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Microsoft Surface Pro (2017): Die ersten Tests im Überblick *Update*

Update: Die US-Kollegen haben ihre ersten Tests veröffentlicht, ein Überblick findet sich am Artikelende. Wir arbeiten aktuell ebenfalls an unserem Test und hoffen, dass wir euch unsere fertige Review inklusive Punktewertung, Fazit und natürlich einem ausführlichen Video bis zum Wochenende vorlegen können. 

 

Microsoft hat vor kurzem ein neues Tablet mit Tastatur vorgestellt. Das Surface Pro (2017) ist mittlerweile auch in Deutschland verfügbar und wird bereits ausgeliefert.

Das Surface Pro (2017) ist der Nachfolger des Surface Pro 4. Zu einem Versionssprung auf die “5” hat es zum jetzigen Zeitpunkt nicht gereicht. Dennoch sind die Verbesserungen bemerkenswert.

Optisch hat sich das Surface Pro im direkten Vergleich zum Surface Pro 4 nur marginal verändert, auch wenn das Modell nun weniger kantig wirkt und etwas leichter als der Vorgänger ist. Die Tablet-Einheit des Geräts besitzt auch weiterhin die silberne Rückseite, auf der im oberen Bereich die Kamera untergebracht ist. Die Tastatur-Einheit des Geräts besitzt nun eine Alcantara-Oberfläche und ist ebenso wie die zugleich aktualisierten Surface Pens in verschiedenen Farben erhältlich. Zur Auswahl stehen Schwarz, Graphitblau, Grau und Weinrot.

Im Innern des Geräts hat sich etwas mehr getan. Microsoft stattet das Surface Pro nun mit Prozessoren aus Intels Kaby Lake Generation aus und bringt das Referenzmodell für diese Geräteklasse damit auf den neuesten Stand. Seit der Vorstellung des Surface 4 Pro waren Geräte wie das Lenovo Miix 720 erschienen, die bereits über die neueste Prozessorgeneration verfügen, auch das klassische Microsoft Surface Laptop lässt sich mit diesen CPUs ausstatten. In den kommenden Wochen dürfen wir sicherlich mit weiteren nachziehenden Konkurrenten rechnen, eventuell aktualisiert z.B. Acer sein Switch Alpha Portfolio.

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Technische Daten
Microsoft Surface Pro (2017)

Display 12,3″ Pixel Sense, 10-Punkt Multi-Touch, 2.736 x 1.824 (267ppi), 3:2 Format
Prozessoren Core m3-7Y30, Core i5-7300U oder Core i7-7660U
Laufwerke 128 GB, 256 GB oder 512 GB Solid State Drive (SSD)
Arbeitsspeicher 4 GB, 8 GB oder 16 GB RAM (1866Mhz, LPDDR3)
Grafik Intel HD Graphics 620 (i3/i5) oder Intel Iris Plus Graphics 640 (i7)
Kamera (Rückseite) 8.0 MP Autofocus-Kamera mit 1080p-Video
Kamera (Vorderseite) 5.0 MP Kamera mit 1080p-Video und Windows Hello Face-Authentication
Schnittstellen 1 x USB 3.0, Mini DisplayPort, Kopfhöreranschluss, Surface Connect, microSDXC Kartenleser
Sensoren Ambient Light Sensor, Accelerometer, Gyroscope
Konnektivität IEEE 802.11 a/b/g/n/ac, Bluetooth 4.1
Gewicht 768 bis 784 Gramm
Abmessungen 292 x 201 x 8.5 Millimeter
Akkulaufzeit bis zu 13,5 Stunden

Konkret kommen im neuen Surface Pro Intels m3, der i5 oder der i7 zum Einsatz. Bemerkenswerterweise kann Microsoft dabei auf eine aktive Kühlung verzichten, womit das Surface Pro als lüfterloses Tablet sehr leise sein dürfte.

Im Alltag dürfte sich bemerkbar machen, dass Microsoft den Klappständer auf der Rückseite überarbeitet hat, der sich nun um 165° statt wie zuvor um 150° abwinkeln lässt. Damit erhält das Gerät in Anlehnung an den All-In-One Surface Studio einen “Studio Mode”. In dieser Position soll das neue Surface Pro auch mit dem hierzulande in Kürze verfügbaren “Dial” verwendbar sein, was besonders Kreative freuen wird.

