GTA V ist das teuerste Videospiel aller Zeiten – und hat sich trotzdem schon rentiert

Tobias Gillen

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Lange haben es die GTA-Fans erwartet: Nun ist der fünfte Teil der Grand-Theft-Auto-Reihe draußen. Laut einer „The Independent“-Recherche ist „GTA V“ das teuerste Videospiel aller Zeiten.

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Teurer als „Avatar“ und „Harry Potter“

Mit geschätzten Kosten für Entwicklung und Marketing von 265 Millionen US-Dollar war der jüngste Teil der Kult-Serie zunächst ein horrender Spaß für den Hersteller Rockstar. Das Spiel wäre in der Liste der teuersten Filmproduktionen vor „Avatar“, „Spider Man 3“ und „Harry Potter“ zu finden, einzig „Fluch der Karibik 3“ kostete noch mehr. Im Unterschied zu so mancher Kinoproduktion rechnen sich die hohen Investitionen im Fall von „GTA V“ allerdings auch. Experten erwarten mit angepeilten 25 Millionen Verkäufen im ersten Jahr einen stattlichen Gesamtumsatz von 1,5 Milliarden Dollar. Schon jetzt hat das Spiel seine Kosten mit mehr als 800 Millionen Dollar wieder eingespielt – und das nach dem ersten Tag.

Andere Titel der von Statista visualisierten Top-10-Liste der teuersten Spiele aller Zeiten entpuppten sich als wahre Geldgräber – etwa „Too Human“, das über acht Jahre entwickelt wurde und dabei rund 60 Millionen Dollar verschlang, aber nur rund 300.000 Mal abgesetzt werden konnte. Auch Platz 7, „Shenmue“, war mit Kosten von 70 Millionen Dollar trotz 1,2 Millionen verkaufter Exemplare kommerziell gesehen ein absoluter Flop. Und das immerhin auf Platz 2 gesetzte 200 Millionen Dollar teure „Star Wars: The Old Republic“ fasst erst Tritt, seitdem es grundsätzlich in ein Free-to-Play-Modell mit zusätzlichen Bezahloptionen umgewandelt wurde.

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Bereits diese Beispiele verdeutlichen, dass hohe Entwicklungskosten nicht nur wahre Meisterwerke hervorbringen können, sondern eben auch hohes Risiko bedeuten – und das hat bei einem Fehlschlag schon so manche Spieleschmiede in arge Bedrängnis gebracht. Viele kleine Studios setzen daher heute lieber auf Smartphone- und Tablet-Spiele, bei denen mit relativ wenig Kapital und Aufwand viel Profit (oder wenig Verlust) zu erwarten ist. Als das Vorbild schlechthin gilt dabei „Angry Birds“: Mit gerade einmal 140.000 Dollar Entwicklungsausgaben ist es eines der profitabelsten Spiele der Geschichte.

Bild: Rockstar Games; Grafik: Statista

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Tobias Gillen ist Geschäftsführer der BASIC thinking GmbH und damit verantwortlich für BASIC thinking und BASIC thinking International. Seit 2017 leitet er zudem die Medienmarke FINANZENTDECKER.de.