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Microsoft Surface Pro 4 Test: Power-Tablet mit kleinen Schönheitsfehlern

Die Microsoft Surface Pro Reihen hat einen Nachfolger bekommen und Microsoft bringt mit dem Surface Pro 4 eine wirklich gute Fortsetzung der Produktlinie auf dem Markt. Äußerlich sieht man zunächst kaum einen Unterschied zum Vorgänger, dem Surface Pro 3, doch hardwaretechnisch hat sich einiges getan. Das Surface Pro 4 kommt in verschiedenen Varianten, sodass für jeden Anwendungsfall etwas dabei ist.

Hardware

Das Microsoft Surface Pro 4 besitzt ein 12,3 Zoll großes Display bei einem Displayformat von 3:2, obwohl die Außenmaße im Vergleich zum Surface Pro 3 nicht mitgewachsen sind. Logisch also, dass der Displayrand etwas geschrumpft ist. Dies erkennt man auch daran, dass auf der Frontseite kein Windowsbutton mehr zu finden ist. Dieser wurde gänzliche entfernt. Die Auflösung des Displays beträgt 2736 x 1824 Pixeln, woraus eine Pixeldichte von 267 PPI resultiert.

Angetrieben wird das Surface Pro 4 von einem Intel-Prozessor der neusten Generation (Skylake), wobei man abhängig von der Variante auf einen Core m3, i5 oder einen i7 zurückgreifen kann. Unser Testexemplar ist mit einem Intel Core i5 bestückt. Dieser bietet eine Taktfrequenz von 2,4 GHz und kann im Turboboost auf bis zu 3,0 GHz zurückgreifen. An Arbeitsspeicher stehen uns in dieser Variante 8 GB zur Verfügung, die verbaute SSD fasst 256 GB.

Die weiteren Ausstattungsvarianten könnt ihr der weiter unten folgenden Tabelle (Varianten Surface Pro 4) entnehmen.

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, ist das Surface Pro 4 auf den ersten Blick nur sehr schwer vom Surface Pro 3 zu unterscheiden. Microsoft setzt hier auf das bereits bewährte Design des Vorgängers. Dennoch lassen sich auf den zweiten Blick ein paar Feinheiten unterscheiden. So ist das Surface Pro 4 etwas dünner geworden, denn das Tablet misst nunmehr nur noch 8,45 Millimeter in der Tiefe (Surface Pro 3: 9,1 Millimeter).

Surface Pro 4 vs Surface Pro 3 Dicke

An Anschlüssen stehen am Surface Pro 4 ein vollwertiger USB 3.0 Port, ein Mini-DisplayPort, der Cover-Anschluss, sowie eine 3,5 Millimeter Headset-Buchse und ein microSD-Kartenleser zur Verfügung. Einen SIM-Kartenslot vermissen wir weiterhin, dieser wurde ja bereits beim Surface Pro 3 von einigen Nutzern gefordert. Ob Microsoft hier noch nachlegt ist bisher nicht bekannt. Auch hier sind also keine nennenswerten Unterschiede zum Vorgänger zu verzeichnen. Für die drahtlose Konnektivität stehen am Surface Pro 4 Bluetooth 4.0, 802.11ac WLAN, sowie Miracast zur Verfügung.

Surface Pro 4 vs Surface Pro 3 - Anschlüsse

Die Anordnung der Anschlüsse hat sich jedoch ein klein wenig verändert. So auch bei den Hardwaretasten am Rand des Gehäuses. Die Lautstärkewippe sitzt nun nämlich nicht mehr seitlich am Tablet, sondern findet sich an der Oberseite des Gehäuses, neben dem Powerbutton, wieder. Dies hat den Vorteil, dass der Lautstärkeregelung, gerade bei abgewinkelten Headset-Steckern, (wortwörtlich) nun nichts mehr im Weg steht.

Surface Pro 4 - Lautstärketaste veränderte Position

Im Bereich der Kameras hat Microsoft etwas getan, denn die rückseitige Kamera bietet nun 8 Megapixel (im Vergleich: Surface Pro 3: 5 Megapixel). Die Auflösung der Frontkamera hat sich jedoch nicht weiter verändert. Hier setzt Microsoft weiterhin auf eine 5 Megapixel Kamera, dies sollte für die üblichen Anwendungsfälle (Videocall oder schnelle Selfies) jedoch genügen. Eine große Neuerung ist die Infrarot-Kamera, die im Zusammenhang mit Windows Hello für eine neue Variante der Benutzerauthentifizierung sorgt. Einmal eingerichtet, reicht es fortan sich vor das Surface Pro 4 zu setzen und das Gerät mit einem Lächeln zu entsperren.

Nutzt man das Surface Pro 4 mit dem Zubehör, wie dem Stylus und dem TypeCover, so werden die ersten wirklich großen Unterschiede ersichtlich.

Surface Pro 4 mit TypeCover

Der neue Stift, der komplett überarbeitet wurde, bietet nun eine erhöhte Druckempfindlichkeit. Des Weiteren wurde auch das Aussehen überarbeitet. So hat der Surface Pro 4 Stylus nun eine abgeflachte Seite, an der eine lange Magnetleiste, die zugleich als Taste fungiert, zu finden ist. Diese Magnetleiste dient dazu, dass der Stift nun noch besser am Surface Pro 4 befestigt werden kann. Beim Vorgänger, dem Surface Pro 3, war die Aufbewahrung des Stifts noch durch eine Schlaufe, die am Cover befestigt wurde, gelöst. Zwar konnte man den Stift auch magnetisch an den Stromport anheften, doch dies war mehr eine Notlösung, als eine bewusste Aufbewahrungsvariante.

