Emojis, Smileys

So relevant sind Emojis im E-Mail- und Push-Marketing

Christian Erxleben
(Foto: Pixabay.com / Alexas_Fotos)

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Jedes Jahr am 17. Juli findet der World Emoji Day statt. An diesem Tag dreht sich alles um die kleinen Animationen, die aus unserer Kommunikation nicht mehr wegzudenken sind. Eine aktuelle Studie zeigt nun, wie wertvoll Emojis im E-Mail- und Push-Marketing wirklich sind. Eine Analyse.

Insbesondere in klassischen Betrieben oder von älteren Menschen werden Emojis in der Kommunikation noch immer belächelt. Wenn in einem Facebook-Post mal ein Zwinker-Smiley erscheint, heißt es gleich: „Da ist wohl der Praktikant am Werk.“

Diese Einstellung ist nicht nur ignorant und verletzend, sondern auch naiv. Denn inzwischen gehören Emojis fest in die Kommunikationsstrategie eines jeden Unternehmens. Und das nicht nur, weil sie ein relevanter Bestandteil der privaten Kommunikation sind.

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Emojis als Marketing-Booster

Die kleinen Bilder und Animationen sind insbesondere im E-Mail-Marketing und bei Push Notifications ein wertvolles Stilmittel. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung der Mobile-Marketing-Plattform Leanplum.

Diese hat zwischen dem 1. Juni 2017 und dem 1. Juni 2018 rund 300 Millionen E-Mails und Push-Nachrichten ausgewertet. Die Ergebnisse könnten dabei nicht eindeutiger ausfallen.

  • Die Öffnungsraten von E-Mails mit einem Emoji im Betreff sind mit 16,06 Prozent deutlich höher als ohne Emoji (9,67 Prozent).
  • Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei den Push-Benachrichtigungen ab. 10,67 Prozent aller Push-News, die ein Emoji enthalten, werden geöffnet. Ohne die kleinen Symbole liegt die Öffnungsrate lediglich bei 3,01 Prozent. Das entspricht einem Unterschied von 254 Prozent.
  • Und auch für App-Betreiber sind Emojis ein wichtiges Element. Anwendungen, die auf die kleinen Animationen setzen, haben eine um 26 Prozent niedrigere Deinstallationsrate.

Vor allem die letzte Zahl verdeutlicht, dass Emojis nicht nur das Engagement steigern, sondern auch für die Kundenbindung und Loyalität ein relevanter Faktor sind.

Selbstverständlich sollte kein Marketing- und Social-Media-Verantwortlicher jetzt in jeder Kampagne und jedem Post zwanghaft auf die Animationen setzen. Das wäre fatal und würde der Wirkkraft eher schaden. Trotzdem muss man sich bewusst sein, dass ein Emoji durchaus Aufmerksamkeit beim Nutzer erzeugt.

Weitere interessante Fakten zum World Emoji Day

Selbstverständlich enthält der „Unlocking Engagement & Growth With Emojis“-Report von Leanplum noch ein paar weitere Fun Facts, die wir euch nicht vorenthalten möchten.

  • Seit dem letzten World Emoji Day hat sich die Anzahl der verwendeten Emojis pro Nachricht fast verdoppelt. 2,23 der kleinen Animationen befinden sich im Durchschnitt in einer Nachricht.
  • 30 Prozent aller Nachrichten enthalten mindestens ein Emoji. Das entspricht einer Verdopplung im Vergleich zum Vorjahr.
  • Im Marketing kommen der Geldsack, das Geschenk, das Flammen-Symbol, das Gesicht mit den Herzaugen und der fliegende Geldschein am häufigsten zum Einsatz.
  • In den USA wird das Pizza-Emoji am häufigsten verwendet, während es in Italien die Tomate und in Mexiko die Chili ist.

Wer bislang noch komplett auf Emojis in Kommunikation und Marketing verzichtet, sollte sich zumindest einmal ein paar Gedanken machen.

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Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.