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„Wie sagt man Gurke auf Spanisch?“: Ein Probelauf mit Googles berührungsloser Sprachsteuerung im Chrome-Browser

Google Chrome
geschrieben von Tobias Gillen

Sprachsteuerung ist nichts neues mehr. Schon gar nicht, nachdem diverse Smartphone-Hersteller ihren Nutzern virtuelle Assistenten an die Hand gegeben haben – man denke nur mal an Apples Siri. Vorreiter auf diesem Gebiet ist aktuell aber nicht Apple, sondern Google.

Google Chrome

„Ok, Glass!“

Denn Google experimentiert ständig mit neuen Sprachsteuerungsfunktionen herum. Google Glass ist da ein gutes Beispiel, schließlich dürfte es schwer werden, eine Brille per Tastatur zu bedienen (natürlich hat die Brille auch einen winzigen Touchscreen an der rechten Schläfe, aber die Hauptnavigation erfolgt per Sprache). Was muss also her? Richtig, eine ziemlich ausgefeilte Technologie, die die eigene Stimme denen aus der Umgebung vorzieht, sie gleichzeitig versteht und entsprechend regiert.

Bei Google Glass passiert das mit „Ok, Glass“, „record a video“ oder „take a picture“. Die Brille reagierte schon im Entwicklungsstadium blitzschnell und führte die Befehle im Test zu meiner vollsten Zufriedenheit aus. Zu selbigem Ergebnis kommt man, wenn man sich die Google Now-App anschaut, die die Suche auf dem Smartphone a) vereinfacht und b) per Sprache zugänglich macht.

„Ok, Google!“

Nun greift Google auch am Desktop weiter an. Die Sprachfunktion im Chrome-Browser wurde um ein Hotword erweitert, das die Sprachsteuerung ohne Berührung ermöglicht (wie bei Google Glass). Installiert man aus dem Chrome Store das Plugin „Google Voice Search Hotword„, reagiert Chrome auf den Ausruf „Ok, Google!“ und ist für eine sprachgesteuerte Suchanfrage emfangsbereit. Allerdings ist dies in Deutschland bislang als Beta-Version auf google.com verfügbar, nicht aber unter google.de.

Trotz des präfinalen Stadiums funktionieren bereits anstandslos Fragen wie „Wie wird das Wetter morgen?“, „Wann fliegt der Flug Lufthansa 900 ab?“ oder „Wie sagt man Gurke auf Spanisch?“. Zudem kann man Lebensmittel miteinander vergleichen oder auf Google-Programme, etwa den Kalender, zugreifen. Insgesamt klappt das schon sehr gut, ein erster Test war mehr als zufriedenstellend.

Bild: Screenshot


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Über den Autor

Tobias Gillen

Tobias Gillen ist seit August 2014 Chefredakteur und seit Mai 2015 Geschäftsführer von BASIC thinking. Erreichen kann man ihn immer per E-Mail oder in den Netzwerken.

1 Kommentar

  • Verglichen mit dem was wir noch vor ein paar Jahren hatten, sind das schon enorme Fortschritte. Immer mehr rückt der Fokus auf die intuitive und dem Menschen natürlichere Form der Kommunikation mit dem Rechner. Sprachsteuerung, Gestenerkennung, Fingerbewegungen usw. Was die Spracherkennung angeht, sind die Ergebnisse ebenso recht beeindruckend, nur die Sache mit der Übersetzung steckt noch weit in den Anfängen. Je nach Sprache scheint es gut zu gehen, aber sobald man in die Tiefe geht, merkt man, wie sehr wir hier noch in den Kinderschuhen stecken.

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