ach ja, nur so… bloggen musst Du nicht

Robert Basic

bekomme eine Anfrage per E-Mail für einen Produktest, u.a. steht darin:

ach ja: natürlich freuen wir uns, wenn ueber die Testergebnisse oder diese Aktion generell gebloggt wird 😉 … das muss aber nicht sein. In erster Linie wollen wir Meinungen von Bloggern sammeln.
„ach ja“, „nur“… wenn Blogger nicht öffentlich publizieren würden, dann würde sich also jemand für uns immer noch als Blogger interessieren? Ok… ich bin sehr froh, dass die Wirtschaft nicht immer nur aus Durch.die.Brust.ins.Auge.Formulierern besteht, die nicht den Charakter haben, offen um einen Artikel im Blog zu bitten, stattdessen andere Interessenslagen vorgaukeln.

Haettest Du Lust, bei sowas mitzumachen? Dann bitte kurze eMail zurück. Ich wuerde Dir dann die Details zumailen. Wenn [setze Produkt nach Belieben ein] fuer Dich nicht in Frage kommt, dann vielleicht fuer Freundin, Bloggerkollegen, etc?
Hat mich gestern auch einer gefragt, weiss nur nicht mehr, wer es war. Allianz? Hamburg Mannheimer? Axa? Na, die Großen machen das nicht mehr.

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und habe wohl mit diesem Blogeintrag einen ausdauernden Dauerleser weniger:
schon ganz lang hab ich hier in meinem todo-file stehen, dass ich Dir mal schreiben will. Denn als Leser Deines Basic Thinking-Blogs …
Letztlich tue ich ihm einen Gefallen, da es eine Erleichterung sein muss, nicht mehr meine Artikel alle halbe Jahre scannen zu müssen.

Und ganz schlimm: Blogger können echte sch… Diven sein. So fiel mir launigr Diva auf, dass der Absender mich jovial bei einem geschäftlichen Anliegen duzt. Das halte ich in D immer noch für sehr unhöflich, zumal ich nicht mehr 10 Jahre alt bin. Schlimm, sag ich doch, Bloggern kannste es nie richtig recht machen. Immer müssen sie meckern, mäkeln, herumzicken.

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Update:
Empfehlen tue ich den Artikel Web 2.0 und die Ökonomie der Aufmerksamkeit, der über einen entsprechenden Artikel auf Wall Street Journal sinniert. Siehe auch seine Quellverweise zu Rough Type (Selling Ourselves), The Great Seduction (the metaphysics of attention) und Publishing 2.0 (What If No One Will Pay For Content?). Passt wunderbar ins Thema.

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.