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Musik, Games und Video: Facebook will zur Unterhaltungsplattform werden

Warner
Zaghafter Anfang: Warner bot im März den Spielfilm „The Dark Knight“ auf Facebook an.

Hin und wieder passiert es auch uns, dass uns in den Wirren um ein interessantes Thema ein nicht unerhebliches Detail durchrutscht. Das sei hiermit nachgeholt: Eine mögliche Kooperation mit dem Musikstreaming-Anbieter Spotify könnte für Facebook erst der Anfang gewesen sein. Das soziale Netzwerk plant laut einem Bericht der „New York Times“ Kooperationen mit weiteren Unternehmen der Unterhaltungsbranche. Ziel soll es sein, zu einer allumfassenden Unterhaltungsplattform zu werden.

Michael Wolf von GigaOm nennt es gar das „soziale Unterhaltungsbetriebssystem für das Web“. Facebook bietet schon jetzt die Möglichkeit, sich über Texte, Bilder und Amateurvideos (YouTube) auszutauschen, indem man die jeweiligen Webseiten einbindet. Die Möglichkeiten gerade für Musik greifen noch viel weiter.

Hören, was die Freunde hören

Zu hören, was die Freunde hören, Songs zu kommentieren, neue Musik auf diese Weise zu entdecken, könnte zu einer neuen Killeranwendung für Facebook werden. Gerade, weil man das Netzwerk auch unterwegs nutzen kann. Neben Spotify kämen weitere Musikdienste wie (hierzulande) Simfy und (in den USA) Pandora in Frage. Nur auf einen Dienst zu setzen, kommt für Facebook laut dem NYT-Bericht jedenfalls nicht in Frage. Facebook spart sich damit zähe Verhandlungen mit Rechteinhabern in allen Ländern rund um den Globus. Dafür soll der geplante Entertainment-Hub auch eine Plattform für Games und Premium-Videoinhalte werden, wie etwa für das Film- und Serienportal Netflix.

Fraglich ist jetzt, ob Facebook es gelingen wird, diese Dienste hübsch zu integrieren, und vor allem: für die meisten seiner Nutzer zugänglich zu machen. Spotify ist in Facebooks Mutterland und wichtigstem Markt USA noch nicht verfügbar. Insidern zufolge muss das britisch-schwedische Unternehmen sich noch mit zwei Labels einigen, bevor man in den USA starten darf. Apple ist da schon ein Label weiter, wenn es – voraussichtlich – kommende Woche seinen Cloud-Musik-Dienst vorstellen will.

Klappt das so, wie Facebook sich das vorstellt, gäb es nur einen echten Konkurrenten. Aber ihr werdet mich auslachen, wenn ich das schreibe: Apples sogenanntes Social Network Ping. Das ist derzeit so unattraktiv in iTunes eingebunden, dass man sich fast schämen muss, darüber zu schreiben. Aber zumindest hätte Apple hier die Möglichkeit, eine vergleichbare Unterhaltungsplattform zu eröffnen. Auch wenn man dafür noch einiges an Programmierarbeit dort hineinstecken müsste.

(Jürgen Vielmeier)


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Über den Autor

Jürgen Vielmeier

Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.

22 Kommentare

  • Ich bin der Meinung, Facebook sollte erstmal sein System aktualisiern und die ganzen Bugs beheben: Benachrichtigungen werden doppelt angezeigt, Kommentare erscheinen mit Verzögerung, usw.!
    Wenn das funktioniert, dann können sie auch gerne neue Dienste integrieren.
    Aber Facebook muss aufpassen, es kommt mittlerweile gehäuft Kritik an Facebook auf, einerseits wegen der vielen Fehler andererseits, wegen der Datenschutzprobleme.

  • Finde ich gut, was Facebook da vorhat. Je mehr über Facebook möglich wird und je weniger man dafür andere Dienste/Netzwerke benötigt, umso übersichtlicher/einfacher wird es für die User.

    Mir würde sogar eine Integration von LinkedIn/Xing-Funktionen in Facebook gefallen; wieder ein soziales Netzwerk weniger, was man regelmäßig besuchen muss.

    Aus diesem Grunde wird sich auch ein iTunes Ping kaum durchsetzen können… 😉

  • @Ahornproduction: Klar, Fehler / Datenschutzprobleme sollten nicht auftreten. Aber ich glaube kaum, das Facebook da „aufpassen“ muss: die haben in kürzester Zeit den Sprung von 500M auf über 600M User geschafft, trotz dieser Probleme… 😉

  • @Sonyon: Ja, Spotify hat das lose dementiert. Aber vielleicht wissen die auch bloß noch nichts davon. ^^

    @Ahornproduction: +1. Allerdings funktioniert das Geschäft nicht so, fürchte ich. Neues ist wichtiger als Altes. Fehler zu beheben ist meistens zweitrangig. Aber vielleicht kommt das ja zusammen mit der Entertainment-Plattform in einem Update… Na gut, glaube ich auch nicht.

  • Wie #2 schon sagt: BUGS WEG!