Ein weiterer Blick auf das Gerät zeigt, dass sich ausgerechnet bei den Anschlüssen offenbar nichts getan hat. Das neue Surface Pro wird wie sein Vorgänger über einen Kopfhöreranschluss (3,5 Millimeter Klinke), einen Mini Display-Port und einen USB Type-A Port verfügen – von einem USB Type-C Port ist nichts zu sehen.

Während auch das Display mit seiner Größe von 12,3” und seiner Auflösung von 2.736 x 1.824 Bildpunkten unverändert bleibt, überarbeitet Microsoft den Surface Pen. Dieser kann nun mit satten 4096 Druckstufen aufwarten, was effektiv einer Vervierfachung entspricht und wesentlich bessere Ergebnisse im professionellen Einsatz mit sich bringen dürfte. Daran hat auch der im Surface Pen integrierte Lagesensor seinen Anteil.

Während die ersten Ausstattungsvarianten des Surface Pro bereits seit dem 15. Juni 2017 in Deutschland erhältlich sind, soll in den darauf folgenden Monaten auch eine Version mit eingebautem LTE-Modul in den Handel kommen. Das dürfte nicht nur Businesskunden freuen sondern auch all jene, die nicht ständig einen “Hotspot” mit ihrem Smartphone aufmachen wollen, wenn mal wieder kein zugangsberechtigtes Wi-Fi-Netz in der Nähe ist.

Unser Geheimtipp ist übrigens die auf den neuen Abbildungen sichtbare neue Surface Arc Mouse. Falls ihr euch das neue Surface Laptop oder das kommende Surface Pro 4 Plus in einem Microsoft Store eurer Wahl anschauen wollt, probiert unbedingt einmal diese Maus aus.

Surface Pro – Performance

Von m3 bis Core i7 reicht die Intel-Palette der verfügbaren Prozessoren und genau so unterschiedlich fällt entsprechend auch die Performance aus. Bis wir unseren eigenen Test abgeschlossen haben, verweisen wir hier auf die Übersicht von Windows Central. Die Kollegen haben sich verschiedene Surface-Devices vorgeknöpft, darunter auch das neue Surface Pro in der stärksten Ausstattung. Wie ihr seht, landet das Surface Pro nur haarscharf hinter dem Surface Laptop:

Surface Pro – Preis und Verfügbarkeit

Studenten teilnehmender Universitäten kriegen 10 Prozent Rabatt in dem Fall, indem sie ihren akademischen Status mitteilen. Alle Modelle bzw. alle Konfigurationen sind mittlerweile verfügbar. Teilweise bekommt ihr einzelne Ausführungen jetzt auch schon für Preise unterhalb der unverbindlichen Preisempfehlung aus Redmond.

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AUSSTATTUNG PREIS
Intel Core m3 / 128 GB SSD / 4 GB RAM     949 Euro
Intel Core i5 / 128 GB SSD / 4 GB RAM  1 149 Euro
Core i5 / 256 GB SSD / 8 GB RAM  1 449 Euro
Intel Core i7 / 256 GB SSD / 8 GB RAM  1 779 Euro
Intel Core i7 / 512 GB SSD / 16 GB RAM  2 449 Euro
Intel Core i7 / 1 TB SSD / 16 GB RAM  3 099 Euro

 

Surface Pro im Test: Das sagen die anderen

Wir Deutschen schauen ein wenig in die Röhre, was die Testgeräte des neuen Surface Pro angehen, aber die großen US-Medien sind selbstverständlich zeitnah versorgt worden. Die ersten Testberichte sind online und wir wollen euch einige Reaktionen der Kollegen zeigen und auf ihre Testberichte hinweisen.

The Verge

The Verge vergibt in seinen Test 8,1 Punkte von 10 möglichen und Dan Seifert kommt unterm Strich auch zu einem positiven Fazit.

