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Apple iPad Pro im Test: Das sagen die Tech-Kollegen

Im September war es soweit und Apple enthüllte offiziell das iPad Pro – das mit 12,9 Zoll Bildschirmdiagonale bis dato größte Tablet aus Cupertino. Auch im Mobile Geeks-Testlabor werden wir das Riesen-Gerät unter die Lupe nehmen, aber bis es soweit ist, schauen wir zunächst einmal auf die Konkurrenz, denn viele der großen Seiten haben bereits entweder einen ersten Eindruck oder sogar schon ein Review online. Hier ist also das, was die anderen über das Apple iPad Pro zu sagen haben:

Wired

[mg_blockquote cite=“David Pierce, Wired“]For those of us who still cling to laptops and desktops, the iPad Pro just doesn’t feel like a serious machine for serious work. [/mg_blockquote]

Bei Wired ist man ziemlich begeistert vom großen Display und hält zudem große Stücke auf den Stylus. Die Tastatur hingegen kommt nicht so gut weg, weil sie a) unbequem zu nutzen ist, wenn man sie nicht auf dem Schreibtisch nutzt und b) viele Keyboard Shortcuts (noch) nicht unterstützt werden.

TechCrunch

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[mg_blockquote cite=“Matthew Panzarino, TechCrunch“]By the way, the A9X chip provides a performance curve that is so brutally efficient that if this isn’t an audition for a fully A-series-powered lineup of Macs I will eat my hat.[/mg_blockquote]

Matthew Panzarino von TechCrunch hadert ebenfalls ein wenig mit der Tastatur, ist ansonsten aber schwer angetan vom Apple iPad Pro. Sowohl Verarbeitung, Performance als auch der Stylus gefallen ihm, so dass er in seinem Fazit Tim Cooks These vom Ende der PC-Ära weitestgehend zustimmt, dass in vielen Haushalten das iPad Pro tatsächlich der primäre Rechner sein könnte.

Das mag stimmen, wenn man am Rechner nichts zu erledigen hat außer ein paar Mails zu schreiben und mal bei Facebook vorbeizuschauen, bei produktivem Arbeiten dürfte es jedoch schwierig werden. Panzarino betrachtet das aber abstrakter und nicht aus dem Winkel einer Person, die sehr viel mit einem Notebook arbeitet und kommt daher zu diesem positiven Fazit. Oben seht ihr übrigens ein Werk, welches mithilfe des Pencils erstellt wurde.

9to5mac

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[mg_blockquote cite=“Dom Esposito“]I think the iPad Pro is a nice idea overall, but the main issue here is that it runs iOS instead of something that may be a bit more useful to “professionals” like you know.. maybe OS X?[/mg_blockquote]

Dom Esposito von 9to5mac kann erst ein vorläufiges Fazit ziehen. Zum einen besitzt er das iPad Pro noch nicht lange genug, zum anderen muss er noch auf den Pencil warten, der ihm bis dato noch nicht geliefert wurde – für eine abschließende Prognose ist es daher noch zu früh. Er ist noch nicht sicher, ob so ein großes Tablet das ist, was er dringend benötigt, kann sich aber nach seinem ersten Eindruck dennoch vorstellen, dass sehr viele Menschen mit diesem Gerät glücklich werden können und je nach Use Case vielleicht auch tatsächlich kein Notebook benötigen.

Ars Technica

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[mg_blockquote cite=“Andrew Cunningham, ArsTechnica“]Even with a bigger screen and new accessories, the iPad still feels like a “sometimes computer.” I can take it with me on vacation instead of a MacBook and do pretty much everything I want, and I can even get quite a bit of work done on one. But what really does it in for me are the many small ways in which the iPad Pro is not quite a traditional computer and iOS is not quite OS X.[/mg_blockquote]

Bei ArsTechnica erfreut man sich an der gewohnt starken Qualität der Verarbeitung und der herausragenden Performance des A9X-Prozessors, lobt zudem den Pencil und kann sich sogar damit anfreunden, das iPad Pro auf dem Schoss zu nutzen. Dafür kritisiert man die lange Ladezeit, das immer noch arg limitierte Multitasking und auch, dass man bei der Tastatur das Display nur in einem einzigen Winkel nutzen kann. Weiter kritisiert man den hohen Preis, da man Pencil und Tastatur separat erwerben muss. Andrew Cunningham zieht also kein komplett positives Fazit, gibt allerdings auch zu bedenken, dass auch Microsoft bei seinem Surface Pro einige Versuche benötigte, bis es das tolle Gerät irgendwo zwischen Laptop und Tablet wurde, welches es nun ist.

