Linkgeber das nun „€œvernetzte“€? Blog nicht öfter liest als der flüchtige Google-Leser, der irritiert auf den Blogeintrag stößt. Fehlt da nicht irgendwie was?

  • „Was trotzdem bleibt, ist das Zeitproblem. Der Juniormanager bei BMW mit 12 Stundentag und Familie wird wohl nie ein blogger werden.“

    Wenn dem so wäre, müsste der Shopblogger aber mal flink die Klappe halten. Oder ist man als Marktleiter von ZWEI Sparmärkten chronisch unterbeschäftigt?
    Ich habe seit etwas über einem Jahr mehr Zeit als mir lieb ist und nutze sie auch recht intensiv zum Bloggen. Trotzdem bleibt es bei einer eher dezenten Wahrnehmung in der Blogsphäre. Es gibt die Momente in denen man in einem der Populären Blogs verlinkt wird und dann auch seine 15 Minutes Fame hat, im Großen und Ganzen bleibt es aber bei der Nischenbloggerei.
    Ich sehe es allerdings nicht als Makel oder Nachteil an. So wie Silke oben schon sagte, die meisten Blogs finden ihre Stammleser. So oder so. Es ist wohl richtig das man klar im Vorteil ist so lange man einen Arbeitsplatz mit Internetanschluß hat. Der Bauarbeiter der nach 10 oder 12 Stunden Arbeitstag nach hause kommt hat ein kleineres Zeitfenster in dem man ihn wahrnehmen kann. Weniger Zeit für Networking bedeutet eben weniger Wahrnehmung.

    Was mich an der Blogsphäre derzeit stört ist die fixierung auf stark vernetzte Blogs. Denn so tritt der Inhalt in den Hintergrund, es zählt nicht mehr WAS geschrieben wurde, sondern nur noch WER es gelesen/verlinkt hat. Ist eine gute Geschichte die von wenigen gelesen wurde weniger gut weil sie weniger wahr genommen wurde? Ist ein Fortsetzungsbericht über die streitenden Nachbarn weniger interessant nur weil er nicht in den Old-School-Medien erwähnt wird?

    Was der Blogsphäre fehlt ist Wahrnemungtraining. So lange die meisten noch in den Bahnen von Links und Klicks denken, werden sie weiterhin frustriert durchs Web ziehen und den PC unbefriedigt ausschalten.
    Ein Wissenschaftler hatte das Prinzip mal anhand des TV-Zappens erklärt: Wenn man sich wild durchs Programm zappt wird man selten das finden was man sucht. Die „Suche“ bleibt ohne Ergebnis, eine Befriedigung kann sich nicht einstellen. Als Resultat des Zappens ist man anschließend noch unbefriedigter als wenn man das TV gleich ausgelassen hätte.
    Mit den Blogs verhält es sich ähnlich. So lange ich mich an Top-Links, Linklisten, Top-Klickzahlenblogs und Blogberühmtheiten halte, werde ich eher unbefriedigt das Netz verlassen da ich meinem Geschmack der Masse anpassen muss.
    Wenn man es schafft ausgetretene Pfade zu verlassen und sich nicht mehr von Klickzahlen beeindrucken zu lassen, stellt sich in der Regel auch die Freude und Befriedigung ein sobald man eine kleine(!) aber feine Perle unter den Blogs findet. Dann merkt man irgendwann das es unter den Bloggern auch Menschen gibt die beruflich nichts oder nur wenig mit Internet/Journalismus zu tun haben.

    Solche Top-Listen finde ich eher kontraproduktiv. Sie nutzen niemanden wirklich etwas. Ausser den Egomanen unter dne Bloggern vielleicht.

  • ich denke, daß diese Wahrnehmungsfokussierung historisch zu betrachten ist: Als die deutsche Blogosphäre noch ein Bloggersdorf war, kannte jeder jeden und man verlinkte sich untereinander. Im Zuge der Zunahme der Blogs fällt es zunehmend neuen Bloggern schwerer, wahrgenommen zu werden. Das liegt zum einem daran, daß viele der „alten Blogs“ mit hochgespült wurden: Wenn A auf B linkt, linkt auch C und D und … auf B. Das bestätigt auch die Blogparade, man merkt, daß immer weniger Blogs immer mehr zumindestens an Incoming Links überproportional erhalten. Siehe dazu auch den o.g. englischen Beitrag,der das recht gut erklärt. Zum anderen liegt das daran, daß es irgendwie kein gutes Sammelbecken neuer Blogbeiträge gibt. Google kannste nicht nehmen, Blogstats die Tags.. die Tags.. na ja, das nutzen zwar nicht so viele, aber man kommt da nicht mehr mit, denn es ist schon fast zu viel an neuen Postings pro Tag und pro Day. So bleiben die neuen Blogs weitestgehend unentdeckt. Was helfen täte, sind mE solche Tools wie Digg.com.