Weiterhin ist der Stylus etwas länger geworden. Die zweite Taste auf der Seite des Stiftes, die beim Schreiben auf dem Radiergummi-Modus umgeschaltet hat, ist verlagert worden. So lässt sich nun die Taste an der Oberseite, welche zuvor nur die Funktion hatte OneNote zu öffnen, oder einen Screenshot zu erstellen, auch als Radiergummi nutzen – also fast so wie bei einem echten Bleistift.

Surface Pro 4 Stylus

Auch das TypeCover wurde überarbeitet und kommt mit einem neuen Chiclet-Design daher. Für Umsteiger vom Surface Pro 3 mag dies zunächst etwas ungewohnt sein, doch man gewöhnt sich recht schnell an das neue Layout. Das Schreiben auf dem neuen TypeCover funktioniert sehr gut, die Tasten sind ausreichend groß, und das obwohl die das Cover im Gesamten nicht gewachsen ist. Auch die Druckpunkte sind, für eine so schmale Tastatur recht gut. Ich habe diesen Testbericht hier am neuen TypeCover verfasst, da es vollständig kompatibel zum Surface Pro 3 ist und hier so ein gutes Testszenario zu Grunde lag.

Vergleiche TypeCover Surface Pro 4 vs Surface Pro 3

Ein weiterer klarer Vorteil ist das neue Touchpad. Dies ist nicht nur größer geworden, sondern nun auch aus Glas. Es misst jetzt circa 10 x 5,3 Zentimeter, das ist die Größe einer Kreditkarte + 1,5 Zentimetern in der Länge. Das bedeutet, Wischgesten gehen noch schneller und präziser von der Hand, da es kaum noch einen spürbaren Widerstand bei der Nutzung des Touchpads gibt.

Technischen Daten Surface Pro 4

  • Windows 10
  • Display: 12,3 Zoll; 267 PPI; Auflösung 2736×1824 Pixel (3:2-Format)
  • Prozessor: Intel Core m3, i5, oder i7 der 6. Generation (Skylake)
  • Arbeitsspeicher: 4, 8, oder 16 GB RAM
  • Festplatte: 128, 256, oder 512 GB SSD
  • Anschlüsse: USB 3.0; mini-DisplayPort; 3,5mm Klinke; microSD-Kartenleser; Cover-Anschluss
  • Konnektivität: 802.11ac WLAN; Bluetooth 4.0; MiraCast
  • Gehäuse: Magnesium; 292,1 x 201,42 x 8,45 mm; 786 Gramm (766 Gramm mit Intel m3-Core
  • Kamera: 8 Megapixel Kamera; 5 Megapixel Frontkamera
  • weiteres: Iris-Scanner für Windows Hello

Varianten Surface Pro 4

Prozessor Arbeitsspeicher SSD-Größe Preis
Surface Pro 4 Intel Core M 4 GB 128 GB 999€
Intel Core i5 4 GB 128 GB 1099€
8 GB 256 GB 1449€
512 GB 1859€
16 GB 256 GB 1649€
512 GB 2099€
Intel Core i7e 8 GB 256 GB 1799€
16 GB 256 GB 1999€
512 GB 2499€

Design

Beim Design des Surface Pro 4 bleibt Microsoft seiner eigenen Linie treu. Das neue Power-Tablet aus Redmond kommt wieder einmal in einem Magnesiumgehäuse daher. Dieses gibt dem Tablet den nötigen Premium-Effekt, denn es sieht nicht nur hochwertig aus, sondern fühlt sich auch so an. Durch das erwähnte Material sichert Microsoft außerdem die Stabilität des Gehäuses. Dieses lässt sich nicht verdrehen oder verwinden, egal wie sehr man es versucht. Ein weiterer Vorteil der Legierung ist die matte Oberfläche, welche so nahezu unempfindlich gegen Fingerabdrücke ist.

Schanier Kickstand Surface Pro 4

Der Kickstand, das Markenzeichen der Surface-Reihe ist natürlich auch wieder mit an Board. Dieser lässt sich, im Gegensatz zum Surface 3, wieder vollständig frei positionieren. Soll heißen, ihr seid beim Aufstellen nicht an festgesetzte Winkel gebunden und könnt den Kickstand stufenlos verstellen. Das Surface Pro 4 lässt sich somit unbeschwert überall aufstellen und wird in Verbindung mit dem neuen TypeCover, das eine vollständige QWERTZ-Tastatur bietet, einmal mehr zum Konkurrenten für jedes Notebook bzw. Ultrabook.

Den direkten Vergleich zum Surface Pro 3 könnt ihr der folgenden Galerie entnehmen.

Display

Der Bildschirm des Microsoft Surface Pro 4 misst 12,3 Zoll in der Diagonalen und kommt wie gewohnt bei der Surface-Reihe im Format 3:2 daher. Für Neueinsteiger im Surface Bereich mag dies zunächst ungewohnt aussehen, doch beim Arbeiten ergeben sich hier wesentliche Vorteile. Es steht mehr Raum für Inhalte zur Verfügung, im Portrait-Modus sehen Bildschirminhalte zudem nicht mehr so gequetscht aus.

