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Sexy Kurven: Der Lenovo Y27g Curved-Gaming-Monitor im Test

Lenovos Gaming-Reihe umfasst von Notebooks über Desktop-PCs bis hin zu All-In-One-Gaming-Hardware so ziemlich alles, was sich das Gamer-Herz wünscht. Mit dem Lenovo Y27g reiht sich nun auch erstmals ein Curved-Monitor in Lenovos Reihe der Gaming-Hardware ein. Zum Preis von 599 Euro ist er nicht gerade ein Schnäppchen, dafür steckt aber auch einiges drin.

Im folgenden Test verraten wir euch, wie sich der Lenovo Y27g beim Spielen und im Alltag schlägt.

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Lenovo Y27g: Technische Daten

Wir fangen mal locker mit einem Blick auf die technischen Daten des LenovoY27g an:

Größe 27 Zoll (68,6 cm) Bildschirmdiagonale
Auflösung 1920 x 1080 (Full HD)
Display LED-Backlight
Displayoberfläche Entspiegelt
Format 16:9
Paneltechnik VA
Bildwiederholungsrate 144 Hz
Reaktionszeit grau zu grau 4 ms
Kontrast fest 3000:1
Anschlüsse HDMI x 1, DisplayPort x 1, 3.5mm Audioanschluss, USB 3.0 x 4
Energieeffizienzklasse B
Zubehör DisplayPort Kabel, USB Kabel, Setup-/Installationsanleitung, Netzteil, Stromkabel (1,0m)

Lenovo Y27g: Design

Der Lenovo Y27g kommt in mattschwarz mit glänzendem Lenovo Logo auf der Rückseite und dem für die Gaming-Serie des Herstellers charakteristischen, orangen Y zentral hinten am Standfuß.

Der V-Förmige Fuß ist gepolstert und zerkratzt uns so beim Umstellen nicht den Schreibtisch. Optisch gibt es nichts zu meckern, die matte Farbgebung ist unaufdringlich und pflegeleicht.

Super praktisch: An der linken Seite versteckt sich ein kleiner Haken an dem wir unser Headset aufhängen können. Dank der zahlreichen Anschlüsse können wir das auch direkt am Bildschirm anstöpseln und umgehen so lästigen Kabelsalat. Zudem wird eine Klappe mitgeliefert, mit der wir optional die Kabelanschlüsse etwas verstecken können. Sollte der Monitor nicht gerade an einer Wand stehen, sorgt das optisch für etwas mehr Ordnung.

Lenovo Y27g Headset Aufhängung links

Da wir vor einem Curved-Monitor für das beste Erlebnis möglichst zentral sitzen sollten, können wir den Y27g stufenlos in der Höhe justieren. Zudem kann der Bildschirm bis zu 30 Grad in jede Richtung geschwenkt und von -5 bis etwa 30 Grad geneigt werden. Der Aufbau ist simpel und doch ist die Mechanik, die den Monitor im Standfuß hält, solide.

Streifenfreies Bild mit G-Sync

Weniger solide kommt da jedoch die Auflösung daher. Trotz seiner 27 Zoll hat der Y27g „nur“ eine Auflösung von 1080p. Selbstverständlich reicht das den meisten, wie auch uns, für ein hervorragendes Gaming-Erlebnis. Jedoch ist eine Auflösung von mindestens 2k bei dieser Größe inzwischen eher die Regel.

Um ein hervorragendes Bild, auch bei schwankender Framerate, kümmert sich beim Lenovo Curved die Nvidia G-Sync-Technologie. Diese sorgt via Synchronisation der Bildwiederholrate mit dem Grafikprozessor dafür, dass etwa Tearing, Ruckeln und Anzeigelatenzen verringert werden.

In unserem Test hat das G-Sync einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Mit der 144 Hz Bildwiederholrate haben wir immer ein fantastisches Bild, egal ob Shooter oder Open-World-Riese. Selbstverständlich ist eine Nvidia-Grafikkarte Voraussetzung, um die Vorzüge des G-Sync nutzen zu können. International wird der Y27g für rund 150 USD weniger für Nutzer anderer Grafikkarten nur mit Free-Sync angeboten. Bei uns ist dieses Modell jedoch eher spärlich zu finden.