  • @Ralf, Kommentart Nr. 7: 100% Zustimmung. Sprichts mir aus der Seele 🙂

    „Solche Top-Listen finde ich eher kontraproduktiv. Sie nutzen niemanden wirklich etwas. Ausser den Egomanen unter den Bloggern vielleicht“

    /signed

  • @tboley, konkret nutzen tun diese Listen im medialen Sinne und werden daher gerne gepushed (Icerocket, PubSub, Technorati, Blogstats…): Sie erzeugen mehr Medienpräsenz, denn seit wann würde sich ein Journalist in die Untiefen der Blogosphäre stürzen? Mangels Zeit und Interesse werden eben irgendwelche Top10 Blogs vorgestellt, am besten mit medial-fotogenen Locations (wer kennt nit einen Supermarkt von innen). Schon mal mitbekommen, daß ein Blogger eine mediale Erwähnung nicht dankt? Es funktioniert immer: Medien sind magnetische Anziehungspunkte. Und sie werden dadurch für kommerzielle Verwertungen interessanter.

    Ich persönlich halte diese Liste eigentlich genau für das, was sie ist: Sie stellt über den Zeitverlauf dar, wie die Linkdichte immer stärker nach oben hin zunimmt (weiss das jeder im voraus? Ich nicht). Und was noch? Dass das Leseverhalten mit der Meinungsbekundung nicht übereinstimmt. Sprich: Kommerziellen Blogs wird häufig negativ gegenübergestanden, doch wenn es gut gemacht ist, interessiert es keinen, ob kommerziell oder nicht. Und kommerzielle Blogs gibt es in der o.g. Liste genügend. Es ist ein Märchen, daß Blogger Kommerz negativ gegenüberstehen. Auch wenn sie es sagen, es scheint schlichtweg unwahr zu sein.

  • Ich stehe weiterhin zu meiner von Robert zitierten Aussage.

    Man sollte mal bei den privaten blogs die „alten blogs“ herausnehmen. Wie A.Groener oder den SWR, die schon seit „Blogewigkeiten“ zu den meist Gelesenen gehören. Dann bleiben wirklich nur noch „Profi-Blogs“ übrig.

    Zu Nr. 31: Urgestein der blogger. Freiberuflich als Webdesignerin/Autorin.
    Nr. 5 würde ich nach der Abgabe der Dipl.-Arbeit eher zu den Netz-Workern zählen.

    Ein Wort noch zur Zeitsouveränität: Ein Selbstständiger hat eine andere als ein BMW-Manager, obwohl beide einen 12-Stunden-Tag haben. Ähnlich auch Angestellte in kreativen Berufen, die auch eine freiere Zeiteinteilung haben, als der Abteilungsleiter eines Konzerns. Ich denke, dass ist ein Knackpunkt.

  • zu der Zeitfrage: Es ist interessant zu beobachten, wie sich bei mir mein Anteil am Bloggen gegenüber Mailing verschiebt. Früher habe ich sehr viel kommuniziert über Mails. Heute mache ich bereits Einiges über das Blog. Und ich könnte mir vorstellen, daß das bei anderen ebenso zunimmt. Das kann zB das familiäre Tagebuch sein, dass langsam IM, IRC und Mailings teilweise ersetzt. Je mehr man bestimmte Nutzenaspekte eines Tools erkennt umso mehr nutzt man es. Und je selbstverständlicher so ein Tool wird umso größer werden mit der Zeit die Anteile. Heisst? Auch der Abteilungsleiter könnte theoretisch, wenn er denn das Blog intern entsprechend aufgestellt hat, mehr damit machen als über Telefon/Mailing/Meetings. Ob das aber in der Realität passieren wird, kann ich nur vermuten, aber sicher ist sich dabei keiner denke ich.

  • Ergänzungen zur Blogparade: Wozu Blogrankings wirklich gut sein könnten

    Ausgangsthema ist, ob man überhaupt etwas mit den zahlreichen Blogrankings (Technorati, Blogstats, PubSub, siehe auch meine Blogparaden-Aufstellung etc…) anfangen kann.

    Alp dazu:
    Das Problem bei dieser ganzen Schwanzlängenvergleichsgeschicht…

  • Und keine Sau verlinkt das einzig reale deutsche Blog, nämlich meins. Ich nehme mir das Recht heraus, das irgendwie unfair zu finden.

  • >Nr. 5 würde ich nach der Abgabe der Dipl.-Arbeit eher zu den Netz-Workern zählen.

