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Google vs. Mizuu, die Zweite: Mizuu wird nun Open Source

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geschrieben von Tobias Gillen

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Open Source als letzte Option

Wer inzwischen versucht, Mizuu von der Website herunterzuladen, wird feststellen, dass sich auf der Seite etwas verändert hat. Das Programm ist inzwischen kostenlos verfügbar. Eine E-Mail-Adresse zum Spenden findet sich dort nun, ansonsten noch ein Link zu diversen Beta- und früheren Versionen auf GitHub. Kurz um: Aus der sonst kostenpflichtigen Multimedia-App ist eine Open-Source-Version geworden.

Der Schritt war, wir berichteten gestern, nötig geworden, weil Google die App aus dem Play Store herausgeworfen hatte. Der Grund war sexuell explizites Material, dass Mizuu durch eine Kooperation mit einer Filmdatenbank herunterladen kann. Dabei geht es, insofern etwa ein Porno auf dem Gerät ist, um das dazugehörige Cover und gegebenenfalls den Namen.

Bald wieder im Play Store?

Nun geben die Entwickler auf, nachdem selbst eine erneute Anfrage bei Google abgelehnt wurde. Michell Bak kündigte an, die App nun kostenfrei zum Download auf der Website und bei GitHub zu veröffentlichen. Damit wird das Projekt nun Open Source und für jederman einsehbar. Das sei der einzige Weg, eine faire Lösung für über 10.000 zahlende Nutzer zu finden, schreibt Bak.

In Kürze soll es dann aber wieder eine kostenpflichtige Play Store-App geben, in der unter anderem die Begriffe „Porn“ und „Sex“ herausgefiltert werden und somit Filmdaten und -Cover von der Datenbank nicht heruntergezogen werden können. Das sei schade, so Bak, weil dann auch FSK-12-Komödien wie „Sex Drive“ (in Deutschland: „Spritztour“) oder FSK-16-Komödie „Zack and Miri Make a Porno“ herausfallen würden. Das ist dann aber wohl der Preis, den Mizuu für eine Verfügbarkeit im Play Store zahlen muss.

Warum Google sich selbst nach Rückfragen so quer stellt, ist schwer zu verstehen. Insbesondere, weil die Option auf die FSK-18-Informationen nur rein optional ist und in den Einstellungen explizit eingeschaltet werden muss. Das Mizuu-Team hat nach einigen Kommentaren, die eine Spenden-Option gefordert haben, nun eine PayPal-Möglichkeit auf der Website integriert.

Bild: Mizuu Screenshot


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Über den Autor

Tobias Gillen

Tobias Gillen ist seit August 2014 Chefredakteur und seit Mai 2015 Geschäftsführer von BASIC thinking. Erreichen kann man ihn immer per E-Mail oder in den Netzwerken.

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