Das Display ist Microsofts neuer Kracher. Bereits im Surface Pro 3 wurde ein wirklich gutes Display verbaut und nicht an Pixeln gespart. Doch das Surface Pro 4 setzt hier noch einmal einen drauf, denn mit seinem 0,3 Zoll größeren Display erhöht sich die Pixeldichte auf 267 PPI. Daraus resultiert eine Auflösung von 2736 x 1824 Pixeln.

Vergleich Displaygröße Surface Pro 3 vs Surface Pro 4

Die Displayhelligkeit vom Surface Pro 4 ist ausreichend gut. Da man mit einem so mobilen Gerät auch gerne mal im Freien arbeitet, ist dies wichtig. Auch bei direktem Sonneneinfall lassen sich die Inhalte auf dem Bildschirm noch gut erkennen. Außerdem kann die Helligkeit über die Einstellungen stufenlos geregelt werden. Somit lässt es sich soweit runterregeln, dass man beim nächtlichen Nutzen des Surface Pro 4 nicht direkt vom Display geblendet wird.

Weiterhin ist das Display sehr kontrastreich, was dem Auge zu Gute kommt. Texte, Videos oder Bilder sehen einfach brillant aus, denn auch die Farbwiedergabe ist sehr gut. Alles in Allem ist die Darstellung der Bildschirminhalte wirklich hervorragend und sogar noch einen kleinen Tick besser als beim Vorgänger, wo das Display meiner Meinung nach schon wirklich genial war. Auch die Blickwinkel sind gut bis sehr gut, denn auch aus einem sehr spitzen Winkel lassen sich Texte klar erkennen und verschwimmen nicht.

Im Zusammenhang mit dem Surface Stift lässt sich das Surface Pro 4 als digitaler Zeichen- bzw. Notizblock nutzen, denn es ist auch in der neusten Generation wieder ein Digitizer verbaut worden. Dieser wurde ebenso überarbeitet, wie der Stift, sodass nun 1024 Druckstufen zur Verfügung stehen. Dadurch wird das Schreiben auf dem Tablet noch einmal verbessert und man kann unterschiedliche Strichstärken, alleine durch das Aufdrücken, erzeugen.

Das Durchdrücken des Displays beim Schreiben mit dem Stylus wurde übrigens in den Griff bekommen, denn dank des Gorilla Glas 4 ist der Bildschirm nun so stabil, dass man nicht mehr ohne Mühe die Druckstellen erzeugen kann.

Performance

Das Microsoft Surface Pro 4 ist das Power-Tablet schlecht hin, je nach Ausstattungsvariante unterscheidet sich aber auch hier natürlich die Performance. Unser Testgerät wird von einem Intel Core i5-6300U angetrieben, dieser bietet eine Taktfrequenz von 2,4 GHz und kann im Turboboost bis zu 3,0 GHz erreichen. Dieser verfügt über genügend Leistung um Office-Tätigkeiten zufriedenstellen zu lösen und bringt auch noch genügend Power für aufwendigere Arbeiten mit sich. So lassen sich beispielsweise Videos innerhalb kürzester Zeit rendern, oder auch aufwendige 3D-Games damit spielen. Natürlich spielt hier auch die neue Intel HD 520 GPU eine Rolle, denn diese übernimmt bei rechenaufwendigen Grafikdingen die Oberhand. Die acht Gigabyte Arbeitsspeicher die in unserem Surface Pro 4 stecken leisten dabei natürlich ihren Beitrag.

3DMark Icestorm 1.2 Surface Pro 4

Im Benchmark erzielt das Surface Pro 4 überdurchschnittliche Ergebnisse. Im PCMark 8 Work Test erreicht das Surface Pro 4 (Konfiguration i5, 8GB RAM, 256 GB SSD) eine Punktzahl von 3683. Der 3DMark Icestorm Performance Test liefert einen Wert von 52689 Punkten. Verglichen mit den Werten des Surface Pro 3 mit i5-4300U und Intel HD4400M (3DMark IceStorm: 38372 Punkte; PCMark Work: 2149 Punkte) ergibt sich hier eine Leistungssteigerung von knapp 30%.

Der Vollständigkeit halber sind hier noch die weiteren Testergebnisse von 3DMark.

  • 3DMark Fire Strike 1.1: 858 Punkte
  • 3DMark Sky Diver 1.0: 3604
  • 3DMark Cloud Gate 1.1: 6041
  • 3DMark Ice Storm 1.2: 52689

Zum Vergleich habe ich in der folgenden Tabelle noch einmal eine Übersicht der Benchmarks gemacht. Gerade die Performance verglichen mit dem Surface Pro 3 ist hier sicherlich interessant, denn der ein oder andere Surface-Besitzer spielt vielleicht mit dem Gedanken auf das Surface Pro 4 zu updaten.

Geekbench Multicore Surface Pro 4

Wir haben hier leider nicht das High-End-Gerät zu liegen und genau deshalb sind diese Werte sehr überraschend. Bei der i7-Variante mit 16 GB Ram ist sicherlich noch viel mehr rauszuholen.

