Instagram, Instagram-Algorithmus

Instagram-Algorithmus-Update: Neue Faktoren beeinflussen das Ranking

Christian Erxleben
Instagram hat neue Faktoren bekannt gegeben, die den Instagram-Algorithmus beeinflussen. (Foto: Pixabay.com / TheDigitalArtist)

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Der Instagram-Algorithmus und die Faktoren, die ihn bestimmten, treiben die gesamte Social-Media-Szene um. Nun hat Instagram in einem exklusiven Briefing verraten, welche Faktoren relevant sind. Zugleich räumte das soziale Netzwerk mit zahlreichen Mythen auf.

Mit mehr als 800 Millionen Nutzern ist Instagram inzwischen das zweitgrößte soziale Netzwerk in der westlichen Social-Media-Welt. Eines der am meisten diskutierten Themen um das Bildernetzwerk ist der dahinterstehende Algorithmus.

Erstmals Einblicke in das Gehirn hinter dem Instagram-Feed gab Software Engineer Thomas Dimson auf einer Konferenz in New York im Frühjahr 2017.

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Die damals genannten Faktoren für den Instagram-Algorithmus sind inzwischen überholt. Das liegt einerseits an der wachsenden Zahl an Nutzern und andererseits an neuen Formaten.

Update 2018: Die 3 wichtigsten Faktoren für den Instagram-Algorithmus

Neue Erkenntnisse zum Instagram-Algorithmus sind jedoch nur schwer zu erhalten. Deshalb sind die Informationen, die der Journalist Josh Costine vom US-amerikanischen Branchenmagazin Techcrunch in einem exklusiven Briefing bei Instagram erhalten hat, umso spannender.

Demzufolge gibt es drei zentrale Faktoren, die bestimmen, was du in deinem Instagram-Feed siehst:

  1. Interesse: Aufgrund deines früheren Verhaltens analysiert der Algorithmus, welche Accounts dir gefallen könnten.
  2. Aktualität: Je aktueller der Post ist, desto weiter oben wird er im Feed ausgespielt.
  3. Beziehung: Der dritte Faktor ist deine Beziehung zu anderen Instagram-Accounts. Dafür entscheidend ist die Häufigkeit deiner Interaktionen (Likes, Kommentare, Tags) in der Vergangenheit.

Die Grundlage des Instagram-Algorithmus ist Machine Learning. Das bedeutet: Selbst wenn zwei Accounts exakt den gleichen Leuten folgen, werden sie niemals einen gleichen Feed sehen, weil er für jeden Account individualisiert ist.

3 ergänzende Faktoren, die den Algorithmus beeinflussen

Zu den oben genannten drei zentralen Faktoren kommen noch drei weitere ergänzende hinzu. Diese sind:

  1. Häufigkeit: Ob du Instagram häufiger oder seltener öffnest, hat einen Einfluss auf das Ranking.
  2. Follow-Verhalten: Wer vielen Accounts folgt, wird weniger spezifische Inhalte sehen, weil der Instagram-Algorithmus aus mehr Beiträgen auswählen muss.
  3. Nutzung: Wann du die besten Posts siehst, hängt auch von deiner Nutzung ab. Wenn du jeden Tag nur zwei Minuten auf Instagram verbringst, findet eine andere Sortierung statt als wenn du zwei Stunden auf der Plattform verbringst.

6 Instagram-Mythen, die nicht wahr sind

Außerdem nutzte Instagram die Gelegenheit, um mit zahlreichen kursierenden Mythen – darunter fällt auch der sogenannte Shadowban – aufzuräumen.

  1. Instagram wird nicht vollständig zum chronologischen Feed zurückkehren, da das zu komplex ist. Allerdings werden Beschwerden der Nutzer wahrgenommen.
  2. Auf Instagram werden keine Bilder versteckt. Jeder Nutzer sieht jedes Bild, wenn er nur lange genug scrollt.
  3. Der Instagram-Algorithmus behandelt Fotos, Videos, Live-Videos und Stories exakt gleich. Der Einfluss des jeweiligen Formats hängt vom individuellen Nutzerverhalten ab.
  4. Instagram rankt keine Nutzer schlechter, die besonders häufig Bilder posten, viele Hashtags nutzen oder andere „spezielle Verhaltensweisen“ an den Tag legen.
  5. Weder Business-Accounts noch private Profile erhalten mehr Aufmerksamkeit im Feed.
  6. Außerdem wiederholt Instagram die Aussage, dass es keinen Shadowban gibt. Jeder Nutzer sieht jedes Bild irgendwann.

Selbstverständlich muss man den Aussagen von Instagram keinen Glauben schenken. Eine bessere Quelle wird man jedoch nicht erhalten.

Und wer trotzdem mit sinkenden Reichweiten zu kämpfen hat und nach einer Ursache sucht: Mit jedem neuen Nutzer und jedem neuen Unternehmen, das auf Instagram vertreten ist, wird die Konkurrenz für den eigenen Kanal größer. Ein ähnliches Szenario hat sich auch vor einigen Jahren bei Facebook abgespielt.

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Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.