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Räätseröm und linkseröm: Navi-Ansagen für den Kölsch-Liebhaber

Kölsche JungDiese Nachricht wird die Bewahrer und Freunde der kölschen Mundart bestimmt freuen: Der Navigationsgeräte-Hersteller Garmin bietet ihnen eine Zusatzsoftware für ihre Geräte an, mit der sie sich bei der Autofahrt die Richtungshinweise zukünftig auch in kölschem Dialekt ansagen lassen können.

Man möge es mir nachsehen, aber: Für mich wäre das ja die reine Hölle, denn ich finde Kölsch schrecklich. Ich spreche es nicht – oder nur falsch -, verstehe es nur schlecht und finde den Klang mindestens so furchtbar, wie den des Bayerischen. (Als ich noch freiberuflich für den WDR tätig war, sollte ich mal irgendeine kölsche Karnevalsveranstaltung in Hochdeutsch untertiteln… das war, glaube ich, meine letzte Tätigkeit dort…)

Wer sich aber dem Kölschen stärker verbunden fühlt als ich, wird vermutlich auf sein Kosten kommen. Über 270 Kommandos wurden von den beiden (mir leider unbekannten) Kölner Originalen Gigi Herr und Gerd Köster (Bild oben) eingesprochen und stehen kostenfrei bei Garmin oder der „Akademie för uns kölsche Sproch“ – mit der zusammen dieses Projekt umgesetzt wurde – zum Download bereit. Für die Neugierigen unter euch, die kein Auto oder Navigationsgerät haben oder brauchen, aber trotzdem in den Genuss der kölschen Audio-Goodies kommen möchten, gibt es auf Pressebox.de einige Samples zum Runterladen (rechts unten).

Bald soll es die kölschen Navi-Stimmen übrigens auch für die Besitzer eines TomTom geben – also kein Grund, jetzt traurig zu sein.

(Marek Hoffmann)


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Über den Autor

Marek Hoffmann

Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.

21 Kommentare

  • „Man möge es mir nachsehen, aber: Für mich wäre das ja die reine Hölle, denn ich finde Kölsch schrecklich.“

    Warum schreibst du dann so angewidert einen Artikel über die Sprache und deren Verwendung? Auftragsarbeit?

  • @ skyfool: „Auftragsarbeit?“ – Ich wuerde es eher taegliche Arbeit nennen. 😉 Hab in erster Linie aber darueber geschrieben, weil wir hier in Koeln sitzen und es mit Sicherheit den einen oder anderen gibt, der die Idee cool findet.

  • Auftragsarbeit hin oder her, der Schreibstil ist interessant. Kölscher Jung hin oder her. Aber mir fehlt hier der Neuigkeitswert. Solche Features gab es vor Jahren schon für diverse Map-Services mit der Sprechweise vom Weihnachtsmann, von Yoda (Star Wars) und vielen anderen. So what?!

  • Hürth hat mit Köln so viel zu tun wie Düsseldorf. Na ja, fast. 😉 Ich darf das behaupten, weil ich als gebürtiger Kölner in Hürth lebe.
    Interessant ist, dass der Kölner Express Hürth regelmäßig in Artikeln zu einem Kölner Stadtteil. Natürlich nur wenn es um die Medienstadt Hürth geht.

  • “Für mich wäre das ja die reine Hölle, denn ich finde Kölsch schrecklich.”

    Ich würde etwas vorsichtig sein, Beleidigungen über die Muttersprache bestimmter Bevökerungsgruppen ins weltweite Netz zu stellen. Würdest Du auch schreiben “Für mich wäre das ja die reine Hölle, denn ich finde Polnisch schrecklich.” oder “Für mich wäre das ja die reine Hölle, denn ich finde Türkisch schrecklich.”?

    Nur mal so als kleine Denkanregung.

    Viele Grüße von Zippo!

  • @ Zippo: Danke für die Denkanregung. Sollte ich jemanden beleidigt haben, tut es mir natürlich leid, denn das war nicht meine Absicht. Es ist aber nun einmal, wie es ist, und da nehme ich mir auch das Recht, dies sagen zu dürfen. Abgesehen davon habe ich explizit darauf hingeweisen, dass dies mein persönliches Empfinden und meine persönliche Meinung ist. Abgesehen davon handelt es sich bei „Kölsch“ meines Wissens um keine Muttersprache, sondern um einen „Dialekt“. Somit ist der Vergleich mit Polnisch etc. nicht ganz zulässig. Aber das nur am Rande. Auch nur am Rande die Info, dass Polnisch meine zweite Muttersprache ist und ich die auch nicht sehr schön finde… 😉

  • Mir ist es völlig gleich, in welcher Sprache mir die Dame meines Herzens sagt, dass sie mich liebt.

    In meinem Beitrag oben habe ich das kleine Wort „deklariert“ vergessen. Ich bitte um Entschuldigung.

  • Es kann sicher nichts schaden, ein paar Kölsch intus zu haben, um Kölsch besser zu finden/verstehen.
    Doch dann braucht man kein Navi mehr bzw. darf gar nicht mehr fahren.
    Ein Teufelskreis 😉

  • ich empfehle den Schreiber des Artikels mehr Journalistisch zu arbeiten. Deine Meinung interessiert hier nicht, und bring in diesem Fall mehr Probleme als Nutzen.

  • @ Otto: Da dies hier ein Blog ist, kann ich durchaus meine Meinung äußern. Trotzdem Danke für Empfehlung, ich hatte ja oben schon etwas dazu gesagt.

  • ich finde einfach die kölsche Sprache (wenn sie richtig gesprochen wird) schön und darum gefällt mir auch die Idee mit dem Avi.

  • Wenn die das auf Platt (Niederdeutsch) haben, kaufe ich den Navi sofort.

    Immerhin ist Platt eine der wenigen in der Europäische Charta für Regional- und Minderheitensprachen anerkannten Sprache in Deutschland. Neben Friesisch, Dänisch, Sorbisch und Romanes.

    Kölsch leider nicht…

  • Ja das nenn ich doch mal eine super Idee und werd mir das dirket mal zulagen. Da Kölsch über alles liebe und es einfach den ganze Tag hören könnte, freut mich das echt riesig. Hab mir immer gewünscht das es sowas mal auf Klösch gibt. Nur Schade das die es nicht mit der Stimme von Tom Gerhardt gemacht haben. Weil kaum ein anderer verkörpert so Köln wir er als Hausmeister Krause oder als Tommy.

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