Motorola i1: Erstes Android-Handy mit Walkie-Talkie-Funktion

André Vatter

Anzeige

Als ich auf der CeBIT um die Stände zog und bei Sonim Halt machte, war ich überrascht, dass uns der kleine US-Handyhersteller kannte. Ich meine: Der EU-Vertriebler hat auf das Basic Thinking Logo in seiner Vertriebsmappe gezeigt und ich habe wie ein Honigkuchenpferd gegrinst. Sonim ist Spezialist für hammerharte Outdoor-Smartphones, das bislang jüngste Exemplar der Produktpalette ist das XP2, das wir kürzlich vorgestellt haben. Schon im Sommer soll ein weiteres Modell auf den Markt kommen. Als wir miteinander sprachen, kam immer wieder die Push-to-Talk-Funktion auf, ein Feature, das aus einem normalen Mobiltelefon praktisch ein Funkgerät macht. Gerade für die Zielgruppe, also Bauarbeiter, Bombenentschärfer und Extremsportler, kann so was überlebensnotwendig sein.

Wundersamerweise hat nun auch Motorola davon Wind bekommen und gerade das i1 vorgestellt, mit dem in ähnlichen Gewässern gefischt werden soll. Das Smartphone ist das erste Android-Gerät, das den iDEN-Standard unterstützt, der in den Staaten exklusiv von Nextel vertrieben wird. Der Standard erlaubt das sogannannte Push-to-Talk over Cellular, eine aufgebohrte VoIP-Funktion, mit der sich innerhalb einer Sekunde Gespräche über das Datennetz aufbauen lassen. Die Qualität solcher Telefonate ist nicht überragend, aber ausreichend. Laut Pressemitteilung hat Motorolas Partner in dieser Sache, Sprint, heute „Millionen“ von Nextel Direct Connect-Kunden unter Vertrag, darunter hauptsächlich Bauarbeiter und Taxifahrer. In den Vereinigten Staaten boomt iDEN seit langem, in Deutschland hatte T-Mobile im Jahr 2004 einen kurzen Test gewagt, dann das Projekt aufgrund fehlenden Interesses wieder eingestampft.

Das i1 bietet den Komfort, jederzeit den Namen des Anrufenden angezeigt zu bekommen, unabhängig davon, in welcher Anwendung man gerade steckt. Neben seinem Dasein als Walkie-Talkie handelt es sich aber auch um ein vollausgestattetes Smartphone: Es ist nach Militärstandard zertifiziert, besitzt eine 5-Megapixel-Kamera mit Blitz und Geo-Tagging und auf der Vorderseite ein 3,1-Zoll großes Touchscreen-Display. WLAN ist ebenfalls an Bord. Dank des Android-Betriebssystems können sich die Besitzer alle verfügbaren Apps aus dem Android Market ziehen. Darüber hinaus hat Motorola gemeinsam mit Sprint auch ein iDEN-Development Kit veröffentlicht, das es Entwicklern erlaubt, (und das klingt wirklich spannend) neue Anwendungen im Rahmen des Funkgerätmodus für das Handy zu programmieren.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 10.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Beats-Kopfhörer gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Das i1 soll im Sommer in den Sprint-Filialen (oder im Netz) angeboten werden. Über einen europäischen Marktstart wurde noch nichts gesagt.

(André Vatter)

🤝 25 Euro geschenkt!

Eröffne jetzt dein kostenloses NIBC Tagesgeld und erhalte bis zu 2,75 Prozent Zinsen auf dein Geld! Und obendrauf gibt's sogar noch 25 Euro geschenkt!


Jetzt Zinsen sichern

Voraussetzungen gelten, Anzeige

STELLENANZEIGEN
Graphic Designer & Content Creator (m/w/d)
FamiCord AG in Leipzig
Senior SAP Consultant FI/CO (f/m/div.)
Bosch Gruppe in Wetzlar
SAP Project Manager (m/w/d)
Bosch Gruppe in Stuttgart
Werkstudent*in Online Marketing (w/m/div)
Sparda-Bank Berlin eG in Berlin
Key Account Manager (m/w/d) im Bereich Online...
AZ fundraising services GmbH & Co. KG in Gütersloh
PreMaster Program | Software Engineer for MEM...
Bosch Gruppe in Reutlingen
Intern/Working Student (m/f/d) in Generative AI
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Intern (m/f/d) in Digital Marketing
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
THEMEN:
Teile diesen Artikel
Folgen:
André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.