    Mailbenachrichtigungen komme immer öfter bevor der Kommentar bei Facebook direkt sichtbar ist – wie das sein kann, will mir nicht in den Kopf – außer wenn FB bewusst Datenbankabfragen reduziert und somit längere Zeit eine veraltete, „gecachte“ Version angezeigt wird. Denn zwangsläufig wird ja erst der Post gespeichert, und dann gemailt – andersrum ist schwierig…

    Ich habe auch z.B bei meinem richtigen Account noch immer nicht das neue Messaging-System. Zum Glück vielleicht, aber habe es jedenfalls nicht. Und das, obwohl ich schon lange, bevor FB überhaupt in den USA für jede Uni freigeschaltet war, Mitglied geworden bin….

  • Und dadurch kann es weder dazu kommen, dass Facebook wenige Konkurrenten haben wird und somit seine Milliarden verdient :/
    aber, was können wir (einfache Bürger) damit tun ?
    Boykottieren ? Klagen ? Facebook nicht anlegen ? ..schwierige Fragen .. doch man wird wahrscheinlich das Ganze tolerieren müssen und die Gedanken für sich behalten.

  • Wenn sich Facebook da mal nicht zu viel vorgenommen hat. Facebook schön und gut, hat seine Vorteile. Trotzdem würde ich mich, rückblickend, gegen eine Mitgliedschaft entscheiden.

    Auch wenn es für den User im Endeffekt „vielleicht“ einfacher bzw. übersichtlicher wird, spreche ich mich gegen eine derartige Monopolstellung aus.

  • In letzter Zeit machen sich beim Thema „Facebook“ immer mehr Gedanken an MySpace bei mir breit. Die wollten auch so viel machen, und haben dabei ihren eigentlichen Sinn und Zweck komplett aus den Augen verloren. Facebook reißt ständig neue Baustellen auf, ohne die alten fertig zu stellen.

  • Es ist wie bei einer Software, der Drang immer mehr Featcher und Funktionen einbauen zu müssen , enthält aber die Saat der Zerstörung in sich.
    Ich denke Facebook wird als Unterhaltungsplattform weniger „Mächtig“ werden als sie bisher sind , was wiederum Chancen für Neue Plattformen eröffnet.

  • Zahlen wie „700 Millionen Nutzer“ kann man knicken. Inzwischen hat sich wohl fast jeder Onliner bei FB angemeldet. Teilweise nutzen sie es jedoch nicht. Zudem gibt es haufenweise Fake Accounts von Spielern. Facebook hat es nie richtig hinbekommen, dass Spiele und Anwendungen nicht alles vollmüllen. Daher nutzen viele Spieler lieber einen Fake Account. Zahlreiche „Promi“ Fake Accounts kommen ja auch noch dazu.

    Aktive Nutzer wäre mal ne interessante Zahl. Ich glaube da würden sich einige wundern.

  • Die Marketingidee ist nicht schlecht von Facebook. Die Firma braucht unbedingt Geld, allein mit der Werbung auf der rechten Seite können sie sich nicht finanzieren.
    Die Investoren müssen immer noch ziemlich viel Geld für die Plattform investieren

  • Ich glaube auch dass Werbung der ganze Zweck in dieser Sache ist. Ehrlich, man kann mit dem Finger herumzeigen wie lange man will, Facebook macht jeden Tag Fortschritte um ins Leben der Menschen Schritt fuer Schritt tiefer einzudringen. Sie haben bewiesen dass Marketing eine Macht ist.

  • Vor einiger Zeit habe ich Facebook kaum genutzt aber nun entdecke ich auch immer mehr die Vorteile, die ich daraus gewinne, wie zum Beispiel auf gute, sonst unauffindbare Musik stoßen, die von Freunden empfohlen wird. So hat jeder seine eigenen ganz speziellen Nutzenkategorien, ob es nun Musik, Videos oder reine Kommunikation ist.

    Ich denke FB wird noch mehrere gewaltige Schübe erhalten, wenn sie so weitermachen wie bisher und eben wie du beschrieben hast, noch mehr auf Unterhaltung setzen.

  • Also auch noch Filme. Alle wollen immer alles machen, dass die User am besten gar nirgendwo anders mehr hinkommen. Monokultur! Wieso soll das besser für die User sein? Das ist gefährlich, im doppelten Sinne: Es ist anfällig und manipulierbar und es manipuliert im Sinne von Zensur, warum freut ihr auch auf sowas. Wie damals AOL…

  • […] Musik, Games und Video: Facebook will zur Unterhaltungsplattform werden Was da bei Facebook und rundherum so abgeht, wird einem erst bewusst, wenn man alle Nachrichten sammelt und monatlich auflistet 😉 Facebook-Tipps und Tools: FlipToast – Fotos einfach bei Facebook hochladen Inhalte auf Facebook & Co. teilen, und Geld dabei verdienen Download: Rechtliche Stolperfallen im Facebook Marketing – Das kostenlose E-Book Keeping You Safe from Scams and Spam Socialbakers launches … Dieser Beitrag wurde unter Facebook abgelegt und mit Facebook, Facebook in Links, Features, Funktionen, News, Statistiken, tipps, tools, Tricks, Updates, Zahlen verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. ← Crowdfunding aus wissenschaftlicher Sicht […]

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