Die großartige Kontrast-Performance ist ebenfalls ein echtes Highlight, ebenso wie die kontrastreiche, strahlende Farbwiedergabe. Vom Mündungsfeuer einzelner Waffen bis hin zu großen Explosionen stellt der Bildschirm Action-Games wundervoll detailliert und kontrastreich da. Nicht zuletzt dank des Vertical Alignment-LCD-Panels, besonders im Vergleich mit der gängigeren TN-Panel-Technik. Die häufig kritisierten, langsameren Reaktionsseiten bei VA-Panels sind uns während der Testzeit übrigens nicht negativ aufgefallen.

Keine Schlieren, kein Ghosting, starker Kontrast, strahlende Farben: Deshalb vergeben wir für die Bildqualität trotz 1080p 8.5 Punkte. (Update: Wir haben zunächst versehentlich 9.5 Punkte eingetragen)

Braucht man Curved?

Das ist die große Frage, die ich mir schon bei Heimfernsehern gestellt habe – und die Antwort hier war denkbar einfach: Nein. Bei Monitoren sieht es da etwas anders aus.

Bei der Größe und Krümmung des Y27g kommt gerade bei Spielen mit Third-Person- und Ego-Perspektive oder eben weitläufigen Spielwelten durch die wir uns dreidimensional bewegen durchaus ein tieferes 3D-Gefühl auf. Auch wenn das nicht jedermanns Sache ist, so können wir uns hier der Mehrheit anschließen und zugeben, dass die Krümmung durchaus ein optisch ansprechenderes Spielerlebnis ermöglichen kann – das richtige Spiel vorausgesetzt.

Lenovo Y27g Curved

Das große Problem, das mir unter anderem beim Schreiben dieses Textes aufgefallen ist, ist das Arbeiten mit einem Curved Monitor. Beim Spielen mag die Krümmung durchaus ihre Vorteile haben, beim Arbeiten, Tippen oder einfach nur auf Facebook surfen, ist die Ansicht etwas gewöhnungsbedürftig.

Die Krümmung sorgt etwa beim Durchscrollen von Texten für einen seltsamen „Knick in der Optik“, der uns selbst nach längerem Benutzen noch störend auffällt. Daher empfehlen wir den Y27g mit seinem G-Sync, den ordentlichen Kontrasten und den 144 Hz absolut für Gamer. Wer seinen Rechner hauptsächlich zum Spielen nutzt und eher selten darauf lesen oder Texte verarbeiten will, weil er beispielsweise ein Arbeitsnotebook für sowas hat, kann bedenkenlos zugreifen.

Wer stattdessen einen praktischen Allrounder für sämtliche anfallenden PC-Aufgaben oder sogar nur Facebook, Onlineshopping und Mails braucht, kann getrost zu günstigeren Alternativen greifen.

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Über den Autor

Ehemalige BASIC thinking Autoren

Dieses Posting wurde von einem Blogger geschrieben, der nicht mehr für BASIC thinking aktiv ist.

8 Kommentare

  • Bei 1.920 x 1.080 habe ich aufgehört zu lesen…

    Hat nix mit eurem Test als solchen zu tun, aber wer kauft sowas noch?

    Edit: „Jedoch ist eine Auflösung von mindestens 2k bei dieser Größe inzwischen eher die Regel.“

    FullHD ist doch 2k!? Bei 4k bezieht sich die 4tausend doch auch auf die 3.840 von 3.840 x 2.160.

    • Hi Tito,
      2K steht für eine Auflösung von 2048 Pixeln in der Breite. 4K nennt man es weil es dementsprechend doppelt so viele sind, also 4096 Pixel. Von Full HD Spricht man bei einer Auflösung von 1920 × 1080 Pixeln. Der Vollständigkeit halber kann ich noch erwähnen, dass HD-Ready umgangssprachlich dann wiederum die Hälfte der Pixel in der Breite ist, also 720.

