Social Media

Spindle fährt runter: Twitter, übernehmen Sie!

Spindle
geschrieben von Tobias Gillen

Spindle Was haben Yahoo! und der FC Bayern München gemeinsam? Richtig, sie kaufen momentan alles, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Aber auch andere Internetunternehmen sind nicht untätig aktuell. So hat Spindle gestern auf seinem Blog bekannt gegeben, von Twitter übernommen worden zu sein. Über den Kaufpreis ist nichts durchgesickert.

Auswertung des Social Web

Spindle ist ein US-Dienst, der Twitter- und Facebook-Updates auswertet und (hyper)lokale Angebote ausgibt. Die ortsbasierte Suchmaschine ist dabei darauf bedacht, die angezeigten Treffer nach Interessen und anderen Faktoren, etwa der Tageszeit, zu gewichten. Leider funktioniert Spindle bislang nur in den USA, das könnte sich durch die Twitter-Übernahme nun aber ändern.

In seinem Blog schreibt das junge Unternehmen:

The Spindle team will be relocating and joining the Twitter team in San Francisco. As part of this change, we’ll be sunsetting the Spindle service today to focus on these new and exciting opportunities.

Ob die Nutzer über das plötzliche Aus der Plattform erfreut sind darf bezweifelt werden. Man kann aber annehmen, dass Twitter Spindle – oder Teile davon – möglichst zügig in die eigenen Funktionalitäten integrieren wird. Damit könnte Facebook schon bald Konkurrenz bekommen, deren Foursquare-Klon zwar nicht wirklich gut läuft, dennoch einige Nutzerdaten abgreift.

Über 2 Millionen US-Dollar hat Spindle in den vergangenen zweieinhalb Jahren seit dem Launch von verschiedenen Investoren eingesammelt. Nun könnte der Dienst endlich weitläufiger bekannt werden. Bislang sind die Funktionen nämlich nur in Austin, Boston, Chicago, Denver, Las Vegas, Los Angeles, New York City, Portland, San Francisco und Seattle ein Begriff.


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Über den Autor

Tobias Gillen

Tobias Gillen ist seit August 2014 Chefredakteur und seit Mai 2015 Geschäftsführer von BASIC thinking. Erreichen kann man ihn immer per E-Mail oder in den Netzwerken.

1 Kommentar

  • und wieder mal ein startup dessen einzige zukunftsperspektive oder aussicht gewinn zu erwirtschaften darin bestand, von einem großen konzern aufgekauft zu werden. gibt es für dieses geschäftsmodell mittlerweile einen namen? (ich muss ja zugeben, da spricht der neid 😀 )

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