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Essential PH-1 im Test: Solides Debüt des Android-Erfinders

Andy Rubin – einstiges Mastermind hinter Android – und sein Unternehmen Essential haben die Hüllen fallen lassen und zeigen uns stolz ihr erstes Smartphone. Das Essential PH-1 soll direkt der allerersten Smartphone-Riege der Konkurrenz den Rang ablaufen und kommt in Titan und Keramik gehüllt und mit wirklich starken technischen Daten. Wir haben es uns für euch angeschaut.

Andy Rubin – der Kopf hinter Android

Die meisten von euch werden es wissen: Android ist keine Google-Erfindung, sondern – wie so oft – eine Technologie, die man sich für das nötige Kleingeld ins Unternehmen eingekauft hat. Verantwortlich für das mobile Betriebssystem, welches heute den Markt dominiert, war Andy Rubin, der somit 2005 wichtiger Teil von Googles Belegschaft wurde.

Nachdem er sich im Unternehmen zuletzt um Robotik gekümmert hatte, verließ er aber 2014 das Unternehmen. Mit Playground schuf Rubin einen eigenen Inkubator, in welchem er Hardware-Start-Ups mit Fokus auf dem Thema „Künstliche Intelligenz“ zusammenbringt.  Bloomberg berichtete bereits Anfang des Jahres darüber, dass der umtriebige Mann für dieses Jahr vorhat, sich wieder intensiver mit Smartphones zu beschäftigen.

Genauer gesagt mit seinem eigenen Smartphone, denn wie dort berichtet wurde, sollte zur Jahresmitte ein Handset präsentiert werden, welches er selbst entwickelt habe. Dazu habe er bereits Ende 2015 mit Essential Products ein Unternehmen gegründet, in welchem er aktuell mit einem etwa 40-köpfigen Team arbeitet. Dabei handelt es sich auch um Menschen, die vorher bei Apple oder Google-Konzernmutter Alphabet auf der Gehaltsliste gestanden haben.

Essential: Android-Erfinder Rubin teasert sein neues Smartphone an

[mg_blockquote cite=“Andy Rubin, Essential“]Ich weiß, dass ich viele Fragen dazu hören werde, wieso ich dieses Unternehmen gegründet habe. Warum reise ich nicht einfach um die Welt, fahre Motorrad, bastele an meinen Robotern, treffe in meiner Bäckerei Freunde und Verwandte? Und um ehrlich zu sein, frage ich mich das manchmal selber … aber nicht allzu oft.[/mg_blockquote]

Essential PH-1 – Design und Verarbeitung

Positiv

  • Es handelt sich zweifellos um ein hochwertiges Smartphone
  • Das eckige Design sieht sehr ansprechend aus
  • Essential wollte ein Smartphone ganz ohne Branding auf den Markt bringen und das ist dem Hersteller definitiv gelungen. Was das Design angeht ist das Essential Phone eines der minimalistischsten Smartphones, die wir je gesehen haben.

Negativ

  • Die glänzenden Oberflächen sind schnell voller Fingerabdrücke

Im Clip oben seht ihr ein Essential PH-1, welches auf einem Betonboden aufschlägt, ohne sichtbare Spuren davonzutragen. Auf der Produktseite nennt Essential zwar keine Namen, aber vergleicht es mit Konkurrenz-Smartphones (wir erkennen Samsung und Apple – wen sonst!), die beim selben Test deutliche Schrammen im Aluminiumgehäuse vorzuweisen haben.

Der feine Unterschied kommt dabei durch die Wahl des Materials zustande – Essential vertraut auf Titan! Dazu heißt es auf der Seite:

Nicht ohne Grund wird Titan zum Bau von Raketen und als Knochenersatz genutzt. Anders als Aluminium, woraus die meisten Smartphones bestehen, zerkratzt Titan nicht und verbeult und verbiegt sich auch nicht. Deswegen findest du auf unserer Seite auch nirgendwo so was wie Smartphone-Cases.

Wir glauben, dass Titan das perfekte Material ist, um einen der wichtigsten Gegenstände in unserem Leben herzustellen – einen Gegenstand, den wir alle ab und zu auch mal fallen lassen.

Neben Titan fürs Gehäuse kommt noch Keramik auf der Rückseite zum Einsatz, das Display auf der Front wird durch Corning Gorilla Glass der fünften Generation geschützt. So möchte man gewährleisten, dass das Smartphone nicht nur technisch voll auf der Höhe der Zeit ist, sondern auch noch ein Premium-Smartphone bleibt, selbst wenn ihr es hin und wieder einmal aus der Hand verliert und fallen lasst.