Positiv anzumerken ist beim Surface Pro 4 die Hitzeentwicklung. Diese ist im Vergleich zum Surface Pro 3 nicht mehr so stark. Hat das Surface Pro 3 bereits bei leichten Tätigkeiten wie etwa dem Streamen von Videos im Browser schon mit spürbarer Wärmeentwicklung zu kämpfen, so wird das Surface Pro 4 gerade mal handwarm. Daraus resultiert natürlich auch die Lüfteraktivität, dieser springt beim neuen Modell der Surface-Familie nicht mehr so häufig an, kühlt das Gerät, sobald er mal läuft, aber schnell wieder auf eine annehmbare Temperatur herunter.

Sound

Surface Pro 4 Lautsprecher
Die Lautsprecherposition hat sich, im Vergleich zum Surface Pro 3 nicht verändert. Sie sitzen weiterhin links und rechts des Displays im oberen Bereich. Der Klang ist meiner Meinung nach wirklich gut, Musik und Videos lassen sich damit problemlos, ohne dedizierte Boxen, oder Kopfhörer, anhören/-schauen. In geschlossenen Räumen reicht die Lautstärke aus. Sobald man sich aber nach draußen begibt, wo Straßenlärm und laute Umgebungsgeräusche dazu kommen, so sind die Lautsprecher nicht mehr hinreichend laut genug. Dann neigt man doch eher dazu zum Kopfhörer zu greifen.

Kamera

Surface Pro 4 Rückkamera
Die beiden Kameras des Surface Pro 4 leisten ihren Dienst, wenngleich sie nicht zu den besten Aufnahmegeräten dieser Technikwelt zählen. Die rückseitig verbaute Kamera löst mit 8 Megapixeln auf und bietet einen Autofokus, der sehr schnell reagiert. Dank der neuen Windows-Kamera App, die ein wenig an die Lumia Camera erinnert, ermöglicht Microsoft zudem noch die Feinjustierung von Weißabgleich, ISO und Verschlusszeit, aber auch die Belichtung kann angepasst werden. Außerdem beinhaltet die neue Kamera-App auch eine automatische Gesichtserkennung, die mit der Person mitwandert, soll heißen, dass der Fokus stetig auf das Gesicht gerichtet ist, sobald sich jemand vor der Kamera bewegt.
Ebenso lässt sich mit der Fotofunktion der Frontkamera verfahren. Auch hier lassen sich die oben genannten Punkte einstellen. Die Frontkamera hat ebenfalls eine Auflösung von 8 Megapixeln und profitiert auch von der Gesichtserkennung.

Surface Pro 4 Frontkamera

Die Bildqualität ist okay für ein Tablet dieser Größe, bei dem die Kameras beim Kauf wohl eher eine untergeordnete Rolle spielen sollten. Denn mal ehrlich, wer stellt sich bitte freiwillig mit einem Tablet, dass fast so groß wie ein DIN-A4-Blatt ist, hin und schießt Fotos? Natürlich lässt sich die Qualität der Bilder nicht mit aktuellen Smartphones vergleichen. Für Aufnahmen eines Tafelbildes, oder dem Dokumentenscan (bei der Rückkamera) und Videotelefonie oder Selfies (Frontkamera) reicht die Bildqualität allemal.

Software

Das Microsoft Surface Pro 4 wird mit vorinstalliertem Windows 10 Pro ausgeliefert. Auf unserem Testexemplar war jedoch noch nicht das Herbst-Update, sprich die Build 10586, installiert, sodass ein Update nach Inbetriebnahme nicht ausblieb. Weiterhin wird ab dem 18.11.2015 auch ein Systemupdate für das Surface Pro 4 verteilt, welches die Leistung des Prozessors noch einmal etwas anheben dürfte. Denn seit dem Herbst-Update reagiert der Prozessor nun, nicht mehr vom Betriebssystem reguliert, flexibel auf die Rechenlast und passt die Taktrate entsprechend an. Ergo folgt daraus eine gesteigerte Effizienz und optimierte Leistung des Gesamtsystems. Diese Funktion wird Speed-Shift-Technologie genannt.

Neu beim Surface Pro 4 ist die Authentifizierung per Windows Hello, ich habe erst überlegt diesen Punkt bei der Kamera mit aufzuführen, denke aber dass er an der Software-Stelle besser passt.

Windows Hello ermöglicht es euch das Microsoft Surface Pro 4 über verschiedene Möglichkeiten, per biometrischen Daten, zu entsperren. Das Surface Pro 4 bietet hier eine Infrarot-Kamera über die das Tablet den Benutzer erkennt und Windows automatisch entsperrt wird. Das Ganze funktioniert so gut, dass ich mich nach der Testzeit etwas schwer tue den PIN an meinem Surface Pro 3 einzugeben. Man ist quasi verwöhnt von der neuen Möglichkeit. In den USA ist zudem ein TypeCover mit Fingerabdruck-Scanner auf den Markt gekommen, hierauf müssen wir in Deutschland derzeit aber verzichten, aber vielleicht erfüllt uns Microsoft hierzulande ja auch noch den Wunsch und bringt das TypeCover mit Fingerabdruckscanner auch nach Deutschland. Hier heißt es aber erst einmal Warten.

