In eigener Sache: BASIC thinking schafft den Turnaround

Tobias Gillen

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Drei Monate ist der Verkauf von BASIC thinking nun her. In der Zwischenzeit haben wir keinen Stein auf dem anderen gelassen und die angeschlagene Marke BASIC thinking mit Mut zum Risiko umgebaut. Nun ist es Zeit, ein beruhigendes Update zu geben: Wir leben wieder. Und zwar besser als gedacht. // von Tobias Gillen

Zu Beginn der zweiten Auktion von BASIC thinking war die Skepsis groß: War es das damit endgültig für uns? In den Jahren zuvor haben wir uns hier teilweise nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Dazu habe ich schon mehrfach Stellung bezogen, Schuld daran war ausdrücklich nicht die Redaktion – sondern die Mittel, mit der sie auskommen musste. Am Ende waren es über 27.000 Euro, mit denen der Kölner Unternehmer Tim Schumacher BASIC thinking höchstbietend ersteigert hat.

Es dauerte danach keine 15 Minuten, da war klar: Die Redaktion von BASIC thinking bleibt zusammen und Tim Schumacher zieht sich komplett aus dem Geschäft raus. Die Chefredaktion blieb also bei mir, hinzu kam die Geschäftführung. Lauter neue Aufgaben – ich bin Journalist, Blogger, aber sicher kein Betriebswirt. Abrechnungen, Steuern, Verträge, Vermarktung, Tabellen, Analysen, Aufstellungen? Alles weniger mein Ding, aber ich mag Herausforderungen.

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Jeden Stein umgedreht

In den folgenden Tagen haben wir bei BASIC thinking keinen Stein auf dem anderen gelassen. Wir haben das Design binnen Stunden angepasst und von Grund auf erneuert. Das Konzept von kurzen News wurde über den Haufen geworfen und wir setzen nun auf Qualität statt Quantität: Weniger Artikel, dafür besser recherchiert. Dafür bekommt die Redaktion ein mehr als verdreifachtes Honorar pro Text. Zudem wurde die Bannerwerbung abgeschaltet und wir haben auf Eigenvermarktung umgestellt.

Artikelanzahl

Risikoreich? Aber hallo. Denn auch wenn es am Ende nicht genug war: Geld ist Geld. Und wir haben uns bewusst gegen das Geld entschieden, um einen anderen Weg zu gehen. Und der heißt: Das Geld soll hauptsächlich über Sponsored Posts reinkommen, die klar für die Leser als solche gekennzeichnet sind, aber trotzdem einen Mehrwert bieten.

Ende Mai: Mehr Qualität, zu wenig Geld

Am Ende vom Mai steht eine zwiegespaltene Bilanz: Zwar haben wir die Qualität deutlich erhöht, euch – unseren Lesern – mit dem neuen Design ein angenehmeres Leseerlebnis verschafft, E-Books und Bücher geschaffen und uns euer tolles Feedback dankend zu Herzen genommen. Aber haben wir auf der anderen Seite so ziemlich genau nichts damit verdient. Und nur von Luft und Liebe leben funktioniert in der Regel nur so mittelgut.

Klar war aber auch: Dieser Weg braucht Zeit. Werbekunden müssen zunächst einmal verstehen, dass BASIC thinking wieder ein attraktiver Werbepartner ist, dass es sich wieder lohnt, hier seine Botschaft zu platzieren und dass die Leserschaft der Seite nicht den Rücken gekehrt hat. Und so sollte es sein: Die Reichweite ist in jeglichen Bereichen – ob im RSS-Feed, bei Twitter, Facebook oder hier im Blog – gestiegen. Der Weg war also der Richtige. Nun musste nur noch Geld reinkommen.

Ende Juli: Gewinn und Reichweitensteigerungen

Und tatsächlich: Im Juni lief es besser. Wieder Reichweitensteigerung in allen Bereichen – und endlich auch die ersten Einnahmen. Am Ende des Juni waren wir sogar so weit, dass wir alle Ausgaben für den Monat gedeckt hatten. Im Juli lief es dann noch besser: Wir gehen mit einem Plus im vierstelligen Bereich dem August entgegen. In mancher Woche waren wir mit den Sponsored Posts, die wir auf zwei pro Woche limitiert haben, sogar ausgebucht – früher war das undenkbar.

Gewinnentwicklung

Das alles zeigt: Wenn man sich aus dem Klick-Hamsterrad (Werbung, die nach Klicks bezahlt wird führt zu Boulevard-Inhalten, damit man Klicks generiert und so weiter) einmal befreit hat, kann man auch im Internet mit Inhalten ohne großen Verlag im Nacken Geld verdienen. Nichts gegen das klassische Werbemodell: Es gibt genug Beispiele, die vormachen, dass man auch mit guten Inhalten genügend Klicks zur Refinanzierung generieren kann. Aber schaut euch auf Focus Online und Co. um – dann wisst ihr sicher, was ich meine.

Experimente nicht ausgeschlossen

Nun haben wir es also über den Berg geschafft, BASIC thinking ist wieder da. Noch nicht so stark wie damals, klar. Aber wir sind auf dem richtigen Weg. Und werden natürlich weiter mit unserem Produkt experimentieren, um noch mehr daraus zu machen. Wenn es wieder etwas Handfestes zu vermelden gibt, berichten wir natürlich davon. Denn das alles hier, das neue BASIC thinking, ist für uns ein Projekt, mit dem wir lernen und wachsen sowie über diesen Prozess erzählen wollen.

Bei Feedback oder direkten Fragen an mich: Nutzt gerne den Kommentarbereich unten oder unsere und meine Social-Media-Profile – ich freue mich auf eure Meinungen.

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Tobias Gillen ist Geschäftsführer der BASIC thinking GmbH und damit verantwortlich für BASIC thinking und BASIC thinking International. Seit 2017 leitet er zudem die Medienmarke FINANZENTDECKER.de.