Aber das PH-1 von Essential ist nicht nur robust, sondern sieht auch klasse aus. Es ist ein sehr schlichtes, wohlgeformtes Smartphone, bei dem auffällt, dass der Hersteller auf jegliche Logos und Schriftzüge einfach verzichtet – wirklich nichts soll den tollen optischen Eindruck ruinieren.

Wenn wir davon sprechen, dass es schlicht, aber eben auch ansprechend wirkt, dann trägt dazu auch das Edge-to-Edge-Design, bei dem die Front ganz klar vom Display dominiert wird. Essential geht hier sehr effizient vor, denn man nutzt am oberen Display-Rand den Teil des Panels für eine Aussparung, der beim Display eh meistens nicht genutzt wird für irgendwelche Anzeigen. In diese Aussparung passt dann die Front-Cam, mit der sogar 4K-Aufnahmen möglich sind. So dass Essential auch qualitativ keine Abstriche machen musste, um einen möglichst winzigen Shooter zu verbauen.

Wie bei Samsung sind die Display-Ecken abgerundet, was einfach stark aussieht. Dennoch scheint aufgrund des unteren Randes die Screen-to-Body-Ratio unterhalb dessen zu liegen, was Samsungs Flaggschiffe bieten können.

Den optischen Gesamteindruck schmälert all das nicht, zumal ihr die Wahl habt zwischen vier sehr schön ausgewählten Farben, zu denen neben Schwarz und Weiß auch ein sehr dunkles Grün und Grau gehören. Allerdings verpasst man den Farben klangvolle Namen – die Marketing-Abteilung versteht also scheinbar auch ihr Werk. Die Namen lauten

  • Schwarz wie der Mond
  • Sternengrau
  • Reinweiß
  • Tief wie der Ozean

 

Display

  • Das Hauptmerkmal des Smartphones ist der Bildschirm; der Nutzer soll sich so fühlen, als würde er nur ein Display in der Hand halten.
  • Das Quad-HD-Dispaly mit einem Seitenverhältnis von 19:10 besitzt unten einen sehr schmalen Bildschirmrand, während es oben lediglich eine kleine Lücke für die Frontkamera frei lässt.
  • Das Display ist auch bei direktem Sonnenlicht gut ablesbar.
  • Die Farben sind kräftig und werden akkurat widergegeben.

Negativ

  • Beim Panel handelt es sich um ein IPS-LCD-Display, wir hätten uns lieber ein AMOLED-Display gewünscht.
  • UI-Elemente müssen bis zum oberen Bildschirmrand reichen, was manchmal aber etwas merkwürdig aussieht. Besonders die Heads-Up-Benachrichtigungen bestehen aus viel weißer Fläche, um bis unter die Frontkamera zu reichen.
  • Manche Apps werden zudem nicht richtig skaliert. Bei Snapchat versteckt sich das Text-Tool fast komplett hinter der Benachrichtigungsleiste.

Essential PH-1Technische Daten

Display: 5.71 Zoll großes QHD-Display im Format 19:10 und mit einer Auflösung von 2.560 x 1.312 Pixeln, geschützt durch Corning Gorilla Glass 5
Prozessor: Qualcomm Snapdragon 835 Octa-Core-SoC mit bis zu 2,45 GHz
Arbeitsspeicher:  4 GB RAM
Speicher: 128 GB UFS 2.1
Betriebssystem: Android 7.0 Nougat
Kamera hinten: Dual-Kamera mit 13 MP, RGB + Mono-Cam mit „Image Fusion“-Technologie, Hybrid Autofokus, f/1.85-Blende
Kamera vorn: 8 MP Front-Cam mit f/2.2-Blende
Anschlüsse: USB-Typ-C , Accessory Connector, 2 x accessory power pins
Akku: 3.3040 mAh, Fast Charging via USB
Konnektivität: WiFi 802.11 a/b/g/n/ac, MIMO, Bluetooth 5.0 LE, NFC, GPS und GLONASS
IP-Zertifizierung:
Sonstiges: Fingerprint Sensor
Maße: 141,5 x 71,1 x 7,8 mm
Gewicht: 185 Gramm
Farben: Schwarz wie der Mond, Sternengrau, Reinweiß, Tief wie der Ozean