    Ich weiss zwar nicht ob das hier so ne Rolle spielt, aber ich bin nach wie vor Student und habe im Winter meine Abschlussprüfungen. Mit dem Begriff „Netz-Worker“ kann ich nich so viel anfangen. Müsste man da nich irgendetwas tun, wo man Geld für kriegt? 🙂

  • Fehlendes Zeitmanagement beim BMW-Manager?? Hallo?
    Es dürfte wohl weniger daran liegen das ein BMW-Manager nicht die 5 oder 10 Minuten hat um einen Beitrag zu schreiben. Wie gesagt, Björn Harste dürfte ähnlich ausgelastet sein wie ein Top-Manager.
    Der Unterschied dürfte darin liegen, dass ein Top-Manager nun einmal nicht sein eigener Chef ist. Auch wenn er recht weit oben sitzt. Aber wie heisst es so schön? Ganz oben ist die Luft am dünnsten.
    Ich würde mir als Top-Manager auch dreimal überlegen ob ich ein Blog schreibe das ggf. meine Untergebenen (wasn schittwort) oder direkten Vorgesetzten lesen.
    Als Selbstständiger bin ich in ganz andere Strukturen eingebunden. Klar riskiere ich das ein Kunde da mitliest und evt. wegen dem Blog (oder gar wegen eines einzigen Eintrags) einen Auftrag zurück zieht. Aber genauso besteht die Chance neue Kunden durchs Bloggen zu gewinnen. Chance und Risiko gleichen sich aus. Beim Top-Manager übberwiegen die Nachteile.

    Ich finde solche Top-Listen (derzeit!) deswegen kontraproduktiv, weil sie Inhalte vollkommen vernachlässigen. Da steht Anke Gröner neben lautgeben.de. Filmkritik vs. Politikblog. One-Woman-Show against Groupblog. Buchstabengötter messen sich mit Journalisten. Designprofis treffen auf Farblegastheniker.
    Dise Liste ist einfach zu undifferenziert als das sie konkret etwas aussagen könnte. Sie vergleicht nicht Äpfel mit Birnen, sondern Melonen mit Weintrauben und Pfirsiche mit Bananen.
    Um aussagekräftige Listen zu erstellen, müsste man wenigstens in Kategorien unterteilen. Und evt. auch noch zwischen Gruppenblogs und One-WoMen-Shows.

    Ich stehe solchen Listen nicht generell negativ gegenüber. Sie können beim Sortieren und Orientieren helfen. Aber bitte nicht in der Form wie da oben, das ist eine reine Egoshow.
    Um wirklich brauchbare Listen zu erhalten, müsste die Technik weit ausgereifter sein, es müssten mehr Aspekte ausgewertet werden (Anzahl Kommentare, Trackbacks, Verlinkungen, Besucher, Anzahl der Autoren im Blog, der Beiträge usw) und vor allem müsste man zusehen das man verschiedene Aspekte verschieden gewichtet.
    Es sollte schon abgeklärt werden ob z.B. vergängliche Besucher (Klicks) wichtiger sind als dauerhafte Links.

  • @Ralf, nicht jeder Manager muss immer ein Topmanager sein. Von diesen gibt es eh immer nur 1-4, die was im Konzern zu sagen haben, der Rest ist Pyramidenschichtarbeiter. Bei der Anzahl der Manager (1/10 idR von Gesamtbelegschaft) bleiben also genug übrig 😉 Thema: Zeitmanagement. Zeitmanagement ist in meinen Augen nicht der richtige Ansatzpunkt. Meine These: Wenn ein Kommunikationstool sich als nützlich erweist, wird man mehr Zeit damit verbringen. Und das ist in der Realtität schon längst keine These: Einhergehend mit der IT/Technik hat sich das Nutzungsverhalten ändert. Früher nur Telefon, alles ohne PC, heute brutal viel Anteile am PC/Mailing für Kommunikation und weiter zunehmend, heute/morgen = IM/Collaboration-Systeme im Vormarsch (ersetzen bei Firmen wie zB Scheering und IBM vermehrt die Meetings =hohe Einsparpotenziale) , übermorgen = IM/Blogs?

    Wegen der Nützlichkeit dieser Listen gibt es mehrere Diskussionen dazu: Siehe Link

  • @Robert:
    Das mit den „Top“-Manager sollte man nicht ZU eng sehen. Es betrifft auch den Abteilungsleiter einer mittelgrossen deutschen Versicherung o.ä.
    Es wurde ja erwähnt das überproportional Selbstständige/Freiberufler bzw. Angestellte der IT-Branche bloggen würden.
    Wenn du jetzt das Blog als Kommunikationsmittel darstellst, haust du zwei Dinge durcheinander. Das öffentliche Blog (so wie in der Liste oben) und die Technik des Blogs im Intranet eines Unternehmens.
    Ich finde es schon sehr gewagt Bloggen im öffentlichen Raum mit Emailen oder Telefonieren in Verbindung zu bringen. Bloggen kann mit Sicherheit eine Ergänzung zu den bisher bestehenden Kommunikationswegen sein, sie aber definitiv nicht ersetzen.

