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Volkswagen ID Buzz – der Elektrobus der Zukunft

geschrieben von Mark Kreuzer

Volkswagen hat heute in Detroit den ID Buzz vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein Elektrofahrzeug mit 600 km Reichweite, der vom Design her stark an den klassischen T1 Bus erinnert. Ähnlich wie sein Vorfahre soll der Buzz zu einer Ikone der Zeit werden. VW spricht davon, dass die Studie das „Microbus-Feeling“ in die Zukunft bringt.

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Im Dezember gab es ja bereits erste Hinweise auf einen neuen VW e-Bulli. Tatsächlich sind das durchgesickerte Konzept aus Dezember und der heute vorgestellte ID Buzz zwei komplett unterschiedliche Autos. In seiner Pressemitteilung schreibt Volkswagen:

Die Elektrovan-Studie schlägt mit ihrem Design die Brücke zwischen den legendären Ursprüngen der Marke Volkswagen und ihrer elektrisierenden Zukunft. Der I.D. BUZZ ist neben dem I.D. ein weiterer neuer Volkswagen, der der elektrischen Mobilität ein Gesicht gibt. Autos, deren über-aus klares Design einen Wandel widerspiegeln – einen Wandel der Marke und ihrer Modelle.

Der ID Buzz soll der erste vollautomatisiert fahrende Van mit Elektroantrieb sein. Trotzdem soll er Distanzen wie die heutigen Benziner erreichen – Volkswagen gibt wie gesagt eine Reichweite von 600 km an. Angetrieben wird er von zwei Elektromotoren mit einer Systemleistung von 374 PS. Die 110 kW Batterie soll in 30 Minuten zu 80% geladen werden können.

Blick in den Innenraum des VW ID Buzz,

Der Bus profitiert enorm von dem Elektroantrieb. Er bietet genug Platz für 8 Sitze und verfügt dabei dann noch über zwei Kofferräume. Spannend dabei ist vor allem, dass der Platz in verschiedenen Szenarien unterschiedlich genutzt werden kann.

Laserscanner, Ultraschallsensoren, Radarsensoren, Area-View-Kameras, Frontkamera erfassen das Umfeld; weitere Verkehrsdaten werden über die Cloud empfangen. Damit ist der Buzz in der Lage, voll automatisiert zu fahren. Während der Fahrt kann durch leichten Druck auf das Lenkrad das automatisierte Fahren aktiviert werden. In diesem Modus verschmilzt das Lenkrad mit der Konsole und der Fahrer ist in der Lage, seinen Sitz zu drehen und sich mit seinen Mitfahrern zu unterhalten.

Natürlich handelt es sich bei dem heute vorgestellten ID-Buzz um ein Konzeptauto. Aber bis 2022, also in 5 Jahren, soll er zur Serienreife kommen.

Blick ins innere des VW ID Buzz Konzept Autos mit schwebender Figur auf der Mittelkonsole.

Mein Highlight bei der Präsentation heute war eindeutig die magnetisch schwebende Hula-Tänzerin, quasi der Wackeldackel der Zukunft. Die Figur schwebt magnetisch über der Mittelkonsole. Ich durfte heute schon einen Blick auf andere verfügbare Figuren werden. So gibt es zum Beispiel auch noch einen typisch deutschen Gartenzwerg in Yoga-Posa mit gelben Hut. Falls ich es noch schaffe davon ein Foto zu machen werde ich dieses noch nachliefern.

Volkswagen ID Buzz neben dem historischen T1 Bulli

Abgesehen davon finde ich, das Design von dem Buzz hat das Zeug zu einer Ikone der Elektromobilität zu werden – ähnlich wie der T1 auch eine Ikone seiner Zeit war. Dabei finde ich den Ansatz von VW, einen Elektrobus vorzustellen, sehr cool – mit Blick auf die Konkurrenz, die stattdessen zur Zeit hauptsächlich auf SUVs setzt.

mittwald

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Über den Autor

Mark Kreuzer

11 Kommentare

  • Wenn der Buzz dann auch wie der T1 erschwinglich ist kann er sicher erfolgreich werden. Ich fürchte bei VW aber eher einen Preis über dem T6.