Essential PH-1 – Hardware

  • Snapdragon 835 mit 4 GB RAM und 128 GB internem Speicher, jedoch ohne MicroSD-Kartenslot
  • Der AnTuTu-Score beträgt 175000
  • Kein Kopfhöreranschluss
  • Essential verspricht, dass die Pins rückwärtskompatibel und auch in zukünftigen Produkten verbaut sein werden.
  • Die Anschlusspins sind bisher noch nicht nutzbar, da die 360-Grad-Kamera noch nicht auf dem Markt ist (Sobald wir die 360-Grad-Kamera in die Finger bekommen, werden wir sie selbstverständlich auch testen).

Essential verlässt sich bei seinem ersten Smartphone keineswegs auf den guten Namen Andy Rubins, sondern setzt auf Premium-Bauteile, um so schon auf dem Papier ein echtes High-End-Smartphone entstehen zu lassen: Da ist der Snapdragon 835 – das Beste, was Qualcomm derzeit zu bieten hat, zudem bietet man 4 GB Arbeitsspeicher und 128 GB UFS 2.1-Speicher auf.

Das hochauflösende QHD-Display im 19:10-Format mit 2.560 x 1.312 Pixeln erinnert in seiner Edge-to-Edge-Technik an das, was Samsung beim Galaxy S8 auffährt, zudem spricht man von der schnellsten verfügbaren Technologie beim Fingerabdrucksensor, verbaut eine 13 MP Dual-Kamera auf der Rückseite, die echte Schwarz-Weiß-Fotos dank eines Monochrom-Sensors verspricht. Die Sensoren können auch kombiniert eingesetzt werden, so dass auch der Monochrom-Sensor zusätzliches Licht aufnehmen kann – dadurch sollen besonders gelungene Low-Light-Aufnahmen entstehen.

Einige Interessierte werden sicher jetzt zusammenzucken, wenn sie erfahren, dass Essential bei seinem Erstling auf die Klinkenbuchse für das Headset verzichtet und ihr somit keinen 3,5 mm Klinkenstecker nutzen könnt. Ein entsprechender Adapter für USB-Typ-C wird wohl im Lieferumfang enthalten sein.

Dafür finden sich aber Metall-Pogo-Pins am Gerät, über die ihr Zubehör andocken könnt. Dazu gehört fürs Erste eine 360-Grad-Cam, die sich ganz simpel oben aufs Smartphone anstecken lässt, sobald es sie zu kaufen gibt und auch eine Docking-Station ist in Planung.

Für den US-Verkaufsstart sollte es die obige 360-Grad-Cam bereits im Bundle mit dem PH-1 Smartphone verbilligt zu erwerben geben, allerdings lässt die Cam aktuell noch auf sich warten. Auch bei dieser Kamera gibt sich Essential mit nicht weniger als Superlativen zufrieden und spricht von der kleinsten 360-Grad-Cam der Welt für den privaten Gebrauch. 360-Grad-Bilder spielen im Konzept Essentials eine wichtige Rolle und so möchte man ermöglichen, dass die Technologie nicht nur erschwinglich, sondern für jedermann auch denkbar simpel nutzbar ist.

Anderer Hersteller hatten mit modularen Strategien nicht sonderlich viel Glück, was sowohl an der Ausführung liegen könnte, am Marketing oder schlicht daran, dass vielleicht die Verbraucher – also wir Smartphone-Nutzer – noch nicht so weit waren. Zumindest auf den ersten Blick scheint es so, dass Essential hier einen gekonnten Spagat hinlegt und sowohl ein äußerst kompaktes als eben auch erweiterbares Smartphone anbietet.

Kamera

  • Dualkamera mit RGB- und Monochromsensor
  • Die Kamera ist in Ordnung, fühlt sich aber eher wie ein Testmodell an. Die Verschlusszeiten sind annehmbar, aber sowohl Autofokus als auch das Wechseln zwischen den Objektiven ist leider sehr langsam.
  • Die Kamera-App ist zu simpel. Wenn ihr euch für Photographie interessiert, wird euch der Funktionsumfang, den Essential euch bietet, höchstwahrscheinlich nicht reichen.
  • Es gibt einen Slowmotion-Modus und der Automodus funktioniert gut, er ersetzt aber leider nicht den fehlenden manuellen Modus.
  • Die Kamera-App ist zudem voller Bugs. So schaltete sich manchmal der Blitz von alleine ein und die App stürzte im Test immer wieder ab.
  • Bei guten Lichtverhältnissen sehen die Fotos ziemlich gut aus, aber bei wenig Licht ist die Qualität der Fotos leider nur durchschnittlich.
  • Es scheint als würde es den Fotos des Essential an Dynamikumfang und der richtigen Nachbearbeitung fehlen.
  • Wegen des schlechten Dynamikumfangs wirken auch die Videos etwas flach und kontrastarm.
  • Viele Smartphones nutzen mittlerweile zwei Kameras und auch beim Essential funktioniert die Dualkamera relativ gut.
  • Dennoch kämpft das Gerät mit einem klassischen Problem: Der digitalen Nachbearbeitung.