    Es mag ja sein das sich deine persönliche Kommunikation in letzter Zeit stark vom Emailen zum Bloggen hin verschoben hat. Aber heisst das jetzt, dass in deinem Blog irgendwann ein PodCast von deinem letzten Telefonat erscheinen wird?
    Hier wird dann auch die Grenze zwischen Wunschdenken und Reallität erreicht. Viele haben sich gewünscht oder gedacht das Blogs Unternehmenskulturen ändern könnten. Sie haben Blogs als neue Kommunikationsschnittstelle gesehen. Im privaten (!) Bereich mag das zutreffen, in gewisser Weise auch noch bei Freiberuflern oder Selbstständigen.
    Aber die Unternehmensstrategien von z.B. BMW sind kein Open Source! Da wirst du auch in 100 Jahren kein Blog zu finden. Genausso wird kein Manager aus einem Meeting kommen und die Ergebnisse des Meetings in einem Blog im Intranet seinen Mitarbeitern zur freien Verfügung stellen.

    Um nun nochmal auf den „Top“-Manager zurück zu kommen: Du wirst in Deutschland relativ wenige leitende Angestellte als Blogger wiederfinden. Und wenn, dann eher anonym als mit ihren richtigen Namen. Zu groß ist die Gefahr das ein „Manager“ sich im Blog verplappert. Dann wird aus einem leitenden Angestellten ganz schnell ein leidender Angestellter. Unter Umständen sogar ein leidender Arbeitsloser.
    Nun könnte man meinen das die Manager ja auch nach Feierabend bloggen können. Und über ihre Arbeit müssen sie ja nicht unbedingt was schreiben. Können ja von Kaninchenzucht und Oldtimerrestaurierung schreiben.
    Stimmt, dann siehe meinen ersten Kommentar. Jemand der täglich 1 Stunde Zeit zum Bloggen hat, hat eine geringere Chance auf Wahrnehmung als jemand der täglich 3-4 Stunden ins Networking investieren kann.
    Aber vielleicht gibt es das bloggende Manager-Netzwerk ja schon. Nur hast du und ich dort keinen „Zutritt“ weil es evt. aus verständlichen Gründen nicht jedem zugänglich ist.
    Die Behauptung „Ein BMW-Manager bloggt nicht weil er keine Zeit hat“ (siehe ganz oben) kann ich so nicht stehen lassen. Nur weil wir etwas nicht wahr nehmen, heisst das noch lange nicht das es deswegen nicht existiert.

  • also ich finde ja, man sollte überhaupt nur noch blogs zählen, die mindestens ein google PR von 6 haben. 😉

    der „typische blogger“ – wenn es den denn überhaupt gibt – ist weiblich und schreibt über hausaufgabenprobleme. die freiberuflichen it-experten sind gesamt betrachtet eher die minderheit.

  • @Ralf, Du sagst: „Aber die Unternehmensstrategien von z.B. BMW sind kein Open Source! Da wirst du auch in 100 Jahren kein Blog zu finden. Genausso wird kein Manager aus einem Meeting kommen und die Ergebnisse des Meetings in einem Blog im Intranet seinen Mitarbeitern zur freien Verfügung stellen.

    Um nun nochmal auf den „€œTop“€?-Manager zurück zu kommen: Du wirst in Deutschland relativ wenige leitende Angestellte als Blogger wiederfinden. Und wenn, dann eher anonym als mit ihren richtigen Namen. Zu groß ist die Gefahr das ein „€œManager“€? sich im Blog verplappert. Dann wird aus einem leitenden Angestellten ganz schnell ein leidender Angestellter. Unter Umständen sogar ein leidender Arbeitsloser.“

    Gebe Dir völlig Recht: Es gibt bereits private Blogger, die eine recht hohe Position in ihren Großunternehmen bekleiden, nur weiß dat halt niemand bzw. nur sehr wenige. Es gibt auch angehende Konzepte, daß sich zB Personalchefs zusammentun, doch sie werden – wie es aussieht – nicht unter eigenem Namen bloggen, sondern unter Pseudonymen. Nicht, weil sie Angst haben, sich zu verplappern (ganz im Gegenteil)… es geht hierbei zB darum, daß sie keine Lust haben, never ending Bewerbungen zu bekommen, denn darauf lief es in vergangenen Fällen unter anderen Medien hinaus.

    Doch zur eigentlichen Kernthese von Dir, daß Firmenchefs nicht bloggen werden. Das wage ich scshwer zu bezweifeln. Es würde mich schon sehr überraschen, wenn nicht relativ bald prominente Manager aus deutschen Unternehmen in der Blogosphere hochpoppen. Wie das Blog dann sein wird, habe ich keine Ahnung natürlich.

    Siehe auch eigenen Artikel dazu >>

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