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TAG Heuer Connected Test – Hands on mit der $1500 Smartwatch

Das sind so die Momente, in denen ich mit Nicole wirklich gerne getauscht haette. Sie war gestern vor Ort in New York beim TAG Heuer Connected Event und konnte die Smartwatch schon ausprobieren. Das passende Hands On Video haben wir oben entsprechend eingebunden und jetzt warte ich schon sehnsuechtig auf mein Sample… Nein, zum Geburtstag liegt die Uhr auf dem Tisch. Dieses Jahr waere es eh eine TAG Heuer geworden (wenn auch eine Formula 1) und mit der Connected bekomme ich die Option auf eine niegelnagelneue Carrera in 2 Jahren. TAG Heuer hat hier ein in meinen Augen perfektes Geschaeftsmodell fuer Uhrenliebhaber geschaffen. [Update 10.11. – Sascha]

Original-Artikel 9.11.2015 – Bernd

TAG Heuer Connected Vorstellung

Tag Heuer, Google und Intel haben heute mit der „Connected“ die erste Smartwatch des Schweizer Luxusuhren-Herstellers vorgestellt. Nicole Scott ist für uns live vor Ort, wir stellen euch das Device mit Android Wear und Intel-Komponenten ausführlich vor.

Die soeben beendete Pressekonferenz stand von der ersten Minute an im Zeichen der Tradition. Hier sieht wohl die gesamte Schweizer Uhrenindustrie ihren größten Wettbewerbsvorteil im Wettbewerb um das Handgelenk des Kunden. Dementsprechend wurde auch Tag Heuers CEO Jean-Claude Biever nicht müde, immer wieder zu betonen, dass man sich der neuen Konkurrenz aus Cupertino, Südkorea und China längst nicht geschlagen gebe und zukünftig die Qualität und Exklusivität der Luxusmarke auf den völlig neuen Geschäftsbereich Smartwatches übertragen wolle.

Kommen wir zu allererst zur Optik der Tag Heuer Connected. Wie erhofft haben die Schweizer insgesamt drei eigene digitale Ziffernblätter entwickelt – sprich: Watch Faces – entwickelt, die allesamt die bekannte Designsprache der Carrera Kollektion aufgreifen. Angefangen bei den Zeigern über die Indexe, Zähler, dem Fenster für das Datum bis hin zu der Minutenteilung – für Tag Heuer Fans wirkt das alles sehr bekannt.

Zum Zeitpunkt der Einführung der Connected werden die Zifferblattvarianten „Chronograph“, ein Zifferblatt mit drei Zeigern sowie ein GMT-Zifferblatt erhältlich sein, alle mit Datumsanzeige und verfügbar in drei verschiedenen Farben (Schwarz, Dunkelblau oder Perlweiß). Die digitalen Zifferblätter sind originalgetreu dem Erscheinungsbild und den Funktionen eines echten Zifferblatts nachempfunden, mit Schatten unter den Zeigern und Sonnenstrahl-Lichteffekt. Da die TAG Heuer Connected nach Aussage des Unternehmens in allererster Linie eine Uhr bleiben soll, bleiben die digitalen Zeiger und Indexe stets sichtbar, auch wenn sich die Uhr im Energiesparmodus befindet. Weitere Ziffernblätter werden folgen und sind dann über den Google Play Store downloadbar.

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Zur Technik: Die Uhr ist mit einem Intel Atom Z34XX Prozessor ausgerüstet und läuft mit Android Wear. Sofern ein Smartphone mit Android 4.3+ oder iOS 8.2+ ausgestattet ist, soll es sich problemlos mit der „Connected“ verbinden lassen. Der interene Speicherplatz ist mit 4GB bemessen, der eingebaute Lithium-Ionen Akku soll es auf „einen ganzen Tag“ Laufzeit bringen. Über ein eingebautes Mikrofon kann die Uhr via Sprachsteuerung verwendet werden. Netzwerktechnisch beherrscht das Modell Audio-Streaming, Bluetooth und Wi-Fi.