Akku

Zur Akkulaufzeit kann ich nach einer Testzeit von etwas über einer Woche nicht wirklich viel sagen. Ich habe das System ähnlich eingerichtet wie mein Surface Pro 3 und kann sagen, dass ich damit gefühlt genauso lange arbeiten kann. Natürlich ist es immer schwer dies auf eine Basis runter zu brechen, denn die Nutzung schwankt bei mir sehr von Tag zu Tag. Einen Uni-Tag (09:00-17:30 Uhr) schaffe ich mit dem Surface Pro 4 auch nicht, ohne dabei wieder an die Steckdose zu müssen und das obwohl ich meist nur Mitschriften mit dem PDF Annotator anfertige und zwischen durch ein wenig mit dem Microsoft Edge Browser im Netz surfe und den einen oder anderen Artikel schreibe. Dabei habe ich das Display allerdings generell auf maximal 50% Helligkeit (meistens so bei 30-40%) eingestellt. Eine Laufzeit von 5-6 Stunden ist so möglich. Das ist natürlich nichts im Vergleich zu der versprochenen Laufzeit von bis zu 9 Stunden. Microsoft muss hier auf jeden Fall noch nachbessern!
Ich für meinen Fall kann aber an der Laufzeit nichts aussetzen und sie stört mich auch nicht wirklich. 5-6 Stunden ohne Strom sind in meinen Augen ausreichend, den viel länger halte ich mich auch nicht unterwegs auf, ohne dass eine Steckdose in der Nähe ist.
Viele Bloggerkollegen, von anderen renommierten Seiten, bemängeln die Laufzeit jedoch, denn das Surface Pro 4 kommt nicht mal annährend an die 9 Stunden Laufzeit, sondern bleibt in vielen Fällen darunter. Dies scheint also kein Einzelfall zu sein, sondern ein wirkliches Problem des aktuellen Surface Pro.

Surface Pro 4 Ladekabel

Im Vergleich zum Surface Pro 3 muss man aber festhalten, dass ein etwas größeres Display natürlich auch mehr Strom benötigt, der Vorteil des Skylake-Prozessors wird somit also wohl durch den Mehrverbrauch des Displays relativiert. Ich würde glatt sagen 8 Stunden am Stück sind drin und das sind ein kompletter Arbeitstag. Das ist in meinen Augen immer noch ein guter Wert für ein so gut ausgestattetes Tablet.

Geladen wird das Surface Pro 4 übrigens über den selben Stecker, wie auch schon beim Surface Pro 3. Dieser klinkt sich magnetisch in den Stromport und versorgt das Tablet mit dem nötigen Strom um auch leistungsintensive Anwendungen ausführen zu können.

Fazit

Das Microsoft Surface Pro 4 ist ein wirklich konsequenter Nachfolger des, bei mir heißgeliebten Surface Pro 3. Microsoft hat viele Dinge verbessert, die verbesserungswürdig sind. So haben sie den Stylus noch einmal auf ein neues Level angehoben. Das Schreiben geht noch besser von der Hand und ist durch die 1024 Druckstufen noch besser geworden. Auch am TypeCover hat Microsoft die kritischen Punkte, wie dem etwas kleinen Touchpad und der fehlenden „Druck“-Taste ausgemerzt und liefert mit dem neuen TypeCover eine wirklich sehr gute Tastatur.

Das Surface Pro 4 selbst überzeugt durch seine großartige Leistung. Außerdem ist es dünner und leichter geworden, was gerade unterwegs einen großen Vorteil bringt. Auch das größere Display, bei gleichbleibenden Außenmaßen vermittelt einen den Eindruck, dass das Surface Pro 4 einfach nochmal etwas kompakter geworden ist. Weiterhin ist das Display eine Wucht, die Inhalte sehen brillant und farbenfroh aus. Unterwegs Arbeiten ist dank der Display-Helligkeit auch kein Problem, denn selbst wenn die Sonne direkt auf das Display scheint, kann man noch angenehm arbeiten. Lediglich bei der Akkulaufzeit muss Microsoft noch einmal was tun, ich hoffe stark, dass ein Softwareupdate das Problem in den Griff bekommt.

Für Neueinsteiger in die Surface-Familie spreche ich eine klare Kaufempfehlung aus, ein besseres Windows Tablet findet ihr auf dem Markt nicht. Microsoft hat hier wieder einmal die Messlatte für die OEM’s hoch gesetzt. Das Microsoft Surface Pro 4 ist State of the Art.

Wer bereits ein Surface Pro 3 besitzt, nicht so viel Geld ausgeben möchte und dennoch ein paar der Vorzüge des neuen Surface genießen möchte, dem ist geraden zum neuen Stylus und TypeCover zu greifen. Denn das größere und verbesserte Touchpad in Kombination mit dem neuen Stylus machen auch aus dem alten Surface ein etwas besseres Gerät. Der Stift lässt sich wie ein Bleistift nutzen und bietet zudem auch noch wechselbare Spitzen. Lediglich auf die verbesserten Druckstufen muss hier verzichtet werden.

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Über den Autor

Ehemalige BASIC thinking Autoren

Dieses Posting wurde von einem Blogger geschrieben, der nicht mehr für BASIC thinking aktiv ist.

47 Kommentare

    • Das Argument von Microsoft war ja von Anfang an full size USB. Wie viele Geräte mit USB Typ C hast du und wie viele die da rein passen?

      Zusätzlich wäre das natürlich schick. Die Frage lässt sich also eigentlich auf warum nur 1 USB Anschluss verdichten. Nur USB Typ C würde inkonsequent sein.