Die Kamera des Essential PH-1 erhält laufend Updates und alle Fotos haben wir erst nach vier Wochen und mehreren Kamera-Updates gemacht. Die Qualität der Kamera hat sich seit der ursprünglichen Situation merklich verbessert.

Das Essential-Smartphone setzt auf ein Dual-Cam-Setup, zu dem auch eine monochrome Linse gehört. Joshua Vergara, der uns nach der IFA sein Essential PH-1 lieh, hat drüben bei Android Authority sehr schöne neue Fotos in seinen Testbericht gepackt. Schaut dort also unbedingt vorbei, wenn ihr die Originale sehen wollt.

Um an ganz aktuelle Fotos der Essential-Kamera zu gelangen, haben wir zudem Danny Winget angehauen, der als Youtuber das Essential PH-1 als seinen Daily Driver im Einsatz hat. Wir haben ihn ausdrücklich um Fotos aus den letzten 24 Stunden gebeten um sicherzugehen, dass wir euch Bilder zeigen, die mit der aktuellen Kamera-Software inklusive aller Updates gemacht wurden.

Ein Hinweis dazu noch: Augenscheinlich steht ein großes Kamera-Update ins Haus. Sollte das bei Danny aufschlagen, werden wir direkt neue Fotos auftreiben, um euch hier auf dem neusten Stand zu halten bezüglich der Kamera-Qualität.

Fotos bei normalem Tageslicht werden ganz ordentlich, allerdings wirken sie ziemlich kontrastarm und bieten lediglich einen niedrigen Dynamikbereich.

Die Low-Light-Fotos haben leider seit Testbeginn nicht von den Kamera-Updates profitieren können: Sie werden immer noch ziemlich schrecklich.

Aber es ist so wie bei den meisten Smartphones: Wenn das Licht stimmt, können auch sehr schöne Schnappschüsse gelingen.

Wenn ihr wissen wollt, wie die Kamera sich in Sachen Video schlägt: Joshua Vergara hat einen Clip hochgeladen von der kürzlichen Sonnenfinsternis in den USA, der er bei der gleichzeitig angesetzten Präsentation von Android 8.0 Oreo beiwohnte. Bekommt also gleichzeitig eine Vorstellung vom Event und von den Video-Fähigkeiten des Essential PH-1, denn der Clip wurde mit diesem Smartphone erstellt.

Sound

Im Gegensatz zum Xiaomi Mi MIX, das den Lautsprecher mit einem speziellen Knocheninduktions-Lautsprecher ersetzen wollte, ist im Essential ein herkömmlicher Lautsprecher in einem sehr schmalen Schlitz im oberen Bildschirmrand verbaut.

Die Audioqualität bei Anrufen ist gut, der Ton ist ausreichend laut und USB-Typ-C sorgt für hohe Audioqualität. Damit ihr euren Adapter nicht vergesst, solltet ihr ihn am besten immer direkt an euren Kopfhörern lassen.

Die Audioqualität ist überdurchschnittlich gut, übertrifft aber keine Drittanbieter-DAC oder einen Verstärker. Leider lässt sich das nicht vom Lautsprecher behaupten. Bei maximaler Lautstärke ist er leider zu laut und klingt verzerrt. Wirklich gut klingt der Lautsprecher nur bei niedriger Lautstärke.

Software

Positiv

  • Vanilla-Android
  • Weil der Gründervater von Android dieses Smartphone entwickelt hat, sollten regelmäßige Android-Updates kein Problem sein.
  • Es ist deshalb auch nicht überraschend, dass die Software sehr simpel gestaltet ist. Auf dem Gerät läuft eine fast unveränderte Version von Android 7.1.1 Nougat.