Beim Glas handelt es sich um Saphirglas, das Gehäuse ist wasserdicht gemäß Schutzart IP 67.

Technische Daten Tag Heuer Connected

  • Display: 1,5in vollrundes, transflektives LTPS LCD. 360 x 360 Pixel, 240ppi
  • 1,6 GHz Dual Core Prozessor
  • Arbeitsspeicher: 1GB RAM
  • interne Speicherkapazität: 4GB
  • Netzwerk & Konnektivität:
    • Bluetooth BLE 4.1
    • WLAN 2.4GHz, 802.11 b/g/n/li>
  • Abmessungen:
    • Maße: 46 Millimeter
    • Dicke: 12,8 Millimeter
    • Gewicht: ca. 52 Gramm
  • Armband: vulkanisierter Kunststoff (kein Lederarmband von Tag Heuer, bisher)
  • Farben: grün, gelb, blau, orange, rot, weiss und schwarz
  • Akku: 410 mAh, Li-Ion

Eine Besonderheit und eine echte Kampfansage an Apple ist, dass sich die Tag Heuer Smartwatch am Ende der zweijährigen Garantiezeit gegen eine „echte“ mechanische Tag Heuer Carrera eintauschen lassen soll. Hierzu haben die Schweizer extra ein Modell entwickelt, das im ähnlichen Design und ebenfalls aus Titan Grade 2 gefertigt wurde. So wird die Smartwatch – andernorts technisch mit einem „Ablaufdatum“ belastet – zu einem zeitlosen Begleiter, nur … naja, eben anders, mechanisch. Das ist ein Coup.

Tag Heuer Connected

Die Tag Heuer Connected soll ab sofort erhältlich sein und kostest 1.500 USD oder 1.350 Euro oder 1.400 CHF oder 1.100 GBP. Mehr Infos zur Uhr finden sich unter der neu gestarteten Website tagheuerconnected.com.

Falls ihr echte Fans seid und nochmal die komplette Pressekonferenz mit dem sehr enthusiastischen CEO Jean-Claude Biver sehen wollt, bitte sehr:

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Dieses Posting wurde von einem Blogger geschrieben, der nicht mehr für BASIC thinking aktiv ist.

26 Kommentare

  • lächerlicher preis, was bitte soll daran besonders sein wenns ne smartwatch is ?! da is android wear drin und das wars halt…1.800 …is klar

  • Ich warte schon lange darauf, dass die Uhr endlich mal zusehen ist. Nicht weil ich Geldberge horte und die sofort kaufen kann (leider nicht :-/), aber wie cool ist das denn! Endlich ein smarter RICHTIGER Chronograph! Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen was die Kiste kann!
    Habe aber auch meine Bedenken. Wird sicherlich toll verarbeitet sein etc, aber Tag Heuer hat mit smarter Technik Null Erfahrungen. Hoffe das enttäuscht nicht!

    PS: Carsten hat die News gemacht? Rein vom Verlauf der Berichterstattung dachte ich Sascha ist da ganz wild drauf 😀 Kratzt vermutlich schon am Schaufenster vom Uhrmacher des Vertrauens und hatte daher keine Zeit! 😀 😛
    Ich bitte um einen Test hier! Wäre toll 🙂

    • Wie man sieht ist es kein Chronograph…hat jedenfalls keine Taster dafür.
      Sieht nach ner stinknormalen Android wear Uhr im edlen Gehäuse mit Saphirglas aus.

      Pumpt die Gewinnzone von TAG auf…und Dein Portemonnaie leer.

      Kann bestimmt nix, was ne LG Watch R nicht auch könnte und sieht nicht viel anders aus…

      P.