      Bei LTE würden mich die Verkaufszahlen des Surface 3 interessieren. Entweder dort oder bei der Technik wird man die Antwort finden.

      Für die anderen beiden Fragen, es macht sich gut auf dem Datenblatt. Die PPI-Zahl ist z.b. höher als bei den IPads (ohne mini).

      • Wenn jede Firma immer so gedacht hätte, dann würde man jetzt noch bei USB 1 rumgurken. Irgendjemand muss den Anfang machen, und bei den Smartphones kommt er ja auch mittlerweile. Zusätzlich wäre natürlich die beste Option gewesen. Selbst bei full size hätte sie aber USB 3.1 nehmen können.
        Die Verkaufszahlen des SP3 LTE können bei der Entscheidung keine Rolle gespielt haben, kam es doch deutlich später, hier in D erst vor 1-2 Monaten, auf den Markt.
        Ich finde schade das man Augenwischerei betreibt und für ein Datenblatt entwickelt, nur weil es geil klingt. Als Kunde darf ich für den Bauernfang dann auch noch extra tief in die Tasche greifen. Die Schriftscallierung ist nicht wirklich ganz scharf, manche 3. Programme bekommen sie gar nicht hin. Die Tastatur bei angewinkelter Stellung, biegt sich beim Tippen durch. Das ist für den verlangten Preis nicht wirklich akzeptabel.

        • Der Vergleich mit USB 1 ist jetzt nicht fair. USB 2 und 3 sind ja abwärtskompatibel und Microsoft hat ja mit „keine Adapter“ geworben.
          Stimmt, scheint mit LTE bei Microsoft ein grundsätzliches Problem.
          Dem Rest muss ich ohne Vorbehalte zustimmen.

        • „manche 3. Programme bekommen sie gar nicht hin“ – das ist dann aber deren Schuld 😉 einfach die Entwickler mal nerven. Spotify hat es nach 3 Jahren ja immerhin auch vor einigen Wochen hinbekommen…

          • Natürlich haben die Entwickler mit dran Schuld, würde es aber erst gar nicht so ein Auflösungswettstreit geben, dann hätten diese es auch „einfacher“/bequemer. Ich als Kunde brauche keine Auflösungen die mir was unter dem Mikroskop bringt. Es gibt also mehrere beteiligte Parteien, die alles nur unnötig komplizierter machen.

          • „Ich als Kunde brauche keine Auflösungen die mir was unter dem Mikroskop bringt“ – also ich bin auch kein Experte, aber habe nun seit 2 Jahren mein 276ppi Display und es ist besonders beim Lesen von Text schon ein großer Unterschied zu Displays, die 100% Scaling nutzen.

    • … Und die Kamera echt schlecht, jedes aktuelle Smartphone hat eine bessere. Bin enttäuscht, da hätten sie wirklich was besseres einbauen können, gerade in einem Tablet könnte man mit einer guten Kamera so toll produktiv sein.

      • „Toll produktiv“ mit einer Kamera? Sry, erschließt sich mir nicht. Programmieren, Office, Dokumente und Tech-Dokus reviewen und kommentieren, Notizen in Meetings. Für Meetings ist die Kamera mehr als ausreichend. Ansonsten Spiegelreflex?

        • Gerade ein Tablet lässt sich in etlichen Produktivsituationen einsetzen. Handwerker, Lieferservice, Polizei, Ärzte … Und überall ist Dokumentation gefragt.

          Das ist doch genau der Hammer, Foto machen und direkt drauf weiterarbeiten!

          Oder Studenten: Fotografieren der Tafel im Hörsaal — aber bei DER Lichtschwächte, im AudiMax, aus der hinersten Reihe, hat man keine Chance, d aist keni Buchstabe mehr zu erkennen. Bei Raumbeleuchtung ist das Ergebnis echt schlecht. Nein, die Kamera ist crap.

    • Anscheinend haben die Core M Varianten auch keinen Lüfter. Das berichten zumindest andere Seiten. Bin gespannt auf die Performance vom M3

      • Danke für die Info. Nach kurzer suche habe ich da auch eine Quelle dazu gefunden. Warum wird das hier und im US-Shop nicht erwähnt? Ich fürchte ja das der Wunsch der Vater des Gedanken war. Bilder habe ich auch keine gesehen.
        Ja, die Performance wird wichtig für das Modell. Auch würde mehr Speicher (8 GB Ram und mindestens 256 GB SSD) eine sinnvolle Option für ein lüfterloses Modell sein.

        • Genaueres weiß ich da leider auch nicht zu, aber sonst stimme ich dir zu. Ein lüfterloses Modell mit 8GB Ram wäre auf jeden Fall schön gewesen. Mir ist allerdings noch aufgefallen, dass die M Variante 20g weniger wiegt. Das könnte in Hinweis auf den fehlenden Lüfter sein. Denn was sollte sonst zu dem Gewichtsunterschied führen?

    • Core M hat kaum Power, das wäre dann nur für Menschen die Facebook und Office nutzen. Die Core i Prozessoren können auch für Anspruchsvollere Aufgaben verwendet werden.

      • Es gibt aber genug Anwendungen wo die Leistung nicht so wichtig ist. Ohne Lüfter sind die Geräte viel unempfindlicher gegen Staub. Auswahl ist schon was schönes.