Negativ

  • Andere Hersteller bieten auf ihren Geräten Features an, die viele Nutzer mittlerweile für essentiell halten. Und wenn diese Features tatsächlich funktionieren, machen sie das Gerät um einiges praktischer und benutzerfreundlicher.
  • Wer nach zusätzlichen Gesten für die Gestensteuerung, anderen Eingabemethoden oder dem Nachtmodus sucht, wird hier leider nicht fündig.

Für viele dieser Features gibt es zwar Drittanbieter-Apps, diese fügen sich aber häufig nicht so nahtlos in die Bedienung des Smartphones ein.

Wir möchten uns an dieser Stelle sehr herzlich bei Joshua Vergara bedanken, der uns für diesen Testbericht sein Essential Phone ausgeliehen hat. Wenn ihr seine Webseite noch nicht kennt, dann könnt ihr sie euch hier ansehen.

Akkulaufzeit

  • 3040mAh-Akku

Die Screen-on-Time beträgt ungefähr 3,5-5 Stunden. Wenn ihr häufig die Kamera und GPS-Navigation verwendet, sind es eher 3,5 Stunden.

Wenn ihr 5 Stunden aus dem Akku herausholen möchtet, solltet ihr die Kamera nur 10-15 Minuten lang verwenden und höchstens ein wenig Socialmedia, E-Mail und Facebook zum Teilen eures Standorts nutzen.

Ein hochwertiges, geflochtenes Kabel und ein Netzteil mit starker Ausgangsleistung werden ebenfalls mitgeliefert.

Essential PH-1 Preis und Verfügbarkeit

Wer sich sein Exemplar des PH-1 reservieren möchte, kann das bereits tun – allerdings nur in den USA und Kanada und ohne einen tatsächlichen Liefertermin. Da die Produktseite neben verschiedenen anderen Sprachen auch Deutsch vorsieht, dürfen wir uns wohl darauf einstellen, dass das PH-1 auch den Weg nach Deutschland findet.

Vorerst können aber wie gesagt nur US-Kunden reservieren und die werden mit 699 US-Dollar zur Kasse gebeten, was angesichts des Gebotenen für unser Empfinden ein zu hoher Preis ist. Für unseren Geschmack dürfte das Essential PH-1 wenigstens 200 Dollar günstiger sein. Wer in den USA die 360 Cam vorbestellt, bezahlt aktuell übrigens 179 US-Dollar.

mittwald

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Über den Autor

Ehemalige BASIC thinking Autoren

Dieses Posting wurde von einem Blogger geschrieben, der nicht mehr für BASIC thinking aktiv ist.

28 Kommentare

  • Das skizzierte Wunder Smartphone gibt es schon seit letztem Jahr zu kaufen. Es ist das Xiaomi mi mix und wird gerade für den Massenmarkt angepasst. Ist schon lustig, dass allerlei Leaks den Eindruck erwecken wollen, dass würde gerade erfunden. Die Top Marken können sich warm anziehen. Xiaomi hat aktuell einen erheblichen Vorsprung und die Trendsetter Rennen hinterher. Mal schauen, wieviele in diesem Jahr Kopien davon an den Markt bringen. Die bereits angekündigte neue Variante des Mi mix hat dann auch schon den 835er mit Windows Tauglichkeit an Bord. Und Amazons Alexa verbreitet sich parallel so rasch, das Experten sich eigentlich nur noch mit der Frage beschäftigen, was danach kommt……

    • ich finde es etwas verwirrend wenn leider großspurig nur vom xiaomi gesprochen wird und das sharp aquos crystal total vergessen wird. wie xiaomi gab es das gerät nur im hersteller-ursprungsland. das shap ist allerdings älter und meines wissens der eigentliche massenmarkttaugliche vorreiter was diese smartphones angeht.

    • Das Mi Mix verliert schon alleine deswegen weil die Frontcam unten ist, das ist eine wirkliche dumme Idee und nervt tatsächlich. Abgesehen davon das Xiaomi hart an den Bildern manipuliert wegen der Ränder, die sind nämlich real deutlich dicker. Die Quali von der Knochenschall-Geschichte echt schlecht ist zum tellen und teils viel zu leise. Dazu kommt das völlig verbastelte Android aus der Hölle + China Spyware. Xiaomi mit Stock und 3 Jahre Updates wären was für uns hier im Westen 🙂

      An für sich mag ich Xiaomi ja, weil sie nette Sachen zu günstigen Preisen bauen aber Vorsprung hat Xiaomi sicherlich nirgends … in der westlichen Welt schon mal gar nicht.