CNET

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[mg_blockquote cite=“Scott Stein, CNET“]The iPad Pro is a dream machine for graphic designers and media mavens, but this elegant tablet needs more optimized apps and accessories before it can fully achieve laptop-killer status.[/mg_blockquote]

Bei CNET hat sich Scott Stein schon sehr ausführlich mit dem Apple iPad Pro beschäftigt und kommt mit 8,3 Punkten auch zu einer sehr positiven Bewertung. Auch hier glaubt man, dass das iPad Pro seine Kunden finden wird, gerade im Bereich der Medien-Nutzung, wo das iPad Pro mit seinem großen Display und den Speakern punkten kann. Andererseits findet er es aber auch etwas schwierig, den Platz auf dem Markt für das das iPad Pro zu finden, da Apple schließlich bereits im Bereich 12- und 13-inch stark vertreten ist:

[mg_blockquote cite=“Scott Stein, CNET“]It’s a 12.9-inch massive tablet, in a place where many other 12- and 13-inch Apple products already thrive: the MacBook Air, Retina MacBook Pro and new MacBook.[/mg_blockquote]

Daring Fireball

iPad Pro mit Ständer

[mg_blockquote cite=“John Gruber, Daring Fireball“]Is it a MacBook replacement for me, personally? No. For you? Maybe. For many people? Yes. It brings me no joy to observe this, but the future of mass market portable computing involves neither a mouse pointer nor an x86 processor.[/mg_blockquote]

Apple-Experte John Gruber hat sich natürlich auch des iPads im Maxi-Format angenommen. Gerade in technischer Hinsicht zeigt er sich schwer begeistert und spricht daher davon, dass das iPad Pro daher mit Sicherheit für viele Menschen ein MacBook-Ersatz sein könnte, wenngleich er das für sich selbst noch nicht so sieht. Neben der Power lobt Gruber auch noch besonders die Akkulaufzeit und das gelungene Display des iPad Pro.

The Wall Street Journal

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[mg_blockquote cite=“Joanna Stern, Wall Street Journal“]The Pro may seem wedged between iPads and MacBooks, but it will be your main computer in the future. As our phablets push smaller tablets into retirement, the big tablet and its accessories will do the same for our traditional computers. For now, however, it may be easiest to step back and see the Pro as a… really good, really big iPad.[/mg_blockquote]

Die gute Joanna Stern hatte nicht nur die witzige Idee, den Größenvergleich mit der Cornflakes-Packung zu wagen, sondern auch durchaus ihre Schwierigkeiten damit, das iPad Pro zu klassifizieren? Unter dem Strich kommt sie zu dem Urteil, dass ein solch großes Tablet mit optionaler Tastatur tatsächlich die Zukunft der Computer sein wird – aber eben noch nicht die Gegenwart.

The Verge

[mg_blockquote cite=“Lauren Goode, The Verge“]So fundamentally, I know that the iPad Pro can’t do all of the things my MacBook Pro can do. And, as of right now, the iPad is still not quite the computing savior that Steve Jobs predicted it would be five years ago.[/mg_blockquote]

Einige Erkenntnisse sind bei allen Testern des iPad Pro nahezu identisch: Es ist ein wirklich großes Tablet, der Pencil ist große Klasse – und die Tastatur okay, aber vor allem zu diesem Preis eben auch nicht mehr. So sieht man es auch bei The Verge und insgesamt vergibt man mit 8,7 von 10 Punkten eine echt starke Wertung für das iPad Pro.

Auch, wenn Performance, Display und vieles mehr das iPad Pro zu einem herausragenden Tablet macht, glaubt man bei The Verge nicht daran, dass man mit diesem Gerät tatsächlich adäquat ein Notebook ersetzen kann, zudem hadert man mit dem hohen Preis.

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Über den Autor

Ehemalige BASIC thinking Autoren

Dieses Posting wurde von einem Blogger geschrieben, der nicht mehr für BASIC thinking aktiv ist.

14 Kommentare

  • Solange Apple ausschließlich die englische Tastatur anbietet, wird das wenn überhaupt ausschließlich im englischsprachigen Markt ein Konkurrent für Laptops.