      Wer sowas noch kauft? Ist natürlich Geschmackssache, aber für die meisten aktuellen Games reicht das vollkommen aus. Die wenigsten Spiele unterstützen derzeit natives 4K von sich aus und die wenigsten Gaming-Rechner haben die Hardware dafür verbaut. Eine Auflösung von 1080P ist bei Spielen immer noch die Regel. Je größer der Bildschirm ist, desto angenehmer ist es natürlich fürs Auge, wenn es höher aufgelöst wird. Aber das ist, wie schon gesagt, Geschmackssache, denn das sind Feinheiten, die die individuelle Wahrnehmung jedes einzelnen für sich unterscheidet.

      • „Bisher sind zwei verschiedene Auflösungen für das 4K2K-Format bekannt: 4096 × 2160 Pixel – auch unter der Bezeichnung 4K (vereinzelt „Cinema 4k“)
        bekannt. 3840 × 2160 Pixel – auch unter den Bezeichnungen 2160p/i, QFHD
        (Quad Full High Definition) und UHD (Ultra High Definition) bekannt.“

        Ok, letzlich auch Latte, aber ob jetzt die Auflösung in der Breite 2048 oder 1920 ist, es bewegt sich bei ca. 2000 in der Breite und ist somit 2k. Ebenso ist von 4k die Rede, auch wenn die Auflösung in der Breite nur 3840 beträgt.

        Fest steht schon, dass FullHD auf 27 Zoll sicher nicht zeitgemäß ist. Für Zocker mit ner Mittelklasse Karte ist FullHD sicher das Maß der Dinge und der Monitor wird von mir auch nicht als schlecht diffamiert, aber außerhalb von Spielen… naja…

  • Bei der Größe erwarte ich auch mindestens 2560×1440 WQHD.
    Vergleichbare Monitore zwar ohne Curved kosten mit Full HD schon um die 300 Euro.

    • Du kannst aber nicht den Preis von flachen mit gekrümmten Monitoren vergleichen. Die kosten *Neupreis* mehr.
      Und ja, ich bemängle ja den etwas hohen Preis. Wobei das G-Sync da in den Kosten auch nochmal einen ganzen Batzen drauf schlägt. Das ist ebenfalls sehr wichtig, wenn man „vergleichbare Modelle“ miteinbeziehen will.

      • Natürlich, hast schon recht. Ich meinte nur, wenn man einen ohne Curved hinimmt.
        Un gSync ist immer teuer leider. Wobei ich der Meinung bin, dass Gsync nur wenig bringt oder nur dann was bringt wenn man keinen 144Hz monitor hat und die Hardware nicht gut ist.
        Ich selber habe eine Benq xl2430 und bin vollkommen zufrieden, habe weder tearing noch Ruckeln

  • Es ist zwar eher ein Review anstatt nen Test, dennoch ist es ehrlich geschrieben und habe ich nie als Werbung verstanden. Danke dafür.
    Um auf ein paar Punkte aus den Kommentaren einzugehen…
    Ich habe mich jetzt täglich über einen Monat lang mit Monitoren beschäftigt und da gibt es mit G-Sync (straßen)preislich keine Alternative zum Y27G (habe ihn für 370 Euro bestellt und üblicherweise ist er für 399 gelistet). Dazu haben sehr viele ein TN Panel, der Lenovo ein VA. Also ist das Fazit schon so richtig.
    Da ich oft zischen 30 und 40 FPS liege, ist für mich G-Sync Pflicht, mit Freesync gibt es selbstredend günstigere Alternativen, welche dann erst ab 48Hz eingreifen aber auch nicht curved sind.
    Bzgl. 1080p oder 1440p war ich im Fachmarkt und hab für mich entschieden, dass FullHD für mich durchaus noch ausreicht, außerdem spare ich Garfikkarten-Leistung.

    Darum danke nochmal für das Review und die Mühe und lass dich von unverschämten Kommentaren nicht unterkriegen 😉

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