Pro:

  • Volle PC-Performance bei schlankem und leichtem Design
  • Leise oder gar überhaupt keine Lüfter, kein Überhitzen
  • Endlich eine ausreichende Akkulaufzeit

Contra:

  • Zu wenige Anschlüsse, kein USB Type-C
  • Auf dem Schoss immer noch umständlich zu bedienen
  • Der Pen ist nicht mehr inklusive
  • hoher Preis

CNET

Bei CNET kann Microsoft für seine neue Version des Surface Pro sogar 8,3 Punkte als Testergebnis abräumen. Allerdings gibt es neben Licht auch bei CNET einige Schatten. Wie schon im Test bei The Verge empfindet man auch hier das Update zu konservativ, zumindest optisch hätte Microsoft hier noch eine Schippe zulegen können. Tester Dan Ackerman ist gerade mit der Ergonomie immer noch unglücklich.

Pro:

  • Bessere Performance und bessere Akkulaufzeit als der Vorgänger
  • die meisten Modelle kommen ohne Lüfter aus
  • noch beweglicherer Kickstand

Contra:

  • Immer noch kein USB-Typ C oder Thunderbolt
  • Surface Pen nicht mehr inklusive
  • die neuen Keyboard-Cover sind noch teurer geworden
  • Immer noch wenig praktisch bei der Nutzung auf dem Schoss

The Telegraph

Gerade bei der Kritik sind sich die Tester einig, das schließt auch Matthew Field vom Telegraph ein. Er bemängelt wie alle anderen, dass sich bei den Anschlüssen nichts getan hat, beispielsweise der USB Typ-C-Anschluss nach wie vor fehlt. Trotz des hohen Preises und des nur separat erhältlichen Pens kommt Field zu einem positiven Fazit und vergibt vier von fünf Sterne.

Pro:

  • hochwertiger Touchscreen
  • herausragendes Display
  • besserer Akku

Contra:

  • hoher Preis
  • Surface Pen nur noch separat erhältlich
  • kein USB C

PC Mag

Auch beim PC Mag erkennt man an, dass das neue Surface Pro eine Verbesserung gegenüber dem Vorgänger darstellt, was an der besseren Performance, der längeren Akkulaufzeit und auch verbessertem Pen und Type Cover festgemacht wird in diesem Test.

Pro:

  • Im wesentlichen unveränderte Maße
  • gute Akkulaufzeit
  • Surface Pen und Type Cover verbessert
  • flexiblerer Kickstand

Contra:

  • kein USB-Typ C, kein Thunderbolt 3
  • unbequem auf dem Schoss
  • Type Cover wird nur separat angeboten

Laptopmag

Die Notebook-Experten vom Laptopmag haben sich die neueste Version des Surface Pro selbstverständlich auch vorgeknöpft. Sam Rutherford vergibt vier von fünf Sterne und wünscht sich bei allem Lob künftig mehr Anschlüsse und ein verändertes Design.  Als Einzige kritisieren die Jungs vom Laptopmag die Akkulaufzeit, die zwar verbessert wurde, insgesamt aber immer noch allenfalls Durchschnitt entspricht.

Pro:

  • brillantes PixelSense-Display
  • simples, elegantes Design
  • Verbessertes Type Cover
  • fantastische Performance

Contra:

  • kein USB Typ-C
  • Surface Pen und Type Cover nur separat erhältlich
  • bessere, aber immer noch durchschnittliche Akkulaufzeit
mittwald

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Über den Autor

Ehemalige BASIC thinking Autoren

Dieses Posting wurde von einem Blogger geschrieben, der nicht mehr für BASIC thinking aktiv ist.

12 Kommentare

  • Ich find’s gut wenn die das Surface „pflegen“ und kompatibel halten (Tastatur, Netzteil, Stift, …). Ein Modell mit LTE-Modem wär‘ ein Upgrade.

  • Ohne USB-C und Thunderbolt gebe ich dafür keine 1500€ aus! Was soll der mist? Mal im Ernst? Selbst Apple rückt von eigenen Steckern ab. USb C hat so viele Vorteile. Schneller, bis zu 2 4k displays, aufladen an jeglichem USB C Netzteil, Powerbanks, schnelle verbindung zum Handy und, und und… Warum nicht? Damit ist für mich klar, dieses Jahr kein Surface, sondern das Eve V!

