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404-Marketing bei Digg: Burger King setzt auf Fehlermeldungen

In den USA ist gerade die neue Burger King-Kampagne angelaufen. In den diversen Clips geht es um einen Typen, der mit traurigem Blick auf seine Finger schaut und sagt: „Ich habe richtig Hunger auf einen dicken Cheeseburger.“ – „Ja, und?“, wird er dann gefragt. „Na, ich schäme mich, weil meine kleinen Hände dann noch kleiner aussehen, wenn ich ihn esse.“ Die Hände sind tatsächlich winzig. Über den Humorgehalt der Filmchen lässt sich vermutlich streiten, über die Polytoxikomanie der Angestellten der ausführenden Werbeagentur eher nicht. Jedenfalls ging es ihnen kurze Zeit später darum, die Kampagne vom Fernseher in das Netz zu ziehen. Das Budget für dieses Vorhaben schien nicht allzu kolossal zu sein, weshalb man sich eher für die kleine, stille, intelligente Cross-Media-Variante entschied: Typo-Marketing!

Das Prinzip kennen wir schon von den Suchmaschinen her. Marek berichtete kürzlich, dass alleine Google jährlich eine halbe Milliarde Dollar Werbeeinnahmen einstreicht, weil Nutzer sich bei der Eingabe von URLs verschreiben. Daneben profitieren natürlich die Domain-Parker und -Grabber von solchen Vertippern. Burger King ist nun das erste Unternehmen der Vereinigten Staaten, das den Fehlermeldung-Werbeplatz direkt auf einem Portal nutzt, genauer gesagt, auf Digg: Jeder, der auf dem Dienst eine erfolglose Suchanfrage (zum Beispiel nach „Bascithikning„) startet, bekommt folgende Mitteilung vorgesetzt:

„This page cannot be found“ dürfte aufgrund der häufigen Einblendung ein recht attraktiver Werbeplatz sein, zumal überraschende Botschaften wohl hier besonders aufmerksam wahrgenommen werden. Unternehmen greifen schon seit einiger Zeit hin und wieder auf 404-Seiten zurück, um Reklame mit Augenzwinkern unterzubringen, allerdings immer auf ihren eigenen Portalen. Manche Kreative lassen sich da richtig richtig viel einfallen!

(André Vatter / Foto: Flickr – Fotograf: Razor512)


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Über den Autor

André Vatter

André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.

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