Film, Popcorn, Video, Filmabend, Facebook-Video, YouTube

Facebook versus YouTube: Es gibt nur einen Sieger

Christian Erxleben
Facebook fordert YouTube heraus. (Foto Pexels.com / JESHOOTS.com)

Mark Zuckerberg versucht seit Jahren, Werbebudgets von YouTube auf die eigene Plattform zu lenken. Los ging es mit der Forcierung von Video-Inhalten, Livestreaming und zuletzt Facebook Watch. Der Erfolg der Facebook-Video-Strategie blieb aus. Ein Grund: Zu groß ist der Aufwand, zu gering der Gewinn.

Im ersten Quartal 2018 konnte Facebook einen Gewinn von fast fünf Milliarden US-Dollar einfahren. Mehr als 95 Prozent der Einnahmen stammen dabei aus dem Werbegeschäft des sozialen Netzwerks.

Wenn es nach Mark Zuckerberg geht, steigt dieser Wert in den nächsten Jahren noch weiter an. Ein großer Treiber sollen dabei Video-Inhalte beziehungsweise ihre Monetarisierung durch klassische Mid-Roll-Werbeformate darstellen.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Apple AirPods gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Schon seit einigen Jahren versucht Facebook sowohl seinen Nutzern als auch den Verlagen und Werbern deutlich zu machen, dass kein Weg an bewegten Inhalten vorbei führt. Diese würden mehr Interaktionen erhalten und vom Algorithmus gegenüber klassischen Link- oder Bild-Posts bevorzugt werden.

Die Botschaft: Wer nicht der Facebook-Video-Strategie folgt, wird langfristig keine signifikanten Gewinne – in Form von Geld, Klicks oder Interaktionen – mehr sehen.

Die Facebook-Video-Strategie: Viel Aufwand, kaum Ertrag

Das Ziel, das Mark Zuckerberg mit der Facebook-Video-Strategie verfolgt, liegt auf der Hand. Er möchte Publisher und Influencer dazu bringen, ihre Inhalte nicht mehr auf YouTube zu veröffentlichen, sondern bei Facebook. Die professionellen Facebook-Video-Inhalte wiederum sollen dann die Werbungtreibenden anlocken, die ihre Budgets von YouTube zu Facebook umverteilen.

Das Problem an diesem Plan hat Sahil Patel, Journalist bei Digiday, herausgefunden. Er hat sich mit den führenden Facebook-Video-Produzenten in den USA unterhalten. Die Erkenntnis: Die Umsätze durch Unterbrecherwerbung in der Mitte von Facebook-Videos steigen im Vergleich zum Vorjahr stark an. Von Umsatz-Sprüngen von bis zu 40 Prozent ist die Rede.

Das Niveau, auf dem sich die Einnahmen bewegen, fällt jedoch im Vergleich zu YouTube gering aus. Einer der Top-Video-Publisher verrät, dass er für eine Million Video-Aufrufe bei Facebook 264 US-Dollar erhält. Bei YouTube stehen dem 2.200 US-Dollar gegenüber. Das ist fast das Zehnfache.

Ein weiteres Problem: Während der Erfolg und die Einnahmen bei YouTube einigermaßen planbar sind, hängt bei einem Facebook-Video der Erfolg auch viel von Glück, den Interaktionen und der Verbreitung ab. Eine sichere Planung ist aktuell noch nicht möglich.

Das letzte große Problem aus der Sicht eines (deutschen) Publishers ist, dass wir in den obengenannten Fällen von Millionen-Reichweiten bei Facebook sprechen. Selbst wenn sich in dieser Größenordnung Video-Inhalte lohnen, bedeutet das für den Fanpage-Betreiber, der eventuell ein paar Zehntausend Aufrufe im Monat generiert, noch lange kein neues Geschäftsmodell.

Unser Zins-Tipp

Eröffne jetzt dein kostenloses Myntro Festgeld und erhalte 3,3 Prozent Zinsen auf dein Geld – und das garantiert für 12 Monate!


Jetzt Zinsen sichern

Anzeige

Es dürfte also noch einige Monate oder vielleicht sogar Jahre dauern, bis Facebook zu einer ernsthaften Konkurrenz für YouTube wird.

Auch interessant:

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

STELLENANZEIGEN
Social Media Manager/in (m/w/d)
Justus-Liebig-Universität Gießen in Gießen
Digital Marketing Manager (m/w/d)
emeis Deutschland Gruppe in Frankfurt am Main
Praktikum Digital & Social Media Galileo ...
ProSiebenSat.1 Careers in München
Internship in Human-Computer Interaction and ...
ZEISS in Oberkochen (bei Ulm)
Digital Marketing Manager (m/w/d)
RIWOspine GmbH in Bretten
Mitarbeiter Marketingkommunikation & Soci...
Impuls Reha & Arbeit gGmbH in Hamburg
Digital Marketing Manager (m/w/d)
Mütec Instruments GmbH in Seevetal
Marketing Manager (m/w/d) – Web, SEO, Content...
open next GmbH in Köln
Teile diesen Artikel
Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.