      Andere Sachen von Xiaomi sind interessant, Staubsauger und so kram.

  • Ja, aber das Xiaomi mi mix ist sowas von hässlich, ich würde es nicht kaufen. Randlose Displays haben irgendwie noch nicht den schick das es mir persönlich gefällt. Vielleicht kommt das noch.

  • sehr innovatives gerät, alleine wegen der Idee würde ich das unterstützen. Es werden die Dinge angepackt, die mich auch immer stören an aktuellen Smartphones. Dual sim wäre nice

  • Schade. Aber ich bin hier offensichtlich der einzige der etwas enttäuscht ist. Nach dem ganzen herum gemausere habe ich etwas Revolutionäres erwartet. Erhalten haben wir ein „mee too“ gerät. Das design ist zwar leicht anders – aber nicht revolutionär. Gebogenes Display? Andere Bildschirmauflösung (siehe passport^^) ? Andere Bedienung? Fehlanzeige.

    Stattdessen kopiert man blind die Erfolgskonzepte anderer. Inklusive ihrer Usability Fails. Keine 3.5 Klinke, kein Auswechselbarer Akku. Reparierbarkeit werden wir sehen, aber denke nicht. Speicher erweiterbar? sieht auf den ersten Blick nicht danach aus, wird man aber noch sehen.

    Eben ein weiteres 0815 Handy. Mit Top hardware aber trotzdem…. ansich nicht viel neues unter der Sonne. Das machen zwar die anderen Hersteller auch nicht, aber bei diesem Namen und bei der Art und weise wie die Firma sich verhaltet, habe ich deutlich mehr erwartet.

    • Auswechselbarer Akku kannst du vergessen, wenn du ein Gehäuse mit vernünftiger Verarbeitung und kleinen Spaltmaßen willst! Nicht mal LG hat das beim G5 hinbekommen.
      Mich persönlich interessiert es auch nicht, da ich mir alle 12-24 Monate ein neues Gerät kaufe und ein moderner Akku locker 2 Jahre durchhält.

      Ansonsten ist Andy Rubins prinzip ja eher „Einfacher ist besser“. Daher gibt es ein solides Smartphone ohne größere Experimente.
      Finde ich voll OK, nur der Preis könnte etwas niedriger liegen..

      • Genau das ist ja auch das Ziel der Industrie – dass du dir alle max 24 monate ein neues gerät kaufst. Dabei wäre das ein Feld an dem man sich recht einfach und ohne grosse Komforteinbussen dem Thema Nachhaltigkeit (umwelt? Seltene Erden? Altgeräte) widdmen könnte – aber damit lässt ich halt kein Geld verdienen.

        Unsere heutigen Mobilgeräte haben mehr Rechenkraft, als die Nasa damals beim Mondflug. Man KÖNNTE sie ohne weiteres 5 Jahre betreiben, wenn man das nur wollte. Allerdings scheitert das schon am Design der Betriebsysteme, welche ebenfalls darauf ausgelegt sind, alle 2 jahre neue geräte zu erfordern…..

      • Ja, das ist die „Ausrede“, die Hersteller schon länger bringen und die gerne wiederholt wird. Klar, fräse das Gehäuse aus dem Vollen und der Spalt ist Geschichte. Keine Frage. Es geht aber auch darum, güsntiger zu bauen, Dritthersteller/Service möglichst zu erschweren, nur eigenes Zubehör zu ermöglichen etc.

        Und das hier ist nicht mal ein Unibody. Es ist ein dreiteiliges Gehäuse. Einfach das Gerät servicefreundich gestalten, ohne Kleber mit wiederverwendbaren Dichtungen, modularer Akku, SD Slot (war früher selten offen zugänglich) auch dahinter. Fertig.

        Unibody und trotzdem gut zu öffnen war z.b. das Nokia Lumia 900.

        Abseits der Materialauswahl absolut beliebiges Gerät. Evtl. kommen die „Einfachheiten“ ja noch.

    • Stimmt nicht ganz, Essential verspricht 2 Jahre Major-Updates + ein weiteres Jahr Security Updates. Damit wären sie unangefochten die Nummer 1 in Sachen Android-Updates…nicht mal das Pixel liefert das.