        • Ich finde es gibt schon genug Hardware für Casual-Mobile User, es gibt zu wenig für die Power-User die auch mal Mobil arbeiten müssen. Core i5/i7 tut keinem weh, eher es ist besser mehr power zu haben als man braucht. Könnte ja sein, dass man es eines Tages ja doch noch braucht.

    • „und saschas stimme erkennt man ja sofort.“
      Hehe … das ist Roland und er schreibt auch für WinFuture.
      aber gut, dass du die Stimme sofort erkannt hast.

      • Das stimmt wohl, trotzdem fahren meine Gefühle gerade Achterbahn. Sitze hier und freu mich wie bolle, dass es „bald“ los geht. Andererseits wurde meine Bestellung noch nicht bearbeitet und im Shop steht ne Lieferzeit von 1-2 Wochen 🙁

        Freue mich schon auf deinen ausführlichen Testbericht! Hast du denn schon Updates für die bekannten Bugs bekommen (Screen Flickering, Battery Drain)?

  • Habt ihr schon was neues vom Miix 700 gehört? Würde ja gerne mal einen Vergleich sehen und wissen, ob das Miix wirklich ohne Lüfter kommt.

  • Was meinst du denn mit dem manuellen Update bei den Kontrapunkten? Ja, es gibt ein Update direkt zu Beginn (wie das heute bei fast allen Geräten leider ist), aber das installiert sich automatisch. Danach ist dann eben ein Neustart erforderlich. Mehr ist es aber auch nicht.

    • Es geht um die SSD-Schreibwerte. Hier muss manuell ein Update gemacht warden, welches aber leider von Samsung nicht offiziell für die PM951 zur Verfügung steht.
      Deshalb habe ich es auch nur als Kritikpunkt aufgelistet und bin nicht weiter im Test darauf eingegangen, da ich niemandem empfehlen möchte ein nicht offizielles Update manuell zu installieren, schon gar nicht, wenn die verbaute SSD offiziell eigentlich garnicht unterstützt wird.
      Dies betrifft den NVM Treiber den du hier finden kannst:
      http://www.samsung.com/global/business/semiconductor/minisite/SSD/global/html/support/downloads.html

      Ich habe den Kritikpunkt gerade angepasst.

      • Ah alles klar, da fehlte mir der Kontext. Das mit dem SSD Treiber habe ich gelesen, das Risiko bei Nutzung des Samsung Treibers erscheint mir aber im Moment auch zu hoch. Ich hoffe Microsoft schiebt da bald einen offiziellen Treiber hinterher. Die Schreibgeschwindigkeit ist momentan echt enttäuschend.

      • Sorry – aber das ist immer noch unklar!
        -> „manuelles Update für SSD zwingend nötig (inoffizielle Lösung)“
        -> ich niemandem empfehlen möchte ein nicht offizielles Update manuell zu installieren

        Also was den jetzt?
        entweder ist es „zwingend notwendig“ (dann musst du aber auch erklähren wie es geht)
        oder du möchtes es niemanden empfehlen aber dann würde ich dies drastisch umformulieren!
        -> „Die leistung der ssd kann per optionalem update manuell verbessert werden (nicht empfohlen)“
        Also zwingend nötig das bedeuted: „es geht Überhaupt nicht, ohne dieses Update“

  • Tut mir Leid, aber ist euer Tester Legastheniker? Das verursacht ja körperliche Schmerzen beim Lesen.. bitte beim nächsten Mal Korrektur lesen lassen.

    • Legastheniker kriegen sicherlich keinen Test mit knapp 3000 Wörtern hin…
      Soll ich dir einen Krankenwagen rufen, oder sind die Schmerzen noch erträglich?
      Sag mir einfach wo der Fehler ist und ich korrigiere ihn… Falls du selbst schon einmal längere Texte geschrieben hast, so solltest du wissen, dass man nicht immer fehlerfrei formulieren kann.
      Die Rechtschreibprüfung von Word hat er gemeistert und gegen gelesen wurde er auch, scheint also nicht allzu schlimm zu sein.

      • Einfach mal „Legastheniker“ in den Raum zu rufen, zeugt aber auch beeindruckend von schlechtem Stil. 😉 Was ich hier erkennen kann, sind lediglich einige Kommafehler und, wenn ich mich recht erinnere, einem Kasusfehler. Wer weiß wie ein Legastheniker schreibt, weiß genauso, dass man sich beim Lesen und korrigieren dort gar nicht auf solche subtilen Fehler konzentrieren kann.

        Bis vor vier Jahren (Mensch, ist das lang her) habe ich auch noch leidlich journalistische Texte in verschiedenen Längen verfasst und natürlich auch im Vier-Augen-Prinzip gegengelesen und hätte ich die Zeit, würde ich das immer noch machen.

        Die Fehler, die mir hier aufgefallen sind, sind subtil genug als dass sie nicht jedem auf den ersten Blick auffallen müssten. Da braucht man (gerade bei der Textlänge) keinen Staatsakt draus machen. Wenn ich nachher Zuhause bin und dran denke, schicke ich euch die Stellen, wo noch etwas gemacht werden könnte.

        Edit: Habe zwar auf Sascha geantwortet, war aber natürlich eine Replik auf Michael. 😉

  • Zur Rückkamera: Ich hab das Surface Pro 4 Core-m3, die Auflösung ist katastrophal, die Bilder sind pixelig und wirklich schlecht !!

