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Regram auf Instagram: Geteilte Inhalte bringen mehr Interaktionen

Christian Erxleben
Das Teilen von fremden Inhalten kann sich für Instagrammer lohnen. (Foto: Pixabay.com / ElisaRiva)

Seit Ende 2017 testet Instagram mit ausgewählten Nutzern einen integrierten Regram-Button. Eigentlich gehört das Teilen von fremden Inhalten nicht zur Plattform-DNA von Instagram. Trotzdem erzielen geteilte Inhalte mehr Interaktionen.

Obwohl Instagram mit seinen mehr als 800 Millionen monatlich aktiven Nutzern inzwischen zu den größten sozialen Netzwerken der Welt zählt, unterscheidet die Plattform ein Fakt doch stark von Facebook, Twitter, WeChat und Co.

Im Gegensatz zur Konkurrenz verfügt das Bildernetzwerk – obwohl es durchaus sinnvoll wäre – nicht über eine implementiere Sharing-Funktion. Die Nutzer sollen das eigene Profil und den Feed mit eigenen Bildern und Videos befüllen.

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Wer trotzdem Inhalte von fremden Seiten teilen will, nutzt dafür Apps von Drittanbietern. Um hervorzuheben, dass es sich um geteilte Inhalte handelt, wird zudem in der Regel der Hashtag #Regram oder #Repost verwendet.

6,5 Prozent mehr Interaktionen für Regram-Bilder

Offenbar hat nun auch Instagram selbst erkannt, dass geteilte Inhalte für Nutzer und Unternehmen interessant sind. Eine erste Testphase läuft seit Ende letzten Jahres. Äußerungen, ob und wann es zu einem globalen Roll-out des Features kommt, gibt es noch nicht.

Nichtsdestotrotz haben sich die Analysten von Socialbakers mit dem Effekt des Regram-Buttons auseinandergesetzt. Dafür haben sie von Juni bis November 2017 insgesamt 5.300 Profile von Marken und 2.050 Instagram-Accounts von Prominenten untersucht.

Die Ergebnisse der Untersuchung sind für Unternehmen durchaus interessant. So erhalten Regrams im Durchschnitt branchenübergreifend 6,5 Prozent mehr Interaktionen als normale Posts. Am stärksten fällt der Effekt bei Fluggesellschaften aus. Deren geteilte Inhalte funktionieren im Durchschnitt um 36,2 Prozent besser.

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Wie funktionieren Regram-Bilder auf Instagram im Vergleich zu normalen Posts? Die Ergebnisse hat der Social-Media-Analyst Socialbakers in einer Grafik zusammengefasst. (Foto: Screenshot / Socialbakers)

Wie bei jeder Untersuchung gibt es selbstverständlich auch bei den Regrams Branchen, bei denen geteilte Inhalte weniger Interaktionen erzeugen als normale Posts. Dazu gehören mit „Reisen“, „Autos“ und „Sport-Artikel“ drei prominente und beliebte Instagram-Kategorien.

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Der Einsatz von geteilten Inhalten auf Instagram ist folglich durchaus sinnvoll. Wie immer gilt jedoch, dass nicht alle Erkenntnisse für jeden Account gelten und dass ein Profil, das nur aus geteilten Inhalten besteht, vermutlich ebenfalls schlechtere Ergebnisse erzielt. Trotzdem sollte jeder Instagrammer einmal testen, ob und wie Regrams von der eigenen Community angenommen werden.

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Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.