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Pay with Views: Opel beweist, dass es Online-Werbung verstanden hat

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Mit mehr als fünf Millionen Aufrufen hat "SpideyPlanet" bei der Opel-Kampagne gewonnen. (Foto: Screenshot / YouTube)
geschrieben von Christian Erxleben

„Pay with Views“ war der Titel einer Digitalkampagne von Opel in den Niederlanden. Das Modell ist nicht neu, die Umsetzung allerdings gelungen. Auch der Autobauer beweist, dass er Online-Werbung verstanden hat.

Die Bedeutung von Online- und Social-Media-Werbung ist bei den allermeisten Konzernen zumindest grundlegend angekommen. Wer nicht auf die digitalen Kanäle setzt, erreicht eine große Anzahl an potenziellen Kunden nicht.

Zwischen dem grundlegenden Verständnis und der tatsächlichen Umsetzung gibt es jedoch auch Ende 2017 teilweise noch große Unterschiede.

Produkt für Reichweite: Der Gedanke von Opel

Ein Konzern, der die Bedeutung und Wirkkraft der digitalen Kanäle verstanden hat, ist Opel. Die Rede ist jedoch in diesem Fall nicht von „Umparken im Kopf“ , sondern von der Digitalkampagne „Pay with Views“ .

Der Gedanke hinter der Kampagne ist denkbar simpel: Anstelle das neue Opel-Modell mit Geld zu bezahlen, wurden als Währung YouTube-Views eingeführt. Dafür konnten in der Niederlande Kunden ihre Testfahrt mit der „Online-Edition“ eines Opel filmen und anschließend auf YouTube hochladen.

Je nach Reichweite und Zahl der Views winkte ein neues Auto:

  • Für 589.900 Views gab einen Karl Rocks.
  • Für 739.600 Views gab es einen Corsa.
  • Mindestens 922.800 Views wurden für einen Astra benötigt.

Das Gewinner-Video des YouTubers „SpideyPlanet“ ist knapp sieben Minuten lang und kommt auf fast sechs Millionen Views.

Die Idee und die gelungene Umsetzung stammen von der Agentur J. Walter Thomson Amsterdam.

Kampagnen-Ergebnis und Zukunft

Die Digitalkampagne war für Opel eine äußerst erfolgreiche Marketing-Aktion. Die Zahl der Verkäufe der „Online-Edition“ wuchs durch „Pay with Views“ um 29 Prozent. Die Verkäufe des Onstar Premium Package stiegen um 22 Prozent.

Hinzu kommt noch die kostenlose Reichweite der YouTuber, die auf den verschiedensten Kanälen versucht haben, auf ihren Beitrag aufmerksam zu machen. Wie schon beim Like-Shop von Strellson dürfte die organische Reichweite, der Social Buzz und die Erwähnungen die Kosten des Autos übertroffen haben.

Obwohl die Idee an sich nicht neu ist, hat Opel trotzdem bewiesen, dass es verstanden hat, wie Online-Werbung funktioniert. Gedanken über einen Rollout in andere Länder gibt es bereits.

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Sein Weg zu BASIC thinking führte über die Nürnberger Nachrichten, Focus Online und die INTERNET WORLD Business. Beruflich und privat liebt und lebt er Social Media.

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