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Office 2010 soll Microsoft in die Wolke heben – Xing ist mit dabei [CeBIT]

„Cloud ist kein Hype“, stellte Achim Berg gleich zu Anfang klar. „Ob Wettbewerber dies nun als Kampfansage verstehen oder nicht – wir werden stark auf die Cloud setzen“. So begann der Microsofts Deutschland-Chef die heutige Pressekonferenz auf der CeBIT. Die Redmonder haben tatsächlich für Hannover nur dieses Schlagwort mit im Gepäck: Cloud. Das größte Zugpferd in diesem Zusammenhang wird Office 2010 sein, das derzeit kostenlos als Beta zu haben ist. Fünf Millionen Nutzer rund um den Erdball hätten dieses Angebot bereits genutzt, so Berg. „Das neue Office ist komplett in die Cloud integriert – anhand der Screenshots lässt sich das nur erahnen.“

Der Start für Office 2010 ist im Sommer („Wahrscheinlich im Juni“) geplant, zeitgleich soll es auch eine rein Browser-basierte Version geben, die für Privatanwender völlig kostenlos nutzbar ist. „Und sie erinnern sich an Windows Phone 7? Auch für das Handy wird es Office 2010 geben.“ Im Rahmen der CeBIT-Konferenz wurde auch erstmals der Name eines ersten deutschen Partners genannt: Xing wird gleich vom Start weg ein eigenes Plugin für die Office-Suite bereitstellen. Marek hatte schon vor einigen Tagen das neue Feature Outlook Social Connector vorgestellt: Office 2010 kann unter anderem Schnittstellen zu sozialen Netzwerken anzapfen.

Im Fall von Xing wird dies so aussehen, dass im Client selbst Profile der Plattform aufgerufen werden können, ohne den Browser öffnen zu müssen. Zudem lassen sich direkt in der Anwendung neue Kontakte bestätigen oder ablehnen. Praktisch – und zugegebenerweise wirklich zukunftsweisend – ist auch die Synchronisierungsfunktion: Das Outlook-interne Adressbuch steht im Kontakt zur Xing-Datenbank und hält sämtliche Daten auf einem aktuellen Stand. „Die Tage, in der Kontakte per Hand bearbeitet werden mussten, sind vorbei“, verspricht Berg. Xing sei der erste „von einer Reihe von deutschen Partnern“, die Microsoft mit ins Boot holen wird. Doch ob StudiVZ und Co. da so einfach mitmachen, ist fragwürdig. Immerhin leben soziale Netzwerke durch die Einblendung von Werbung auf ihren Plattformen. Xing kann sich diese Art der Client-Abkürzung leisten, da das Kontaktnetzwerk zu großen Teilen auf Premium-Kunden setzt. Und die zahlen Bares für den Service.

Wir werden „bei Cloud massiv Gas geben“, kündigte Berg an. Microsoft sehe im dezentralen Computing einen „zentralen Bestandteil der Gesamtstrategie“. Zwei weitere, jedoch wesentlich Hype-ärmere Themen, die das Unternehmen auf der CeBIT nicht außer Acht lassen will, sind das vernetzte Lernen und die Heimvernetzung, wie Microsoft sie im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Partner RWE demonstrierte.

(André Vatter)


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Über den Autor

André Vatter

André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.

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