    • Als Zusatzoption kann man USB-C schon brauchen. Aber mir ist der Magnetstecker schon wichtiger/lieber. Ich verwende in der Arbeit das Dock und daheim das Netzteil. Das fluppt angenehm rein und raus (weil magnetisch) und ich hab‘ keine Angst das da bei täglich mehrfachem Ein-/Ausstecken was ausleiert.

    • Ja, und an diesem unkontrollierten Ausschalten hat sich bis jetzt (Januar 2018) nichts geändert. Zudem kommt noch hinzu, das man mit dem Stift, bei normal aufgelegtem Handballen, keine gerade Linie zeichnen kann.
      Ich verstehe überhaupt nicht, wie die „Tester“ zu den guten Testergebnissen kommen. Ich muss ihnen allen unterstellen, dass sie das Surface Pro 2017 nicht wirklich getestet haben.
      Egal wo man anfragt, überall wird sich zu diesen beiden gravierenden Fehlern nicht geäußert. Weder in Blogbeiträgen, YouTube oder in den gängigen Foren. Selbst meine verschiedenen Supportanfragen direkt zu Microsoft blieben unbeantwortet.
      Hier wird definitiv ein „defektes“ Gerät verkauft.
      Hin und wieder wird über die Problematik in einer Randnotiz berichtet, aber nie kommt es zu einer Auflösung.

      Es ist ein Unding, das hier anscheinend mitspielen. Das Verhalten kann ich mir nur so erklären: Ich habe ein sehr teures Produkt gekauft und da darf kein Mangel vorhanden sein. Und so wird es einfach tot-geschwiegen oder komplett ignoriert.

      Für mich ist das gerade gekaufte Surface Pro 2017 komplett nutzlos. Ich kann es nicht zuverlässig einsetzen, wie es sich mehrfach am Tag einfach ausschaltet und den Stift kann ich als Grafiker gar nicht einsetzen. Aber genau dafür habe ich mir dieses Gerät gekauft.

      Ich bin auch komplett ratlos, weil alles schweigt. Kein Portal berichtet davon. Es wäre wirklich schön, wenn sich sich jemand mal dieses Thema vorknöpfen würde und in die Öffentlichkeit. trägt.

    • Das Problem mit dem unvermittelten Ausschalten ist bis jetzt noch nicht nachgebessert werden (Januar 2018).
      Es ist sogar noch schlimmer: Es ist nicht möglich mit dem Stift, bei normal aufgelegtem Handballen, einen geraden Strich zu zeichnen. Somit ist gar kein vernünftiges Schreiben möglich.

      Ich kann mir gar nicht erklären wie die „Tester“ allesamt zu den guten Ergebnissen kommen können. Egal wo dieses Thema angesprochen wird – es wird totgeschwiegen oder Kommentare gelöscht. Microsoft ist über die Problematik informiert. Meine Supportanfragen bleiben immer komplett unbeantwortet.

      Das Surface Pro 2017 ist mit diesen beiden Mängeln für mich u.a. als Grafikdesigner völlig unbrauchbar. Durch das unvermittelte Ausschalten ist das Gerät obendrein komplett unzuverlässig. Das passiert auch nicht einmal im Monat, sondern mehrere Male am Tag.

      Ich würde mir wünschen, das sich ein größeres Portal dieses Problems annimmt und hier Informiert. Vielleicht nimmt dann Microsoft endlich einmal Stellung dazu.

      Da dieses Problem schon über ein halbes Jahr zu bestehen scheint, habe ich allerdings wenig Hoffnung. Wahrscheinlich werden die die Augen zu machen und bald einen Nachfolger präsentieren… die preiswerteste Lösung.
      Es ist enorm das Microsoft damit durchzukommen scheint. Bei Samsung wurde bei den Mängeln ein riesen Fass aufgemacht – zum Surface Pro 2017 wird sich solidarisch in Schweigen gehüllt.
      Ich verstehe das nicht.

      Hier habe ich dann übrigens noch eine Fehlerbeschreibung samt zeitlicher Dokumentation gefunden:
      https://answers.microsoft.com/en-us/surface/forum/surfpronew-surfdrivers/surface-pro-intermittent-pen-inaccuracy-when-hand/28ef8566-0003-4c68-a964-6c2562423eb0?auth=1

      Bis dahin
      Matthias

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