  • Sieht toll aus. Aber warum so spät? Es werden bei VW dauernd Studien vorgestellt, die Lust auf mehr machen, aber dann wird doch nichts daraus. (Microbus, E-Bulli, Budd-e). Schade.
    Erst 2022? D.h. sie haben gerade mit der Entwicklung begonnen?
    Ich hoffe in diesem Fall wird die Studie doch mal Realität.

    • Weil sie vorher keinen Markt sehen auf dem man ein Elektroauto gewinnbringend und in großen Stückzahlen verkaufen kann.
      Somit genau der gleiche Grund wie bei allen Anderen Herstellern auch!

      • Nun ja, nicht alle Hersteller. Auch BMW (als Beispeil wg deinem Ava) hat die Zeichen der Zeit erkannt und bietet erste Produkte an. Natürlich sind das erst mal Nieschenprodukte, aber es bietet dem Konzern die Möglichkeit schon mal Erfahrungen damit zu sammeln. Sicher aktuell nicht gewinnbringend. Aber manchmal macht es auch Sinn einfach mal etwas zu wagen und nicht nur abzuwarten bis man vom Markt abgehängt wurde. Siehe auch Renault und Opel/GM und Hyundai. Ich habe mir am Samstag den Zoe angesehen und probegefahren, da er mit der neuen Batterie für mich durchaus interessant ist. Aber wohl leider einen Ticken zu klein. Jetzt werde ich mir mal die anderen Anbieter ansehen.
        Ach wie war das? „alle(n) Anderen Herstellern auch“?
        Nun ja, anscheinen schickt sich VW an, der letzte aller anderen Hersteller zu sein, der BEVs anbietet. Und dazu zähle ich nicht einen Golf, in den eine Batterie gesteckt wurde…

        • Ja es gibt natürlich Hersteller die schon BEV´s im Angebot haben aber die Absatzzahlen sind für einen Konzern der über 10Mio autos im Jahr verkauft einfach noch zu gering. Um Kosteneffizient zu sein müsste man die E-Autos auf der gleichen Linie wie die Verbrenner bauen.

          BMW ist ja mit dem I3 und I8 schon vorgeprescht aber letztlich war es eine Fehlentscheidung, man hätte lieber wie Mercedes auf mehr neue Verbrenner in der Oberklasse setzen sollen. Mit Verbrennungsmotoren kann man in den nächsten Jahren noch ordentlich Kohle machen und genau die braucht man auch um ab 2020 richtig mit Elektroautos an zu greifen.

          Davon mal abgesehen ist der Energieträger drops noch gar nicht gelutscht.

          Von der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet sind Brennstoffzellen noch immer im Rennen und haben einige Vor (aber natürlich auch Nachteile) im vergleich zum Lithium Akku.

          https://www.heise.de/newsticker/meldung/Gelaendewagen-mit-Brennstoffzelle-fuer-die-US-Army-3593074.html?hg=1&hgi=4&hgf=false
          Jetzt schon hohe Summen in die Akkuproduktion zu investieren erscheint mir da doch recht riskant, zumal ich bei einer Investition in konventionelle Antriebe, einen Flottenbetreiber oder automatiesiertes Fahren eindeutig auf der Sichereren Seite ist.

      • Nun ja, bei Audi wurde dieses Jahr erst die Aggregate Entwicklungsabteilung umstrukturiert, um die E-Antriebe zu entwickeln. Wenn man nun die Dauer für die Entwicklung eines Fahrzeugs kennt, dann lässt sich ganz einfach errechnen dass offensichtlich erst jetzt richtig angefangen wurde zu entwickeln. Bisher hat man nur mit diesen Hybrid-Fahrzeugen die Kundschaft vorgehalten.

    • Das ist Geschmackssache. Ich warte schon die ganze Zeit dass endlich Mal ein Van kommt. Mir sind diese Luxus Karossen egal. Ich möchte auch keinen Sportwagen sehen, da das meiner Vorstellung der automobilen Zukunft widerspricht. Mir gefällt das Konzept. Aber eben leider wieder nur Konzept.

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