      • Man weiß es nicht! Stimmt mit den fehlenden Tastern. Ich hoffe aber das es ein Hybrid aus analoger Automatikuhr und einer Smartwatch wird! Bin trotzdem sehr gespannt 😉

  • Wie genial ist denn das?! 😀
    Definitiv meine nächste TAG Heuer, die Aussicht auf eine echte Carrera nach 2 Jahren ist einfach geil 😀

    An diejenigen, welche über den Preis jammern – einfach mal bei dem Juwelier/Konzessionär eures Vertrauens nachfragen was eine TAG Heuer normalerweise kostet 😉

    …die Kritik am Kautschukband ist für mich auch nicht nachvollziehbar – einfach mal ein originales TAG Heuer Kautschukband anlegen und selbst von der Qualität überzeugen 🙂

  • muss ich denn nach zwei Jahren dann was draufzahlen? Sonst wär das doch hammer, wenn man für 1350€ erst eine Smartwatch bekommt und nach 2 Jahren eine Tag Heuer Automatik… für die meisten Modelle zahlt man doch selbst gebraucht 800€. Wenn ich dann allerdings erst noch 500€ ablatzen muss wäre das nicht so toll.

    • Laut diversen Quellen darfst du noch eine 1 vor den Betrag zum Draufzahlen schreiben 😉

      …ist trotzdem immernoch ein sehr attrakves Angebot 🙂

  • Das ist also jetzt das Ergebnis der groß angeteaserten TAG Heuer? Ich meine, was zeichnet so eine Uhr aus? Das berühmte „Schweizer Uhrwerk“, dass hier quasi nicht enthalten ist.

    Ne das ist für mich einfach nur aufspringen auf den Smartwear Zug. Auf eine Android Wear das eigene Brand matschen. Finde ich ganz und gar unoriginell. Aber was habe ich erwartet? Mehr als das gibt eine Smartwatch powered by AndroidWear eben aktuell nicht her.

    Und was das Design angeht wirkt die auf mich nicht besonders formvollendet. Finde auch die Huawei Watch und die Moto 360 v2 in diesem Punkt deutlich schicker.

  • Moment mal. Das Ding macht Android Wear. So wie die Moto 360, LG Urbane oder andere Uhren. Verstanden. Sie ist hochwertig verarbeitet und stammt von einem etablierten Markenhersteller aus der Uhrenindustrie. Deshalb kostet sie auch ein paar Steine mehr als andere Smartwatches.

    Wenn ich dann zwei Jahre durchgehalten und festgestellt habe, dass sich hinter der schicken Fassade gar keine richtige mechanische Uhr verbirgt, darf ich dann gegen einen satten Aufpreis doch noch in den Genuss einer solchen kommen.

    Das ist ungefähr so logisch, als wenn BMW den Käufern eines i3 nach zwei Jahren anbieten würde, auf einen 3er BMW umzusteigen. Muss man nicht verstehen. Ist wahrscheinlich auch besser so.

    • Naja der geneigte Tag Heuer Kunde geht somit kein Risiko ein, wenn er mal die Smartwatch Variante ausprobieren will.

      Schlimmstenfalls hat er 3k EUR für eine klassische Carrera ausgegeben – diese Preisregion ist für solche Uhren ganz normal (wertungsfrei, soviel würde ich nicht für ne Uhr ausgeben :D) Diese Uhr ist dann auch wesentlich Wertbeständiger als eine Apple Watch z.b. nach 3 Jahren.

      • Das ist doch ein Armutszeugnis. Wenn TAG Heuer so wenig Vertrauen in eine neue Generation von Uhren hat, sollten sie es besser gleich lassen. Das sieht doch sonst so aus, als wenn man vor dem Markt einknickt und dem Kunden irgendetwas „smartes“ anbieten müsse, um ihm am Ende wieder die olle mechanische Uhr anzudrehen.

        Aber entweder bin ich Traditionalist, dann kaufe ich gleich mechanisch, oder ich will den Computer am Handgelenk. Für letzteres brauche ich dann aber keine TAG Heuer Smartwatch.

        • Naja ich denke, es ist eher ein Testballon. Es weiß ja noch keiner wohin sich der Markt entwicklen wird. Besser so rum, als wenn man die Smartwatch Entwicklung komplett ignoriert, finde ich.