    Die Idee dass der Prozessor Basis für Macs werden könnte, könnte aber durchaus etwas wahres beinhalten.

  • Solange Apple ausschließlich die englische Tastatur anbietet, wird das wenn überhaupt ausschließlich im englischsprachigen Markt ein Konkurrent für Laptops.

    Die Idee dass der Prozessor Basis für Macs werden könnte, könnte aber durchaus etwas wahres beinhalten.

  • Ich bin begeistert von meinem iPad Pro, vorerst noch ohne Pencil denn der wird mein Geburtstag Geschenk (obwohl ich nicht mal glaube das ich ihn zum Geburtstag kriegen kann da er noch nicht bestellt wurde und ich am 29.11. bday habe 🙁 )

    Das Pro ist mein zweites iPad nach dem allerersten (iPad 1 32gb + 3g) wieder, das letzte beste Tablet war das Samsung Note Pro 12.2 LTE für mich. Ich hatte dies nur verkauft weil ich glaubte das ein Nachfolger mit mehr Leistung vorgestellt werden würde um damit den Wertverlust zu minimieren, aber dies war nie passiert und ich begnügte mich anstatt dessen mit einen Samsung Tab S 10.5 LTE eine Zeitlang was wiederum wich ab August für ein Sony Z 4 Tablet mit LTE!

    Zusammengefasst es gibt keine schlechten Tablets bei den Highend Geräten, aber oftmals ist ein großes Problem die Leistung bei Android Tablets oder bessergesagt z.b. die Browserperformance ist nicht richtig perfekt ist! Das Z 4 Tablet hat bisher die beste Performance abgeliefert, aber im Vergleich zum iPad Pro kann man es nur als mittelmäßig stand heute beurteilen!

    Natürlich sind das ungleiche Konkurrenten, aber jeder der mindestens ein 12″ Tablet will, wird an das iPad Pro sein Herz verlieren! Es gibt bei ihm viele WOW Momente klar beim Preis, bei der mit abstand besten Performance, bei dem Display, bei dem Sound der Volumen technisch neue Maßstäbe setzt bei Tablets, der Größe und dem Pencil!

    Aber trotzdem finde ich den Preis auch wenn es sehr sehr teuer ist nicht als falsch, denn es bietet mir die Leistung die ich lange gesucht habe! Mein Geldbeutel hat sich um 1130€* geleert für die 128gb mit LTE, aber ich bin absolut glücklich mit dem neuen Über-Tablet!

    * der Preis ergibt sich aus 3% Rabatt im Apple Store und der Verkauf eines Apple Pencil bei eBay

  • „Auch, wenn Performance, Display und vieles mehr das iPad Pro zu einem herausragenden Tablet macht, glaubt man bei The Verge nicht daran, dass man mit diesem Gerät tatsächlich adäquat ein Notebook ersetzen kann, zudem hadert man mit dem hohen Preis.“

    Das ist doch nicht etwas Kritik?!

    Normalerweise liest sich das bei The Verge immer so:

    „800$ may sound a lot, but it really isn’t, when you account what you get in return!
    The IPad Pro is not only the best Tablet ever built it is also a device that your Windows Laptop
    really has to fear !“

    oder so ähnlich… 😀

    • Ich finde es gibt oder muss man mittlerweile sagen GAB auch mal Geräte die den höheren Preis durchaus wert sind/waren, aber vor allem die Preispolitik in Deutschland ist mir zur Zeit ein Dorn im Auge.

      Obwohl der Euro stärker ist als der Dollar, dürfen wir auf den US Preis mittlerweile noch mal schön drauf zahlen. 10€ für den Pen, nen hunni auf das Basis Pad… ne das gefällt mir aktuell nicht.

      Ich lasse einfach die Finger von dem großen Brett 😉

      • das ipad kostet in den USA 799$ macht 741,95€ netto (ami preise sind immer ohne steuern) x 1,19 mwst und wir sind bei 882,94€, verkauft wird es für 899,-€
        da zahlen wir also ganze 17€ mehr
        der stift kostet drüben 99$, umgerechnet 91,93€ netto x 1,19 mwst und wir sind bei 109,40€, verkauft wird er für 109,-€
        macht 0,40€ ersparnis

        dafür dass wir ne höhere mwst als die amis haben kann apple jetzt nicht wirklich was für…

        • Ja und genau so rechnet sich Apple die Preise. Ändert nichts daran, dass für mich ein Einsteiger MBP Retina mal eben gut 10% teurer geworden ist.

