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"A Game For Louis" Teil 3: Game over?

A Game For Louis - was steckt dahinter? www.agameforlouis.com soll helfen.

A Game For Louis - was steckt dahinter? www.agameforlouis.com soll helfen.

Und weiter geht’s auf der Suche nach Louis, seinem Spiel oder was auch immer mir der Claim „A Game For Louis“ sagen soll. Nachdem ich das skurrile Postpaket mit Rasierer, Zahnbürste, Handy und Hinweiszettelchen entgegen nehmen durfte, hatte ich während der vergangenen beiden Tage die Hoffnung, dass mich eine außergewöhnliche Marketing-Aktion in ihren Bann gezogen hat. Doch gerade bin ich ziemlich enttäuscht. Warum? Blicken wir zurück auf die letzten sechs Stunden.

Kaum hatte ich euch heute Morgen meine Eindrücke zum nächtlichen Louis-Werbeclip auf VOX mitgeteilt, entdeckte ich unter www.agameforlouis.com eine Webseite mit neuen Videos. Gleichzeitig wurde mir mit einem Blick auf das dortige Impressum auch klar, wer hinter der ganzen Kampagne steckt: Procter & Gamble Germany – verantwortlich für Marken wie Braun, Wella, Ariel oder Gillette.

Gut, ich starte das erste Video. Und siehe da, es geht genau so weiter, wie es in dem VOX-Clip heute Nacht angefangen hatte. Ich schaue sozusagen durch die Augen eines Mannes, der sich später als der geheimnisvolle Louis herausstellt, und vor einem Waschbecken steht, um sich – natürlich mit Gillette-Rasierschaum – dem morgendlichen Hygiene-Programm hinzugeben. Im weiteren Verlauf begleite ich meinen neuen Kamerafreund sozusagen auf seinem Weg durch den Tag – gut eine Minute lang. Dann stoppt das Video mit der Frage: Kennst du das Passwort? Hast du die SMS gecheckt?

Ich staune. SMS gecheckt? Richtig, da war was; hatte ich nicht in dem Handy, das mir geschickt wurde, eine SMS mit einer vierstelligen PIN gefunden? Ich tippe ein: 1703. Bingo! Ich werde zum nächsten Video weitergeleitet, werde Zeuge, wie auch Louis ein Handy in einem Briefumschlag findet und sich an einen Computer an einem Google Mail-Konto anmelden möchte. Doch es fehlt das Passwort. Mir auch! Ich komme an dieser Stelle nicht weiter. Auch der Hinweis „Das Handy öffnet Türen und Mailpostfächer“ führt für mich zu keinem Ziel – bis um 10.55 Uhr eine weitere SMS auf dem mir zugeschickten Handy eingeht.

Kann jemand meine E-Mails für mich checken? 1974?

Die 1974 ist also mein nächstes Passwort? Tatsächlich! Weiter geht’s… Es wartet eine E-Mail von einem/einer „CRS“ mit dem Inhalt „Es geht los jetzt“ – mehr nicht. Louis macht sich auf den Weg über einen langen Flur, kommt an eine Gabelung und – es folgt die nächste Frage. „Soll sich Louis einer Freundin anvertrauen oder selbst ermitteln?“ Ich will der hübschen Blondine vertrauen und lausche einem Dialog über CRS, E-Mails und zugeschickte Handys. Das ist verwirrend, am Ende bin ich aber genauso schlau wir vorher und begleite Louis auf seinem Weg nach Hause.

Dort findet er einen weiteren Briefumschlag, der unter dem Schlitz seiner Tür hindurch geschoben wurde. Inhalt: ein Schlüssel samt Schildchen mit der Aufschrift – na klar – CRS. Dann schon folgt die nächste Unterbrechung mit einem mir schon bekannten Hinweis: „Warte auf den Anruf. Er wird kommen. Die Frage ist wann. Bist Du bereit?“

Weil ich aber keine Lust habe auf einen Anruf zu warten, tippe ich einfach mal jene Nummer ein, von der ich bereits per SMS mit Infos versorgt wurde. Und siehe da: die 015157583298 ist der Schlüssel zum nächsten Video. Jetzt sucht Louis an seinem Rechner über Google nach CRS, findet aber keine wirklich zufriedenstellende Lösung. Stattdessen wird er über sein E-Mail-Postfach über eine Nachricht eines „D. Fincher“ auf ein YouTube-Video geleitet. Titel: TheGameForLouis. Inhalt: „… weißt du, was als nächstes passiert?“

Dann stoppt das Video. Und das Spiel scheint zu Ende zu sein. Denn mich erwartet ein offenbar abschließender Hinweis.

„Wir freuen uns, dass Du an unserem Spiel teilgenommen hast. Wir hoffen, dass es dir Spaß gemacht hat! Das Gillette-Team.“

Bitte was? Das soll alles sein? Kann doch wohl nicht wahr sein, oder? Keine Auflösung, was CRS ist? Nicht einmal die Vorstellung eines neuen Gillette-Produkts? Ganz ehrlich: da fehlen mir gerade die Worte. Oder sollte das Spiel doch noch nicht vorbei sein?

(Hayo Lücke)


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Über den Autor

Hayo Lücke

Hayo Lücke hat von 2009 bis 2014 insgesamt fünf Jahre lang für BASIC thinking geschrieben und dabei über 300 Artikel beigesteuert.

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