Lego Fusion: Augmented Reality für Bauklötze

Felix
von Felix

Lego verkörpert deutlich mehr als einfach nur olle Plastikklötzchen. Mit neuen Spezialsets wie beispielsweise dem DeLorean aus Back to the Future oder dem Micecraft-Set zeigt Lego immer wieder neue Innovationen im Spielzeugbereich. Mit dem neuen Konzept Lego Fusion geht man nun einen Schritt weiter in Richtung Digitalisierung. Dabei verabschiedet man sich allerdings nicht von den bewährten Legosteinen. Im Gegenteil, mit eigens dafür geschaffenen Sets überträgt man seine Bauwerke von der echten in die digitale Welt. Das Ergebnis sieht nach einer gelungenen Umsetzung aus.

LEGO FUSION Battle Tower gameplay

Legosteine – von real zu digital

Die Idee ist leicht erklärt: Auf eine speziellen Bauplatte (capture plate) erschafft sich der Lego-Konstrukteur eine Hausfassade mit Tür aus Legosteinen. Das Ergebnis wird per App fotografiert und in eine virtuelle Welt übersetzt. Die Größe des Bauwerks ist dabei selbstverständlich durch die Größe der Platte begrenzt, die mit der Qualkom Viewforia Technologie funktioniert.

Stein für Stein übersetzt die App dann das Bauwerk in die virtuelle Welt und verwandelt es dabei gleichzeitig in ein 3D-Objekt. Hier gibt es allerdings weitere Einschränkungen, denn das System ist auf die richtigen Lego-Steine angewiesen, da nur so die Bauwerke durch den Scanner erkannt werden. Artfremde Teile im Haus zu verbauen geht also nicht.

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Verschiedene Sets geplant

Ab August sollen die ersten Sets bereits erhältlich sein. Vier verschiedene sind für den ersten Anlauf geplant. Bei „Town Master“ baut man sich eine Stadt die etwas an die Sims erinnert, in Battle Towers baut man Türme, die man dann virtuell bekämpfen kann, in Create and Race baut man  sich Autos, um Rennen zu fahren, und in Resort Designer wird man zum Hotelmanager.

Was die Kids wollen

Die ersten Demos sehen äußerst vielversprechend aus, wenngleich die virtuellen Games sehr nach Spielen für die Zielgruppe Kinder aussehen. Große Jungs könnten sich da schnell langweilen.

Die Idee zum Fusion Set kommt nicht von ungefähr. In seinen Future Labs ist Lego nämlich zum Ergebnis gekommen, dass Kinder besonders gerne bauen, Rennen fahren und Tower-Defense spielen. Vor allem unterscheiden Kinder nicht so streng zwischen analoger und echter Welt wenn es ums Spielen geht. Alles ist irgendwie eins.

Auch der geplante Preis für das Set hört sich durchaus fair an. Für 35 US-Dollar (vermutlich das gleiche in Euro) soll man ein Set mit 200 Bausteinen erhalten, allerdings ist laut Angaben der Lego-PR bislang keine Markteinführung in Deutschland geplant. Wirklich Schade.

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Bild: Lego

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Internetabhängiger der ersten Generation, begeistert sich für Netzpolitik, Medien, Wirtschaft und für alles, was er sonst so findet. Außerdem ist er ein notorisches Spielkind und hält seine Freunde in der „echten Welt“ für unverzichtbar.