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FOVE: Erste VR-Brille mit Eye Tracking und Unterstützung von Microsoft

So könnte FOVE aussehen. (Foto: Fove Inc.)
geschrieben von Sven Wernicke

Die Zukunft gehört der Virtual Reality. Facebook schnappte sich Oculus VR und die damit wohl prominenteste VR-Brille Oculus Rift. Sony arbeitet mit Project Morpheus an einer ähnlichen Lösung, zahllose kleinere Hersteller ebenfalls. Und Microsoft? Der Redmonder Konzern hält sich zumindest offiziell zurück und steckt seine Nase in die Projekte anderer. So wird beispielsweise FOVE unterstützt – das erste Head-Mounted-Display mit Eye-Tracking, das unter anderem für die Xbox One gedacht sein könnte.

So könnte FOVE aussehen. (Foto: Fove Inc.)Supported by Microsoft

FOVE ist in vielerlei Hinsicht eine interessante Lösung, die von dem japanischen Startup FOVE Inc. kürzlich vorgestellt wurde. Denn im Rahmen des Microsoft Ventures London Accelerator-Programms erhielt das Unternehmen namhafte Unterstützung, unter anderem von der Xbox-Division Microsofts. Die kümmert sich neben der aktuellen Spielkonsole Xbox One auch um das Entertainment-Angebot. FOVE möchte also letztlich eine VR-Brille zur Unterhaltung werden – und dazu setzt sie auf ein Alleinstellungsmerkmal.

Das Stichwort: Eye Tracking. Nutzer setzen die Brille auf und steuern beispielsweise Action-Spiele einzig und alleine mit den Augen. Einen Gegner anschauen, schon wird er getroffen. Möglich wird dies durch Infrarotsensoren, die die Augen- bzw. Muskelbewegungen bis zum Wangenknochen wahrnehmen und diese Informationen zum Endgerät, zum Beispiel einer Spielkonsole oder einem Computer, senden. Dort werden diese ausgewertet. Eye Tracking ist bisher ein Novum im Bereich der VR-Brillen, zumindest in der Theorie soll dies zu einem neuen Erlebnis führen, das über das Spielen hinausgeht. Auch das Tippen auf einer virtuellen Tastatur, beispielsweise beim Surfen im Internet, ist ohne die Hände möglich.

Oculus Rift + Augen

Als Zielgruppe werden unter anderem auch behinderte Spieler genannt, die so hochwertige Games ohne Hände und Controller steuern können. Die Technologie dürfte aber für alle gleichermaßen geeignet sein, zumal FOVE auch auf gleiche Technik wie sein gehypter Rivale, die Oculus Rift, aufbaut: Sensoren wie Gyroskop, Magnetometer und Accelerometer fehlen nicht, genauso gibt’s reguläres Head-Tracking.

Auch wenn Microsoft FOVE nur finanziell unterstützt, könnte daraus eine engere Zusammenarbeit werden. Das macht eventuell Sinn, schließlich hat der Windows-Konzern noch keine eigene VR-Brille am Start. Und FOVE könnte, wenn alles klappt, sogar schon in der ersten Jahreshälfte 2015 an den Start gehen. Für Xbox One-Spieler, aber womöglich genauso für Windows (Phone)-Nutzer, könnte die Peripherie eine Bereicherung darstellen. Im Zweifel wird FOVE Inc. sicherlich versuchen, sein Produkt anderweitig zu verkaufen. Einsatzmöglichkeiten im medizinischen Bereich, unter anderem bei der Behandlung von Autisten, und Installationen in Freizeitparks hat man hier im Hinterkopf.

In aktueller Version ist FOVE bereits aus der „Proof of Concept“-Phase heraus, ein Prototyp mit SDK ist für den Dezember 2014 vorgesehen. Die Kickstarter-Kampagne – weil es ja trendy ist – könnte Anfang 2015 folgen. Es sei denn, Microsoft entscheidet sich dafür, sich einzumischen…

Weitere Details dürften bald auf der offiziellen Webseite folgen.

Foto: FOVE Inc.


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Über den Autor

Sven Wernicke

Sven liebt Gadgets. Vor allem verspielte, verrückte, aber auch lustige, unkonventionelle und praktische. Er hat 2014 ein paar Beiträge zu BASIC thinking beigesteuert.

1 Kommentar

  • Super Beitrag! 🙂 Übrigens habe ich einige VR Brillen getestet und gebe Auskunft zu den aktuellen und besten VR Brillen, die momentan erhältlich sind. Ich freue mich auf einen Besuch

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