MOIA – VW startet 2018 eigene Uber-Alternative mit neuem E-Bus

Mark Kreuzer

Im ersten Moment klingt es ein wenig unlogisch, wenn MOIA (ein VW gehörendes Start-Up) in naher Zukunft 1 Millionen weniger Autos auf den Straßen der Innenstädte haben möchte.

Aber genau mit diesem erklärten Ziel will MOIA in Hamburg 2018 starten. Gelingen soll dies durch eine Ride-Sharing-App, die nur im ersten Moment ein wenig an das Konzept von Uber oder Lyft erinnert.

Aber anders als bei den Konkurrenten aus den USA will man bei MOIA die gesamte Wertschöpfungskette abdecken. Das schließt natürlich auch das eigentliche Auto mit ein. In Kooperation mit VW ist dabei ein zur Zeit einzigartiges neues elektrische Auto entstanden. Einen ersten Eindruck von dem Wagen bekommt ihr in diesem Video

Per App gebt ihr euer Wunschziel ein, der Fahrer des MOIA-Bus mit der passendsten Route wird euch dann abholen. Ein Pooling-Algorithmus fasst Fahrgäste mit ähnlichem Ziel zusammen und sorgt so dafür, dass die Auslastung der Fahrzeuge steigt und Umwege vermieden werden. Zum Gesamtsystem gehören außerdem eine Fahrer-App und ein umfassendes Flottenmanagement.

Der Bus selber hat Platz für sechs Fahrgäste und ist elektrisch angetrieben mit einer Reichweite von 300 km. Bei der Entwicklung des Fahrzeugs wurde sehr stark auf die Bedürfnisse eines Ride-Sharing-Autos geachtet. So hat jeder Platz einen eigenen USB-Ladeanschluss. Auch die Tür erinnert eher an die eines Busses anstatt eines PKWs. Da wo bei einem PKW der Beifahrer wäre, hat dieser Wagen Platz für sperriges Gepäck.

MOIA Probebetrieb startet in Hamburg 2018

Seit Oktober 2017 findet bereits ein erster kleinerer Testbetrieb mit VW T6-Bussen in Hannover statt. Die daraus gezogenen Erkenntnisse sollen zum ersten großen Start mit dem MOIA-Fahrzeug einfließen, welcher Ende 2018 in Hamburg erfolgen soll. 200 Fahrzeuge sollen in Hamburg an den Start gehen, bis 2025 möchte man Europas Innenstädte und US-Metropolen auf diese Weise insgesamt um bis zu eine Million Fahrzeuge entlasten.

Besonders erwähnenswert finden wir die Geschwindigkeit, mit der VW hier agiert. Die Idee von MOIA wurde 2016 zum ersten mal in London vorgestellt. In der Zeit von 2016 bis jetzt wurde bei VW mal eben ein passendes Fahrzeug dazu entwickelt. Der Vorstand von Volkswagen Nutzfahrzeugen Eckhard Scholz sagt dazu folgendes:

[mg_blockquote]Gemeinsam mit MOIA und VW Osnabrück haben wir Automobilbau neu definiert. Dass wir in nur zehn Monaten ein neues, konsequent auf den Zweck Ride-Pooling konzipiertes Fahrzeug bauen konnten, macht uns stolz.[/mg_blockquote]

Wir werden das Projekt MOIA aber von nun an weiter genau im Blick haben und sind gespannt auf den Start im nächsten Jahr. Weitere Informationen findet ihr auf der MOIA-Webseite.

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