    Das Argument aus dem Artikel „wer schießt schon Fotos…“ verstehe ich nicht. Gerade mit dem Tablet kann man super produktiv sein: Foto schießen, direkt in OneNote und sofort dran weterarbeiten. Man kann damit Dokumente fotografieren; in Vorleseungen und Teamtreffen Fotos von Tafel und Unterlagen machen, usw usw.

    Aber wenn das Ding so pixelig ist, hab ich keine Lust, Fotos zu mache, dann greif ich zum alten iPhone, das besser (!) ist, und muss wieder umständlich übertragen.

    Nein die Kamera ist ein ganz ganz dicker Minuspunkt! Technisch weit abgeschlagen und rückständig, richtig unverständlich.

  • Ich habe ein Surface 4 Pro mit I7, 256 GB SSD, 16 GB Ram nun seit 2 Monaten im Einsatz. Mich nervt die Lobhudelei auf das Surface. Ja, ich würde mir auch nichts mehr wünschen als ein tolles Gerät mit Windows, welches Tablet und Notebook vereint. Mein Surface stellt dieses Gerät allerdings leider nicht da: Das Gerät bietet viel aber leider ist es weder Fisch noch Fleisch. Und da nützt es mir auch nichts, dass es besser als das Surface 3 ist.

    Was mich besonderes stört: richtig miese Akkulaufzeit von höchstens 4 Stunden bei 75% Bildhelligkeit (was man bei Tageslicht nun einmal braucht). Ohne Netzteil gehts nirgends hin. Und das Netzteil ist auch noch überraschend schwer.

    Dazu ist der laute (!), ziemlich oft anlaufende Lüfter absolut nicht mehr Zeitgemäß und extrem störend. Irgendwie hat kein Test das bisher moniert. Eventuell weil immer die I5 Variante getestet wird und hier der Lüfter wegen geringerer Wäremeentwicklung seltener anläuft?

    Leider hinkt die Software immer noch sehr hinterher. Wenn ich ein Gerät, das auch als Tabletersatz konzipiert ist, streckenweise aufgrund von nicht optimierten Apps nur mit Stift/Maus und Tastatur bedienen kann, ist das eher peinlich als fortschrittlich – vor allem wenn man hinter dem Gerätenamen bereits ne 4 stehen hat. Überhaupt gibt es für viele Angebote keine Mobile-Apps. Klar kann man alles auch über Browser und Desktopprogramme erledigen. Die Bedienung lässt dann im Vergleich zu Apps, wie ich sie vom Tablet kenne, enorm zu wünschen übrig.
    Dazu kommen nicht für die hohe Auflösung angepasste Programme anderer Anbieter, die zu minikleinen Icons und Schrift führen. Wer da noch was treffen will, braucht zwingend den Stylus.

    Wenn ich dann mit dem Gerät als Notebookersatz produktiv arbeiten will, muss ich neben dem Surface noch folgendes mitschleppen: TypeCover, SD-Cardreader, das schwere Netzteil oder USB-Hub. Da kann ich auch gleich zu einem Ultrabook mit 13 Zoll greifen – da ist alles fest verbaut. Schwerer und viel größer ist es auch nicht. Und ich habe ne VIEL bessere Akkuklaufzeit.

    Richtig, richtig gut finde ich das Display und das TypeCover. Auch der Stylus ist top. Zudem ist die I7 Variante in Kombination mit Win10 ein Rennpferd.

    Mein Fazit: aufgrund der oben genannten Punkte, ist das Geräte bei mir inzwischen nur noch als Desktop-PC Ersatz in Kombination mit Dockingstation und externer Tastatur/Maus in Betrieb. Ich finde, dass zumindest bei der I7 Variante Preis und Leistung leider nicht stimmen. Mein Surface hat mit TypeCover 2000 EUR gekostet. Dafür bekomme ich im Handel auch ein 1A Ultrabook und ein 1A Tablet, die beide jeweils besser das tun, für das das Surface gedacht war: ein super mobiles Notebook und Tabletersatz zu sein.

  • Naja, mehr Qualität erwartet / i5, 8GB,256 GB. Ich habe mir das Surface im Januar 2016 gekauft. Es wird bei mir täglich eingesetzt, allerdings ausschließlich für das Mitschreiben von Notizen. Für den Rest nutze ich ein normales Laptop. Es liegt zum Mitschreiben natürlich immer auf dem Schreibtisch und man schiebt es fürs Schreiben halt auch einmal hin und her. Zudem ist es ja als Tablet gedacht und sollte auch von der Oberflächenbeschichtung so etwas abhaben können. Und was soll ich sagen: nach bereits 3 Monaten auf superglatten Schreibtischflächen sah man Kratzer !!! auf der Rückseite sowie vereinzelt größere „schattige“ Flächen vom Abgehen der Beschichtung. Von dem Für ein 1700 €-Teil deutlichst zu schlechte Qualität am Gehäuse. Das geht besser, Apple und Co. machen es vor. Ansonsten finde ich es von der Technik nicht schlecht. Display, Haptik, Rechenleistung soweit ok. Aber anscheinend innen hui und außen pfui..das passt bei dem Preis nicht zusammen.
    Diese Bewertung hatte ich übrigens auch beim Microsoft Store abgegeben…sie wurde abgelehnt…

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