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343 Mio. Mal das Herz: Emojitracker analyisert Emoji-Gebrauch auf Twitter in Echtzeit

Emojitracker
geschrieben von Tobias Gillen

Der Emojitracker von Matthew Rothenberg ist ein verdammt cooles Stück Datenvisualisierung. So viel ist sicher. In Echtzeit zählt er die Nutzung von Emoji-Symbolen – also den vielen kleinen bildlichen Emoticons, die durch WhatsApp erst so richtig populär geworden sind – bei Twitter. Rothenberg war früher Head of Products bei Flickr, hat dann für bit.ly gearbeitet – der Emojitracker ist für ihn nur ein kleines Nebenprojekt.

Herz ganz klar vorne

EmojitrackerGanze fünf Sekunden hat es bei mir gedauert, bis mein Tweet mit dem unbeliebtesten Emoji-Symbol, dem Lautsprecher, gezählt wurde. Das Feld blinkt dann kurz grün auf, der Counter springt eine Nummer höher. Im Vergleich zu den Top 100 sind die 2.119 Mal, die der Lautsprecher bislang verwendet wurde, natürlich ein Witz. Aber zum Test ideal geeignet.

Am meisten genutzt ist mit 343 Millionen Verwendungen das normale Herz. Es folgen der vor lauter Lachen weinende, der genervte und der verliebte Smiley. Die Seite „FiveThirtyEight“ hat die Top 100 analysiert und einige interessante Funfacts herausgefiltert.

Nutzer sind kleinlich

So macht das Herz auf Platz 1 alleine 10 Prozent aller Emojis in den Top 100 aus, kategorisiert nach Liebe kommt man auf 14 verschiedene Emojis in den Top 100, die sie ausdrücken. Zudem ist das erste, nicht geschlechtsneutrale Smiley eine Frau – das freut die Autorin („great!“). Leider aber ist es die Frau mit der Bezeichnung „Information Desk Person“ („not so great!“). Man darf aber annehmen, dass viele das Emoji eher dafür verwenden, einen Kussmund zu symbolisieren.

Zudem seien die Nutzer sehr kleinlich und unterscheiden genau, selbst wenn ein Smiley wie bei zwei weinenenden Emojis nur minimal auseinander liegen. Vielfalt, was die Herkunft der Emojis anbelangt, gibt es außerdem nicht – was bereits mehrfach medial thematisiert wurde. Abschließend fällt den Analysten noch auf, dass das Poop-Emoji nur sieben Millionen Mal benutzt wurde: „Maybe Twitter isn’t such a pessimistic place after all“, so die Autorin.

Bilder: Screenshots


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Über den Autor

Tobias Gillen

Tobias Gillen ist seit August 2014 Chefredakteur und seit Mai 2015 Geschäftsführer von BASIC thinking. Erreichen kann man ihn immer per E-Mail oder in den Netzwerken.

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