          Den gab es sonst für 1299€, nach Einbruch des Dollar/Euro Kurses kostet es 1449€ weil Apple eben so berechnet wie du und dabei vergisst, das sich die Kaufkraft in Deutschland in der Zeit nicht ansatzweise um 10% gestiegen ist.

          Und wir reden hier ja nicht gerade von Produkten mit knappen Margen.

          Du kannst ja mal versuchen zu rechnen, was es Apple jetzt gekostet hat, das mir die 150€ Aufpreis so gestunken haben, das ich nicht zum neuen MBP gegriffen habe. Ich bin als jahrelanger Stammkunde nämlich gerade mal auf die Bremse getreten, was genauso für das neue Apple TV gilt, welches fest eingeplant war. Völlig unausgereift auf den Markt geworfen, Preis verdoppelt, Hauptsache für Apple passt die Marge.

          Fehlt nur noch, dass sie jetzt wieder nen Brausemarketing Chef einstellen, dann ist der Gau perfekt 😉

          • du wüdest also als firma währungsschwankungen selbst fressen? die höheren preise sind allein unser aller problem, nicht apples

          • Ja in Apples Fall würde ich die selbst fressen. Wie gesagt, das geht natürlich auch nur wenn du entsprechend an den Produkten verdienst, dass du es dir eine Weile lang leisten kannst.

            Mir ist aufgefallen, das Cyberport, Saturn, MediaMarkt und Gravis die Verkaufspreise reduziert haben, was in den Jahren zuvor nicht der Fall war. Allein diese Tatsache zeigt mir eigentlich, dass die Verkäufe rückläufig waren, denn sonst würden die Reseller nicht auf eigene Kosten diesen sonst stets in Stein gemeißelten Preis reduzieren.

            Beispielsweise hat Cyberport das MF839D/A auf exakt eben den von mir genannten alten Preis 1.299€ reduziert(habe ich selber gerade erst gesehen). Das ist sicher kein Zufall, sondern eher die Konsequenz daraus, das ich nicht der einzige bin, dem die 149€ mehr einfach stinken. Es verkauft sich nicht bei 1.449€!

            In den Jahren zuvor haben diese Reseller den Preis nicht angefasst, bis das neue, technisch revidierte Modell im Laden lag.

            Allerdings gibt es dir auch recht. Am Ende frisst der Reseller die Konsequenzen aus dem miesen Kurs. Apple muss da gar nichts machen. Unsere Einzelhändler schlucken das jetzt. Was mir übrigens genau so wenig gefällt ;P

  • Apple ist der Konkurrenz ja immer 1-2 Jahre hinterher (große Tablets mit Stylus gibt es von Samsung schon länger, die Watch wurde lange nach Android Wear vorgestellt, etc.) bringt dafür aber relativ ausgereifte Produkte auf den Markt (von der Watch mal abgesehen)
    Daher bin ich mir sicher, dass wir in 1-2 Jahren ein iPad/Macbook Convertible sehen werden, ähnlich wie das Surface Book. Das könnte dann z.B. bedeuten dass auf dem Tablet iOS läuft, steckt man es dann in den Tastaturdock hat man ein vollwertiges Mac Book mit OS X.

    • Dann wäre das aber Surface Pro aber immer noch ausgereifter, da du durchgehend ein vollwertiges System hast egal ob mit oder ohne Tastatur. Wo soll da die Reife sein ?

  • Ich bin wirklich vom iPad Pro begeistert, konnte mich bis jetzt aber noch nicht durchringen, es zu kaufen. Bin von den Vorteilen wirklich begeistert und hatte es auch schon in der Hand, es ist wirklich klasse. Bin auch mit einer Halterung aus Holz am Liebäugeln, die Kombi sieht nämlich auch ziemlich geil aus -> https://www.yohann.com/de/ipad-pro-halterung-yohann/
    Bin auch zimlich fasziniert davon dass die sich über Kickstarter finanziert haben, das heißt für mich immer, das es mal ne Idee war, die auch wirklich was kann. Außerdem wäre der Pencil auch noch ne Idee, Mann bin ich unschlüssig 😀 Aber das Teil hat’s mir wirklich angetan :/

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