          • Man kann den Ruf einer Marke durch solch ein Produkt jedoch auch beschädigen. Wer TAG Heuer kauft, erwartet auch TAG Heuer. Stösst der Käufer in Android Wear auf Hindernisse und Bugs oder gefällt ihm der derzeitige Stand der Smartwatches nicht, wirft das schlechtes Licht auf den Hersteller und das ist nun einmal TAG Heuer selbst. Gerade bei diesen Preisen.

          • Wohl wahr! Der Move ist nicht ohne Risiko.

            Aber falls Smartwatches wider Erwarten „The Next Big Thing“ werden sollten, hat man schonmal Know How und wird nicht überfahren. Ob es eine gute Entscheidung war oder nicht, muss man später beurteilen. Mal sehen, was die Konkurrenz macht.

          • Eine Submarke könnte das Risiko senken. Diese müsste aber erst eingeführt werden.

            Eine Marke ein Preissegment tiefer wäre zum jetzigen Zeitpunkt eigentlich besser geeignet, aber die haben sie auch nicht.

  • Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden, aber 1500 € für quasi den Namen.
    Ansonsten kann das Ding, WAS mehr als eine LG Urbane?!
    Wie lange hält der Akku?! echt nur ein Tag war das nicht sonst immer einer DER Kritikpunkte?!

    Richtig! hier wird zum Quadrat vorgeführt, was man an Apple bemängelt.
    Und ich bin mir sicher, dass in 2 Jahren eine spezielle Edition für die „Aufzahler“ rauskommt.
    Wetten das Ding ist dann nicht ganz so gut wie eine Standard Carrera 😉

    Ich unterstelle mal, wenn das Ding mit diesenWerten von Apple wäre würde es in der Luft zerrissen werden….Statussymbol…Materialien die keiner braucht, Marketing Geschwurbel etc
    und zu guter letzt irgendwas was mit „meine 290 € Uhr kann das gleiche !!“

  • Peinliches Gerät. Zum Glück haben Tissot oder Omega die Finger von solchen Spielereien gelassen.

    Bei einer mechanischen Uhr ist der hoh Preis zumindest zum Teil gerechtfertigt, hier bliebt es einfach ein show off. Nicht mal im Bereich Laufzeit können sie punkten. Auch bieten sie keine exklusiven Features an.
    Was bisher die wenigsten verstanden haben: runde Smartwatches sind komplett sinnbefreit, also noch mehr als die gesamte Geräteklasse, weil einfach zu viel Platz verschwendet wird.

    Der Umtauschdeal ist kein Coup, eher ein Eingeständnis der eigenen Unzulänglichkeit.

  • Ich weiß nicht, warum das Umtauschen danach ein cooler Deal ist. Wenn man von einer Smartwatch überzeugt ist, wird man sich auch danach wieder ein besseres Model kaufen (so wie beim Fernsehr und Laptop auch). Für mich ehr ein Versuch, die enttäuschten Kunden nicht ganz zu verlieren.
    Ansonsten ist der Ansatz komplett falsch, Kunden in der Preisregion haben in der Regel ein Android und Android Wear mit Apple iPhone ist nur ein Notlösung.
    Für mich ein verkrampfte Lösung im HighEnd Smartwatch Markt Fuß zu fassen. Leider schlecht gemacht, der Deal von Fossil mit Misfit ist besser und hat deutlich mehr Potential.

  • bis ich dann feststellte, dass es nicht E-Mail, sondern Email heißt und dass einfach nur das Zifferblatt handemailliert ist… hmmm…

  • die Idee und das Konzept finde ich sehr gut
    und den Mut von TH auch wenn sie von den
    traditionellen Kunden dafür zerrissen werden.
    Mit der Upgrade Option ist man auf der sicheren
    Seite als Kunde, falls man die Uhr nach zwei
    Jahren nicht mehr smart findet hat man gegen
    Aufpreis zum gleichen Gegenwert eine Carrera 5
    Automatic die auch 2.700,– kostet.

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