Videowerbung ist kreativ, feiert Rekorde – und geht mir auf den Geist

Jürgen Vielmeier

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Ich liebe gute Werbung. Einige sehr gute Vertreter ihrer Art stellen wir ja manchmal sogar hier vor. Der Peugeot-Werbespot „Interactive Experience“ wird wohl einer meiner ewigen Favoriten bleiben. Oder der sehr reale Spot eines belgischen Pay-TV-Senders, der das Fernsehprogramm direkt zum Zuschauer in die Fußgängerzone bringt, ist genial. Zielgruppenaffine Werbung, hat auch was.

Video-Werbung finanziert Arbeitsplätze für meine Berufsgruppe (Juhu!). Und weil man auf Nachrichten-Websites damit so gut Geld verdienen kann, schlossen sich neun Vermarkter unlängst zusammen, um – endlich! – ein einheitliches Format für In-Page-Videowerbung zu veröffentlichen. Damit das nicht ausartet, gibt es Leitfäden für gute Videowerbung. Und Rekorde gibt es nebenbei auch noch zu feiern: 9,5 Milliarden Werbevideos wurden im April in den USA angeschaut – das entspricht jedem fünften überhaupt gesehenen Video.

Toll!

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Ganz toll, wirklich. Videowerbung ist angekommen, Videowerbung ist überall. Videowerbung macht alle glücklich… Darf ich leise Kritik äußern?


Denn Videowerbung geht mir auf den Geist. Kein Besuch auf YouTube mehr, bei dem mir nicht gleich auf der Startseite eine animierte Werbung ins Auge spränge. Jedem Video, das ich dann aufrufe, ist entweder ein 15- bis 60-sekündiger Spot vorgeschaltet, den ich manchmal nach fünf Sekunden überspringen darf – manchmal aber auch nicht.

Oder, wenn kein Spot vorgeschaltet ist, kommt die Werbung spätestens im Video selbst: Display Ads, die gerne nach 20 Sekunden aufpoppen und umständlich weggeklickt werden müssen, wenn man sich gedanklich gerade mitten im Trailer von „The Dark Knight Rises“ befindet. Zum Glück ist das bekannte x zum Wegklicken meist schnell gefunden, oft aber auch gerne anderswo als an der bekannten Stelle oben rechts platziert, so dass man krampfhaft suchen muss und vom Inhalt abgelenkt wird. Will man das Video noch einmal abspielen, erscheint oft auch die Werbung ein weiteres Mal.


Habe ich das Recht, mich zu beschweren? Nein, wahrscheinlich nicht. YouTube muss sich irgendwie refinanzieren, ich könnte ja auch woanders hingehen und mir dort Videos anschauen. News-Angebote müssen sich finanzieren, und wenn mir die Seite nicht passt, kann ich die Nachrichten ja woanders lesen. Und ich selbst verdiene meine Brötchen ja auch auf einem Blog, das sich mit Werbung finanziert. Eine ganze Branche hängt am Tropf der Werbe-Industrie. Vielleicht liegt es daran, dass man in letzter Zeit erstaunlich wenig Kritik über zu viel Video-Werbung liest.

Beschweren darf ich mich nicht, nerven tut es mich trotzdem. Zu viel des Guten; viel zu viel.

(Jürgen Vielmeier)

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Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.