House of Cards

„House of Cards“-Auswertung: So werbeverseucht ist die Netflix-Erfolgsserie

Jürgen Kroder

„House of Cards“ ist mehr als nur eine spannende Polit-Serie von Netflix. Es ist ein Bombardement von mehr oder weniger unterschwelligen Werbebotschaften. Eine Brand-Tracking-Firma hat analysiert wie sehr die Zuschauer mit Product Placement konfrontiert werden. Das Ergebnis zeigt interessante Verschiebungen.

Massive Markenauftritte

Ist es ein Zufall, dass James Bond einen Aston Martin fährt? Oder dass die Nerds aus „Big Bang Theory“ an der Xbox spielen und dass Tom Hanks in „Cast Away“ einen FedEx-Mitarbeiter spielt? Nein, natürlich nicht. Die Produzenten von Filmen und Serien nutzen die Chance – gegen Bares natürlich – mehr oder weniger gekonnt Werbebotschaften unter zu bringen.

In der erfolgreichen Serie „House of Cards“ wird die Klaviatur des Product Placement besonders erfolgreich gespielt. Die Brand-Tracking-Firma Concave hat die Netflix-Produktion genau unter die Lupe genommen und dabei das Auftauchen von bekannten Marken analysiert.

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Diese Produkte dominieren „House of Cards“

Man könnte davon ausgehen, das mit der zunehmenden Beliebtheit der Serie auch die Anzahl der platzierten Brands wachsen würde – das ist aber nicht so. Laut Concave tauchten in den ersten beiden Staffeln jeweils 134 Marken auf, in Staffel 3 waren es „nur“ noch 129. Unterm Strich wird der Zuschauer also immer noch mit zahlreichen Produktplatzierungen konfrontiert.

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Neben Cartier, Dell, Ford oder Chevrolet bekommt man besonders die Produkte einer Firma häufig zu Gesicht: Apple. In allen Folgen und Staffeln sind iPhones, iPads und MacBooks omnipräsent. Manchmal werden nach der Holzhammer-Methode Apple-Produkte eingestreut, wie es die Seite Engadget.com zeigt: In einer Szene sind zwei Personen und satte neun Apfel-Devices zu sehen.

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Apples Dominanz in „House of Cards“ ist der Konkurrenz ein Dorn im Auge. Deswegen scheint sie hier ihr Engagement auszuweiten. Wie die Concave-Auswertung zeigt, hat der „Brand Exposure“ von Samsung und Nokia mittlerweile zugelegt. Dagegen ist Blackberry verschwunden.

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Nicht nur wie oft man eine Marke sieht, sondern auch die Art und Weise wie sie gezeigt wird hat man analysiert. Auch hier dominiert Apple: Deren Smartphones und Tablets werden oft in Großaufnahme gezeigt, andere Brands sieht man eher unauffällig im Hintergrund.

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Werbung unter dem Deckmantel der Unterhaltung

In „House of Cards“ geht es nicht nur um die Macht im Weißen Haus, sondern auch um den Kampf um die Gunst der Zuschauer. Fernsehen ist mittlerweile eben mehr als nur Unterhaltung: Es ist die Möglichkeit, uns mit unterschwellige Werbebotschaften zu bombardieren.

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Bilder: Wikipedia / Netflix, Concave, Business Insider, Engadget

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Jürgen bezeichnet sich als Blogger, Gamer, Tech-Nerd, Autor, Hobby-Fotograf, Medien-Junkie, Kreativer und Mensch. Er hat seine unzähligen Hobbies zum Beruf gemacht. Und seinen Beruf zum Hobby. Obwohl er in Mainz wohnt, isst er weiterhin gerne die Maultaschen aus seiner Heimat.