      Alles andere sind Sachen die eben die Masse nicht interessiert. Passport ist massiv gescheitert, gebogene Displays bringen keine Vorteile. Auswechselbaren Akku braucht die Masse nicht, will ich persönlich auch nicht…ich habe seit dem Nexus One noch nie einen Akku tauschen müssen, dafür hab ich jetzt Wasserdichte Geräte die nicht Knarzen, was mir lieber ist 😀

      Speicher finde ich mit 128GB doch üppig, das wird der Mehrheit reichen.

      • Also wäre mit Android P Schluss. Jetzt wüsste ich aber mal, warum sie damit „unangefochten die Nummer 1 in Sachen Android-Updates“ wären?

          • Mein Galaxy Note 4 bekommt seit 3 Jahren Updates. Q wird wahrscheinlich herauskommen, wenn das essential seine zwei Jahre überschritten hat…

          • Mach mal ein Screen von der Software-Info bitte 🙂

            Ich habe mir die offiziellen Builds von Samsung angesehen, Note4 steht auf 6.0.1 und die wurde am 22. November 2015 released. Das Note 4 wurde am 3. September 2014 released, also gab es 1 Jahr Major-Updates (die Zeit die der Hersteller braucht sein Frickel-Zeug an die Version anzupassen, zähle ich hier nicht mit, das ist Eigenverschulden und geht schneller).

            Samsung wäre somit dann schlechter als der Support von Essential, immer unter der Voraussetzung das Essential nicht nur labert sondern auch liefert.

            Man muss aber Samsung zu gute halten das sie die Security-Patches immer noch ausrollen, zu mindestens sollte Note4 Stand August 2017 haben.

            (Custom-Roms sind natürlich ausgeschlossen, die sind nicht vom Hersteller)

          • Richtig, das letzte Update ist das Sicherheitsupdate von August 2017. Also gibt es immer noch Updates. 😉
            Zumal beim Note 4 einiges aus Android 7 schon enthalten ist: Mehrfache Fenster, kleinere Fenster, etc.

          • Naja was Samsung alles einbasteln sehe ich eher negativ weil sich das negativ auf die Updatebarkeit auswirkt 😀

            Allerdings hat sich Google grad eh wieder den Tron geholt, da sie Updates für 5X und 6P bis November 2018 versprochen haben 😉

  • Was ich nicht verstehe ist, wie es sein kann, dass ein kleines Startup so ein Smartphone entwickeln kann, und der „alte Hase“ HTC bekommt seine Displayränder in 2017 immer noch nicht dünner!

    Wenn der Preis vom PH-1 etwas sinkt und es volle LTE-Unterstützung für die europäischen Bänder hat, werde ich es ernsthaft in Betracht ziehen!

  • Der Aussage, „dass Essential aus dem Nichts zu einem Smartphone-Hersteller avancieren könnte, den die Konkurrenz ernst nehmen muss“ würde ich nicht unbedingt zustimmen. Und das ist auch Google bisher imho nicht gelungen. Signifikante Marktanteile oder gar ‚the next billion users‘ erreicht niemand mit diesen Preisen – ernstnehmen muss die (im Westen etablierte) Konkurrenz Xiaomi, Meizu, Umidigi, Lenovo oder Oppo. Die laufen denen gerade davon und stoßen nicht selten die Trends an, deben die anderen folgen.
    Dennoch ein interessantes Smartphone insgesamt, auch wenn mir der Wow-Effekt fehlt.

  • Was immer hinter dem Rand unten ist, hätte man da nicht auch noch die Kamera platzieren können? Schade um den schwarzen Fleck oben.

    „die Marketing-Abteilung versteht also scheinbar auch ihr Werk. Die Namen lauten Schwarz wie der Mond,Sternengrau,Reinweiß,Tief wie der Ozean“

    Seit wann ist der Mond schwarz und die Sterne grau?

    • Kamera unten ist einfach schlecht, wer das Mi Mix ne Zeit benutzt hat der weiß auch wieso. Nicht umsonst rät einem Xiaomi beim Mix in der Software sogar doch bei Selfies das Gerät auf den Kopf zu drehen 😀

  • Beste Pro-/Kontraliste:
    +“Vanilla-Android ist großartig“ vs -„Weil Vanilla-Android viele beliebte Features erst sehr spät implementiert, wirkt das Smartphone manchmal ein wenig zu simpel, was den Funktionsumfang angeht.“

    Ich dachte, das wäre das Gute an Android?

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