BlackBerry 10: RIM ködert Entwickler mit 2 Millionen Dollar, will 70.000 Apps pünktlich zum Verkaufsstart

Adrian Bolz

Alle Achtung. Mit seinem Port-A-Thon-Event hat der BlackBerry-Hersteller RIM binnen zwei Tagen 15.000 Apps für sein neues OS BlackBerry 10 einheimsen können. Bei der Aktion waren Entwickler aufgerufen worden, vom 11. bis zum 13. Januar ursprünglich für Android programmierte Apps in BlackBerry 10 zu portieren. Der Lohn: 100 Dollar pro erfolgreich portierter und letztlich freigegebener App. Obendrein nahmen Entwickler, die mehr als fünf Anwendungen eingereicht hatten, an einer Verlosung von 100 BlackBerry 10 Dev-Alpha Smartphones teil. Die Teilnehmer konnten als Hauptpreis außerdem 500.000 US-Dollar gewinnen.

Marke wird wohl verfehlt

RIM hat jetzt in einem Blogeintrag bekannt gegeben, dass für ein finales Port-A-Thon-Event an diesem Wochenende stattliche 2 Millionen Dollar zur Verfügung gestellt werden sollen. Auf diese Art und Weise dürften sich abermals zahlreiche Entwickler mobilisieren lassen. Selbsterklärtes Ziel von RIM ist es seinen App-Store bis zum Verkaufsstart der BlackBerry-10-Smartphones Anfang Februar mit annähernd 70.000 Apps zu befüllen. Diese Marke dürfte wohl verfehlt werden, schließlich sollen die ersten Geräte bereits in ein paar Wochen in den Handel kommen; die Taktik der Entwickler-Events erweist sich aber, wenn auch erkauft, ganz augenscheinlich als höchst effektiv.

Und als unverzichtbar: Nur wenn RIM für sein neues System einen Grundbestand an (bekannten) Anwendungen vorweisen kann, wird das angestrebte Comeback gelingen. Windows Phone ist hier warnendes Beispiel. Auch wenn das Microsoft-System mittlerweile am Markt Tritt gefasst zu haben scheint, galt das mangelnde App-Angebot lange als existenzieller Nachteil – keine Apps, keine Nutzer; ohne Nutzer, keine Apps: Zum Start des Windows Phone Marketplace im Oktober 2010 konnte Microsoft schließlich gerade einmal 292 Apps (!) vorweisen. Ein Jahr später waren es immer noch vergleichsweise geringe 30.000.

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Touchscreen-Technologie lange vernachlässigt

RIM hat aber nicht nur aus solchen Beispielen, sondern auch der eigenen Vergangenheit wichtige Lehren gezogen. Bisher waren zahlreiche Programme, die auf iOS und Android als Mega-Seller in Erscheinung getreten sind, in der BlackBerry App World nicht verfügbar. Hauptgrund hierfür war die bei RIM-Geräten lange fehlende Touchscreen-Technologie und die für Entwickler aufgrund weniger BlackBerry-Nutzer nicht sonderlich vielversprechenden Verkaufsaussichten.

Die BlackBerry 10 Geräte

Mit den neuen Geräten soll sich das freilich ändern. Die neue Serie wird laut leitenden RIM-Mitarbeitern sowohl Geräte mit traditionellen Keyboards (BlackBerry X10) als auch mit Touchscreens (BlackBerry Z10) enthalten und dergestalt den Wünschen alter und idealerweise auch neuer Kunden gerecht werden. Im Web kursieren schon seit längeren Bilder zu den Geräten, die Kollegen von Telekom-Presse.at konnten das BlackBerry Z10 sogar schon beim Hands-on unter die Lupe nehmen:

Keine Frage, das von Mike Lazaridis 1984 gegründete Unternehmen war nie ganz von der Bildfläche verschwunden, hat aber in den vergangenen Jahren aus besagten Gründen stark an Wertschätzung bei den Kunden eingebüßt und Marktanteile an die Wettbewerber verloren. Zu lange sah man sich bei RIM der Weiterentwicklung des (ehemals) erfolgreichen Vorgänger-Modells verpflichtet, anstatt die Zeichen der Zeit zu erkennen und auf den durch Apple erfolgreich aufgestoßenen Smartphone-Zug zu springen.

Eine Renaissance würde ich den Kanadiern allemal gönnen, zählen sie doch zu den Pionieren im Bereich der mobilen Kommunikation. Obendrein belebt Konkurrenz bekanntermaßen das Geschäft und sorgt dergestalt im Idealfall für Innovationen, die letztlich auch uns als Verbraucher zugute kämen. Und die bisher vernehmbaren Zeichen deuten durchaus in Richtung Erfolg.

Wer noch zum Gelingen des neuen Betriebssystems von RIM beitragen und am kommenden Port-A-Thon teilnehmen will, kann sich hier für das Event registrieren.

Bilder: CrackBerry, RIM

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Adrian Bolz lebt und arbeitet als Online-Redakteur in Köln. Liebt neben den Weiten des Webs auch die Kultur – im weitesten Sinne. Adrian hat von 2012 bis 2013 für BASIC thinking geschrieben.